Gentleman, Start Your Engines…!

Spannung liegt beim MSC Ober-Mörlen e.V. in der Luft… 136 Starter!!!​

Rent a Car

Da hat man was in’s Leben gerufen, echt erste Klasse. Wer hier zum ersten Mal mitliest, wird es nicht kennen. „Rent a Car“ ist eine Aktion von Xray / SMI in dem man einen Roller von Vanessa Wende als „Miet Buggy“ verwendet um anderen RC Rennpiloten zur Verfügung zu stellen. Das Ziel ist viel schichtig, es ermöglicht den Blick über den Gartenzaun, vom Glattbahner in’s Offroad Geschehen oder – wie an diesem WoE – vom Elektrofahrer zum Verbrennerfahrer. Es wird aber auch mit der Betreuung von „Just RC Shop“ ein Einblick in das Flair des OR8 Fahrerlager ermöglicht.
Hoffen wir alle, dass sich die angenehme Stimmung und das familiäre Verhältnis der OR8 Fahrer auch in andere Bereiche des RC Rennsports ausstrahlt.

Beside the Race

Auch in Ober-Mörlen konnte ich mein Plakat aufhängen und so schließt sich eigentlich der Kreis. Interviews, Streckenvorstellung und einige Informationen zum RC Rennsport. Dieser Grundgedanke steht ja hinter “Beside the Race” und mit dem Plakat ist im Grunde der letzte Schritt getan. Man mag denken, dass ein solches Plakat mit QR Code ja “sinnlos” ist, aber nach dem WoE habe ich 3 Abonnenten mehr. Als Interview Partner hatte ich mir noch Jonas Bauer geschnappt und konnte auch noch einige gute Aufnahmen und Pitwalks machen. #besidetherace

Technische Ausfälle

In meinem Bereich waren die Ausfälle aufgrund der Technik deutlich spürbar. Pütze hatte mit der Rad-Aufhängung hinten rechts ein Problem, Pierrè Backe hatte ein defekt im hinteren Differential und bei mir waren es mehrere Absteller des Motor’s, und so zog es sich durch das Fahrerlager durch. Hitze, anspruchsvolle Strecke waren die Ursache.

Support

Wie auch schon in MSV Linsengericht hatte ich auch an diesem WoE Serpent SRX8 Support gestellt. Hier konnte ich Holger Petersen und auch den späteren Hobby OR8 Gewinner Jan Allendörfer mit Serpent Support unterstützen. Ich finde es einfach klasse, wenn ich hier anderen Fahrern helfen kann. Zum meinem Glück hatte ich vor dem Rennwochenende noch in enger Abstimmung mit 2Speed meinen Warenkorb aufgefüllt. Auch hier noch einmal vielen Dank für die gute und stetige Unterstützung.

Eigener Verlauf

Ich reiste nach Ober-Mörlen auch wieder am Freitag an und konnte so einen guten Pavillon Platz sicherstellen.
Am Samstag ging es gleich mit den Traininsgläufen los und ich konnte einige “Setup Anpassungen” testen. Da es ja mehr als 10 Gruppen gab hatte man auch Zeit zum Schrauben. Da der MSC Ober-Mörlen ganze Arbeit geleistet hatte, hatte man eine doch sehr unterschiedliche Streckenoberfläche, von Lehm in der Konsistenz wie Eis bis hin zu Lehm mit Gripp und den anderen Oberflächen (Beton und Kunstrasen).
Ich war recht zufrieden mit den Trainingsläufen und wurde dann beim Ausfall der Kupplung zum ersten Vorlauf wieder auf die Tatsachen des Hobby’s zurück geworfen… es heißt Modellbauer und nicht Modellfahrer.
Durch den Motorausteller im zweiten Vorlauf kann ich mich erst langsam vom Ende der Rangliste absetzen.
Mit meinem dritten Vorlauf kann ich noch einmal einige Plätze in der Rangliste nach “oben” fahren, es reicht aber nicht um bis in’s 8’tel Finale zu gelangen.
Finallauf, alle sind nervös… und es ist ein Déjà-vu… alle Fahrer stehen auf dem Fahrerstand, Buggy’s und RC Gefährt startklar… da kommt es zur Wartezeit. Irgendwann starten wir dann… leider habe ich dann aber nach meinem Tankstopp 4 Motorabsteller, das wirft mich sehr weit in’s Mittelfeld zurück, an einen Aufstieg ist nicht mehr zu denken.
Ich kann noch verschiedenen anderen Personen in der Box helfen und letztendlich, bis auf die Probleme mit dem Motor ist es ein erfolgreiches WoE.

