Der Buggy No. 21 schneidet den Tabel am linken oberen Eck der Bahn, dreht ein und fährt in die 5er Sprungkombination. Perfekt schafft er es den Schwung aufrecht zu erhalten, so dass er mit Höchstgeschwindigkeit in die Linkskurve auf die „Start / Ziel Grade“ einfährt. Stefan Leichner verfolgt seinen Buggy und wie im Formel 1 Rennzirkus werfen die Räder bei feuchten Stellen eine Gischt auf. Bissig und immer an seinem Heck klebend wird er von Buggy No. 28, Markus „Specko“ Lehr, verfolgt. Wer wird diesen Vorlauf für sich entscheiden, es liegt Spannung in der Luft.

Letztendlich schafft es Stefan auf den ersten Platz und Markus schafft in diesem Lauf den 4ten Platz, im 2ten Qualifikationslauf wird sich Stefan auf den 3ten Platz und Markus auf den 8ten Platz. Alles ist offen, Spannung bleibt und alle warten gespannt auf den Finallauf am Sonntag. Aber es sollte doch alles anders kommen…

Einleitung

Wie immer habe ich diesen Rennbericht in mehrere Abschnitte aufgeteilt. Er ist – wie immer – viel „zu lang“. Vielleicht will es jemand durchlesen und erfreut sich an dem Text, was neben dem RC Rennen so stattfindet. Das Inhaltsverzeichnis kannst Du nutzen, um direkt in Abschnitte des Rennberichts zu springen.
Zu Nebenwirkungen frage Deinen RC Fahrer Freund oder den lokalen RC Modellbauhändler und ließ die Packungsbeilage bzw. Informationen im RC Modellbau, bleib „online“ und informiert 😉, denn
Rennen ist Leben, der Rest ist Warten!

Inhalt

YR.no

Das letzte Hessencup Rennen steht an und natürlich wird täglich die Wetter App kontrolliert. Aufgrund meiner Erfahrung aus anderen Hobby Bereichen kann ich hier jedem die Homepage „YR“ ( https://www.yr.no/en ) empfehlen.
Das Norwegische Meteorologische Institut und NRK stellen hier eine wirklich sehr gute und aktuelle Wettervorhersage vor. Nun könnte man denken, Norwegen ist ja nicht zentral Europa, das wird ja alles „nur grob“ für Deutschland passen, aber weit gefehlt.

Der Trick der Homepage ist, dass diese 2x bis 3x täglich ihre Daten aktualisiert, die Kurzvorhersage (ca. 60 Stunden), die Vorhersage 8 Tage (somit 1 Woche) aktualisiert.

Ein klasse Service und mit dem 60 Stunden „Linien Diagramm“ Darstellung ist es wirklich sehr oft in der Vergangenheit sehr zutreffend.

So kam es, das Tage vor dem Rennevent dieser Service mindestens 1x täglich kontaktiert wurde. Das Wetter veränderte sich von „wechselhaft“ zu „Sonntag und Montag Regen“ hin zu letztendlich „Freitag, Samstagvormittag und Samstagnacht Regen“.

BAB 3

Der Pulsschlag der Nord/Süd Achse auf der A3 war am Freitagabend deutlich zu spüren und so waren es einige Kilometer die es im „Stopp & Go“ voran ging und im zähfließenden Verkehr. Das normale Risiko einer stark befahrenen Autobahn am Freitagabend.

Letztendlich war es erst eine Baustelle bei Montabauer die ca. 25 km Stau verursachte und dann die kleineren Baustellen auf der Strecke zwischen Limburg a.d.L. und dem Wiesbadener Autobahnkreuz.

Aber da ich das Risiko kannte, musste ich eben schweren Herzens akzeptieren, dass ich für eine Strecke von 1 ½ Stunden an diesem Abend 2 ¼ Stunden benötigte.

Streckenverlauf

Teppich und Lehm Streckenbelag wechselt sich oft auf der Strecke ab, vor dem Fahrerlager zieht sich eine sehr lange „Start/Ziel“ Grade die in einer 90° Rechtskurve endet.

Es folgt eine kurze Grade die dann in einer 225° Rechtskurve übergeht, bei der besonders ist, dass sie eine Bodenwelle überspannt. Es folgt ein kurzes grades Stück, was ebenfalls eine größere Bodenwelle in sich verbirgt und eine 90° Rechtskurve, direkt danach eine flache Welle, dann eine kurze Grade und eine flache Dreiersprungkombination. Erneut eine kurzes grades Stück und ein großer Kamelsprung, in dessen Auslaufzone eine 2er Sprungkombination liegt. Nach der 2er Sprungkombination kommt eine Senk. Die Senke geht in eine 125° Kurve über, deren innerer Scheitelpunkt Kegelförmig erhöht ist, dann die Zeitschleife danach eine lang gezogene S Schikane.
170° Linkskurve und eine offene 45° Rechtskurve mit flacher Bodenwelle, 90° Rechtskurve mit einer in Wellen gehaltener Auffahrt auf einen Ecktabel.

180° Linkskurve auf dem Ecktabel und eine lang gezogene 8 Sprungkombination, die in einer 180° Linkskurve übergeht. Kurze Grade und eine steile 2er Sprungkombination in deren Auslaufzone eine 90° Kurve nach rechts folgt. Eine kurze Grade und eine 100° Rechtskurve, danach folgt eine lange S Schikane die in eine 180° Rechtskurve übergeht. Es folgt eine wellige Auffahrt zum zweiten Ecktabel, dieser stellt eine breite 185° Kehre da und es folgt eine 5er Sprungkombination die in einer lang gezogenen Linkskurve über geht und auf der „Start/Ziel“ Grade endet. 

Verkürzte Sonnenzeit

Grade bei dem September / Oktober Outdoor Rennen merkt man, wie sich die Sonnenstunden doch stark verkürzet. Kann man im Sommer noch bis fast 21 Uhr mit genügend Licht arbeiten, ist es in den herbstlichen Monaten bereits um 19 Uhr sehr dunkel.

Na ja, ich hatte eine kleine und gute Kopflampen dabei und zusätzlich war ja Bernd und Felix Spielberger schon da.  Sie begrüßten mich in tiefschwarzer Nacht, als ich bereits den Platz den sie reserviert hatten identifiziert hatte.

„Viele Hände, schnelles Ende“ und im Handumdrehen war mein Pavillon aufgebaut und wir hatten beide zusammengestellt. Aber es war eben auch stockdunkel Nacht und es war Regen vorhergesagt.

Gemütliche Teil

Gleich nachdem die Regenrinne zwischen en Pavillons fixiert war und alles grob aufgebaut war, ging es los. Da wurde über die ORE DM 2022 gesprochen, über das letzten Rennen in Bischhofsheim und über die letzten Wochen, Monate und Tage.

Vom Hölzchen, zum Stöckchen, zum Baum und Wald. So galoppierten wir mit unserem Geschwätz durch die Themen. Aber das gehört dazu, ohne das Zwischenmenschliche wäre ein Rennevent eben kein Rennevent. Es ist nicht verpflichtend und es zwingt einen niemand dazu. Natürlich empfinde ich mich als „sozial positiv“ eingestellt und ein nettes Gespräch ist ja immer gut.

An diesem Wochenende würde sich auch viel entscheiden, denn zwischen den ersten Plätzen der Hobby Klasse der Hessencup Fahrer war noch alles möglich und zwischen den ersten drei jugendlichen Fahrern des Hessencups war ebenfalls noch alles möglich.

Ab und an erkannte und begrüßte man noch andere Fahrer, die bereits am Freitag anreisten und verfiel in Gespräche. Schön, das hatte ich vermisst. 😃

Es trommelt aufs Zeltdach

Als ich mich in meinem Schlafsack auf die Seite drehe, hört mein geschultes Gehör das stetige und einprägsame Trommeln des Regens auf mein Zeltdach. Der gemütliche Vorabend ging etwas länger, 9 Uhr sollte “eigentlich” Fahrerbesprechung sein. Aber da es um 08:45 Uhr stark regnete, blieb ich gelassen und genoss die Ruhe.

Einsam gingen zwei Personen mit knallrotem und riesig erscheinen Regenschirm zwischen Fahrer Lager und Vereinsgebäude hin und her. Dann kam irgendwann auch Familie Spielberger zu meinem Zelt, ich solle doch noch mal nach meinem Pavillon schauen, es sei viel nass geworden.

Also schnappte ich mir kurz eine Sporthose und schaute mir die Bescherung an. Eine nasse Bescherung war es dann auch, denn es hatten sich vier Regen-Taschen gebildet, die dann an den Nähten durchtropften. Na ja, nach 6 Jahren Nutzung war das dem 24MX Pavillon auch zuzugestehen.

Also ging es jetzt nun darum, zu retten was noch zu retten ist. Alles hochstellen und das Dach mit zusätzlichen Abspannbändern so zu verstärken, dass sich keine Wassertaschen mehr bilden konnten, dabei hielt der Regen an.

Das Lustige daran war, das sich im Hessencup im Grunde grundsätzlich und immer lange Hosen trage. Aber an diesem Morgen als es regnete und herbstlich war, lief ich mit einem Bundeswehrregenüberzug und kurzer Hose herum. Ab und an ist das Leben schon ganz schön verrückt!

Eigener Verlauf

Nachdem die Urspungszeiten aufgrund des Regens die geplanten Zeiten nicht zu halten waren, wird ein Training ausgerufen. Erst ungläubig wird es für 11 Uhr angesetzt (statt 9 Uhr), doch aufgrund des anhaltenden Regens wird es dann nach hinten geschoben. Dann läuft im Fahrerlager das Gerücht herum, nach 14 Uhr wird ein Training starten. Ungläubig und die Regentropf beobachtend, fragen wir gegen 12 Uhr nach.