Die Cobra

Ich konnte auf mein Setup aus 2018 zurückgreifen und hatte da in den Trainings Zeit, einige „zu testen“. Später ging ich dann wieder auf mein in 2018 gefahrenes Setup und hatte einen verlässlichen und gut fahrbaren RC Buggy. Die SRX8 Cobra zeichnet sich hier besonders aus, auf die verschiedenen “Grip” Verhältnisse und der technisch anspruchsvollen Strecke gewachsen zu sein. Die Paarung mit einem guten Durchhaltevermögen und wenigen bis keinen wirklichen Materialdefekten zeichnet Sie imho aus.

Vom Pech verfolgt

In den Trainings lief noch alles, wie man es von einem RC Rennen kennt. Leider hatte ich einen Kublungs Defekt genau auf dem „Aufwärm-Tisch“, also 2 Minuten vor dem Start meines ersten Vorlaufs. Mir war klar, dass ich das selbst mit sehr flinken Fingern und direkt am Aufwärm-Tisch nicht beheben konnte. Bei meinem 2ten Vorlauf hatte ich nicht vor Beginn des Vorlaufes getankt und musste feststellen, dass in 8 Minuten mein Tank leer war. Ich verschenkte die letzte Runde, da ich mit einem Motoraussteller in der Strecke stand. Ich konnte im Vorlauf am Sonntagvormittag noch ein wenig „Heraus fahren“, aber so richtig hoch brachte es mich nicht mehr in der Rangliste.

139 startende Fahrzeuge

Jeder freie Platz im Fahrerlager ist belegt, es ist ein reges Treiben rund um den Fahrerstand, dem Aufwärm-Tisch und der technischen Abnahme. Immer gehen Fahrer in die Richtung des Fahrerlagers und kommen von da. Was man im Grunde nicht glaubt, aber auch eine Rennveranstaltung über 2 Tage kann an das Limit kommen, also an das Limit der Starterzahl. So war es auch in Ober-Mörlen. Der MSC Ober-Mörlen e.V. hatte einiges an organisatorischer Glanzarbeit leisten müssen um 139 Starter, aufgeteilt auf die Klasse OR8, OR8 Hobby und ORE8 einen gut organisierten, reibungslosen und vorbildlichen Verlauf zu gewährleisten. Ganz klar, auch bei einer 2 Tages Rennveranstaltung ist das Limit an Startern dann erreicht, wenn selbst mit einem optimalsten Verlauf die startenden Läufe den befahrbaren Zeitrahmen an’s Limit bringen. Für die neueren Leser, das ist nicht in jeder RC Rennsport Klasse so und auch nicht immer…

Ups, der kann auch laut…

Es geht auf die 21:30 Uhr zu und mein Blick schweift am Pützi’s Grill vorbei, über das Fahrerlager. Nach dem Jugendlauf ist im Hessen Cup das Fahrerlager fast direkt zum Campingplatz „mutiert“. Vor den verschiedenen Pavillons sitzen nun Leute, sind Grills aufgebaut und vereinzelt stehen kleine Grüppchen und quatschen. Natürlich sind auch noch Pavillons beleuchtet in denen geschraubt wird.
Im Hessen Cup ist es Usus, das nach dem Jugendlauf die Strecke „im Allgemeinen“ gesperrt ist. Vereinzelt hört man einen Motor dann noch aufheulen, aber meist bleibt es dann auch beim Aufheulen…
An diesem Abend hört man das auch und irgendwann hört man auch einen Motor etwas länger aufkreischen. Aus einer Campingtisch Sitzgruppe löst sich eine Person mit roter Latzhose… es erfolgt eine laute Anfrage an die vereinzelten Personen auf dem Fahrerstand ob denn noch alle Herr Ihrer Sinne sind.
Im späteren Verlauf des Abends stellt sich ein Missverständnis heraus, dass zu unterschiedlichen Ansichten bzgl. des Begriffs „Streckensperrung“ führten.

Never Change a Running System

Da bin ich auf die Werbung rein gefallen… eine Schraube für die Kupplung, extra mit Grad, so dass diese nur auf dem inneren Bereich des Kugellagers packt. So erhoffte ich mir, Kupplungs-Unterlegscheiben einzusparen. Letztendlich war die Kupplung mit genügend Spiel eingestellt und sie Lief auch einwandfrei, aber anscheinend hatte die Schraube dann doch zu einer „Verspannung“ geführt.
Letztendlich hielt meine Kupplung so nur 4 mal 7 Minuten Spints, was eindeutig zu wenig war. Erschreckend fand ich, dass sie plötzlich Ihren Geist aufgab.
Na ja… never change a Running System.

Wasserschlacht

Nach dem Jugendlauf schnappten sich die Jugendlichen Ihre Buggy’s und … Ach Moment… die Mechaniker der Kidds schnappten sich die Buggys und leisteten den technischen Dienst. Die überwiegende Zahl der 19 Jugendlichen beschäftigten sich damit, möglichst schnell mit Falschen, Wasserpistolen und anderem „Wasserförderungsmitteln“ sich gegenseitig unter wilden Verfolgungsjagten mit Nässe zu versehen.
Es war auf jeden Fall wirklich eine Freude, bei dem im Nachwuchs kränkelnden Hobby so viele jugendliche Teilnehmer und Ihre Wasserschlacht zu beobachten.

Eisverkäufer

Ob der Eisverkäufer einen Tipp bekam, ob das Anfahren des abgelegenen Geländes an WoE zu seinem Standard gehört oder ob es Zufall war… wir werden es nicht erfahren. Auf jeden Fall bildete sich kurzzeitig eine bis zu 30 m lange Schlange am Eiswagen und ich denken, der Junge wird da einiges an Umsatz gemacht haben. Irgendwie wie in einer Grundschule, wenn damals das Pausenkiosk des Hausmeisters geöffnet wurde…

Über die Grenze des Sportkreises

Wie bereits beschrieben, neben mir im Pavillon saßen einige NRW Cup Fahrer. Für unsere Erstleser, der NRW Cup ist der Sportkreisgruppe “West” zugeordnet, der Hessen Cup der Sportkreisgruppe Mitte. Beide OR8 Cups haben unterschiedliche Regeln bzgl. Der Hobbyfahrer. Grundsätzlich belegt man die Hobbyfahrer mit Regeln, um einen gewissen Faktor des Sportes in den Kosten ein zu dämmen. Aus diesem Grund sind es meistens Regeln die die Reifenauswahl einschränken, damit der Hobbyfahrer vom Kauf verschiedenster reifen bewahrt wird.
Hier wurden dann auch einmal kurz die Vor- und Nachteile der verschiedenen Regelwerke (NRW Cup zu Hessen Cup) philosophisch diskutiert und allgemein die Frage gestellt, warum fast allein im Hessen Cup übermäßig viele Jugendliche involviert in den Sport integriert sind. Ganz klar, alle beteiligten sind sich darüber einig, Jugendliche sind zu fördern.

Jugendlauf mit 19 Startern

Leider ist RC Rennsport ein Nischensport und kaum in unserer Gesellschaft verbreitet. Zusätzlich gibt es für Einsteioger in das Hobby Wissens- und Finanzhürden die man bereit sein muss „zu überwinden“. Ein Jugendlicher ist somit, irgendwie auf die Hilfe seiner Erziehungsberechtigten angewiesen.
Das ist insbesondere tragisch, weil es einer der wenigen Hobby’s und Freizeitbeschäftigungen ist, in der ein jugendlicher Fahrer auf der gleichen Ebene wie ein erwachsener Fahrer agiert. Die Eltern Kind Rolle wird – wenn man so durch’s Fahrerlager schaut – des Öfteren überworfen und es entwickeln sich faszinierend angenehme und schöne Teams zwischen Erwachsenem und Jugendlichen, die die gesellschaftlichen Grenzen zwischen >18 und <18 absolut verschwinden lässt.
Aber ich schweife ab… halten wir fest, eins ehr faszinierendes „Eltern – Kind – Hobby“.
Angenehm war, dass in Ober-Mörlen wirklich 19 Starter in den Jugendläufen zusammen gekommen sind… das ist eine wirklich beeindruckende Beteiligung.

DM wirft Ihre Schatten vorweg

Der MSC Ober-Mörlen hat sich zum OR8 DM Lauf angemeldet und so wirft diese „Deutsche Meisterschaft“ auch seine Schatten vorweg. Das zeigt sich besonders deutlich im Anwesenden Fahrerfeld. Es sind im Expertbereich und auch im Hobby Bereich einige Fahrer die nicht aus dem Sportkreis Mitte kommen und die eine längere Anfahrt auf sich genommen haben, um lediglich einmal vor der DM schon auf der Strecke gefahren zu sein.
So sitzt neben mir im Pavillon Maik Wiesweg und Familie Bessler und einige Fragen werden zu dem Reifenreglement gestellt. Aber auch wenn man den Blick durch das Fahrerlager schweifen lässt, sieht man einige bekannte Fahrer aus der Top 50 Fahrerriege, die an diesem Wochenende Ihr Können unter Beweis stellen wollen.

Der Verein

Der MSC Ober-Mörlen e.V. hat wieder einen etwas anderen Charakter als die zuvor erlebten Vereine. Auch hier haben wir wieder ausschließlich die Offroad Strecke und auch wieder eine etwas anderes Vereinsleben. Es gibt passive und aktive Mitglieder aber allgemein doch ein starkes Gruppengefühl. Natürlich sucht der „Verpflegungsbereich“ mit Beamerleinwand, Kicker und den zwei „Containern“ schon seines gleichen…
Stromagregat, Kompressor rattern im Hintergrund und alles im allem kann man sich auch bei den Gastfahrertagen im MSC Ober-Mörlen richtig wohl fühlen.
Anmerken kann man noch, dass Wasser in Form von „Regenwasser“ – aus einem Krahn – vorhanden ist.

Fehlt da was?

Wir genießen die Organisation, die regelmäßigen und klaren Durchsagen der Zeitnehmer, die Zeitnahme, Bekanntgabe der Finallaufergebnisse, die Pressluft, die Ansage der Rennleitung, den allgemeinen Service des Versorgungsbereiches und den gesamten Rahmen um eine solche Veranstaltung. Sei es der heiße Kaffee um 6:45 Uhr oder das belegte Brötchen, das Schnitzel in der Mittagszeit oder der Kuchen am Nachmittag.
Wir freuen uns über eine vorbildliche Strecke und einen top vorbereiteten Platz. Wir betrachten es als selbstverständlich, wenn der Servicebereich uns mit einem freundlichen „Hallo, was darf es denn sein!“ die Wünsche von den Lippen abliest und wir nehmen es als selbstverständlich hin, wenn an mehreren Stellen Bildschirme montiert sind und wir den Verlauf des Rennens nachvollziehen können.
Das alles für das Startgeld, fehlt da nicht etwas?
Ja, ein außerordentlich stark gesprochenes und übergroß geschriebenes „Danke“ an die Helfer, Teilnehmer und Menschen die etwas zur Umsetzung beigetragen haben…

Links:

Hier noch einmal die Homepage des Vereins:
http://www.msc-obermoerlen.de

Homepage des Hessen Cups:
http://www.hessencup.de/

Facebook Links:

David Schneider http://bit.ly/2Fo8LQ7
Anke Müller http://bit.ly/2L4UjQE
Daniel Sommer http://bit.ly/2L55uZy
Zwischenstand MSC Ober-Mörlen http://bit.ly/2X38Aog
Abdullah Killic http://bit.ly/2ZGkqS6
Spielzeugautorennfahrer (Carsten Keller) http://bit.ly/2ZADq4f
Tom Zischrich http://bit.ly/2Rw3ZVl
Just RC DE http://bit.ly/2xe1VI9
Vanessa Wende http://bit.ly/2RulhlD
Sascha http://bit.ly/2WSF4MJ
Kerstin Bessler http://bit.ly/2WYRDuO

Ergebnis:

Buggy Nitro Expert

  1. Keller, Carsten
  2. Kilic, Berkan
  3. Kilic, Burak

Buggy Nitro Hobby

  1. Allendörfer, Jan
  2. Schobner, Haroun
  3. Täger, Patrick

Buggy Elo

  1. Kilic, Burak
  2. Schmidt, Julien
  3. Allendörfer, Jan

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