Es klart auf und die Rennleitung und der durchführende Verein entscheiden sich dazu, um 15 Uhr das Rennevent mit einem ersten Training zu starten. Die Sonne bricht durch und der Verein zaubert die Strecke mit persönlichem Einsatz seiner Mitglieder und dem Einsatz von Sägemehl in einen halbwegs fahrbaren Zustand.  Es ist wirklich Tatsache, um 15 Uhr startet der erste Trainingslauf der ersten Gruppe.
Ich hatte bereits ja am Morgen meinen 2019 gekauften O.S. Wettkampfmotor gegen meinen uralten O.S. Max „Regenmotor“ getauscht. Da jeder Motor mehr oder weniger bei Nässe leidet, habe ich es mir angewöhnt bei nassen und widrigen Wetterlagen einen Regenmotor zu nutzen, also einen Motor der im letzten Drittel seiner Lebens- und Nutzungsdauer ist.

Erstes Trainingslauf

Auf dem Aufwärmtisch läuft der Motor gut und dreht auch ohne größere Eigenarten hoch. Mein Helfer setzt den Buggy auf die Boxengasse, es ist Felix und über das Headset sprechen wir uns ab. Ich fahre durch, ich komme zum Tanken nicht vor Trainingsbeginn rein. Ich fahre aus der Boxengasse und gib Gas. Schon auf dem kurzen Stück bis zur Linkskurve merke ich: “Oh… der Motor läuft zu fett, viel zu fett!” Ich quäle mich und den Motor über den Pakur, aber ich leide mit Ihm. Er hört sich an wie ein Chorsänger, die die Nase bei Erkältung verstopft hat.

Ich fahre die Box an und spreche meinem Helfer über das Headset zu, wie viele Umdrehungen er den Motor magerer stellen soll. Mittlerweile hat Bernd Spielberger das auch mitbekommen und hatte mir bereits zuvor mit Gesten angezeigt, ich solle die Box anfahren.

Tanken und ab dafür, jetzt lief der Motor magerer und konnte mich gut über den Pakur bringen. Kein Vergleich zu meinem O.S. den ich sonst fahre, aber es reicht. Ich war auch verwundert, da ich trotz des schwachen Motors hier und da ein paar „Überholungen“ von anderen Mitfahrern einlegen musste, da viele mit den Begebenheiten der Strecke zu kämpfen hatten.

4 Runden ist erschreckend schlecht, aber als ich danach das Fahrerfeld beobachte sehe ich, es gibt auch Fahrer die unter dieser Streckenleistung liegen. Es war aber auch egal, es ging ja in erster Linie um das „Dabei“ sein.

Erster Qualifikationslauf

Die Sonneneinstrahlung und der leichte Wind, aber auch das Fahrerfeld hatte die Strecke jetzt gut trocken gefahren. Die Ideallinie hatte nun durchschnittlichen Gripp. Es staubte nicht, aber es war auch keine Matschschlacht wie in Linsengericht im Oktober 2021.

Es ging los, dieses Mal war der Motor angenehm zu fahren, wenn ihm auch hier und da der letzte Schub an Leistung fehlte. Ich brauchte 4x die Hilfe von Helfern und das ist auf der Strecke in Bischhofsheim ein wahrer Zeitkiller. Hier und da sah ich, dass aber auch andere Fahrer die Strecke nicht so gut anfuhren, wie sie es selber erwarteten.  Ich schaffte es trotzdem mit 5 Runden in dieser Gruppe den 4ten Platz. Schon einmal nicht schlecht mit Regenmotor auf einem Regenrennen.

Als ich nachher als Streckenposten die anderen Fahrer beobachte und wieder die kleinen Buggys an mir vorbei huschen sehe, kommt es wieder hoch das Gefühl. Hatte der Regen fast sämtliche Rennfahrerfreuden ertränkt, so war es jetzt wieder da, „Rennen ist Leben, der Rest ist Warten!“

Zweiter Qualifikationslauf

Ich stelle den Motor auf den Aufwärmtisch noch 1/16 Umdrehung auf der Hauptdüsennadel (HSN) magerer. Gleiches Spiel wie sonst auch, ich will nicht zum Tanken reinkommen und fahre los.

Ich komme zu Beginn gut rein, aber in der 3ten Runde komme ich nach dem 8er Sprungkombination zum Stehen, in der 180° Kurve stirbt der Motor ab. OK, kann ja mal passieren.

Nächster Versuch, aber hier stirbt der Motor wieder nach einigen Metern ab, nach dem 3ten Versuch gebe ich auf, er will grade nicht und ich schaffe insgesamt lediglich 2 Runden in die Wertung.

Das ist schlecht und es ärgert mich, dass mein Regenmotor eine solche Zicke unter Leistungsabforderung ist.

Heute steht nur noch der Jugendlauf an, daher schnappe ich mir kurz nach der Reinigung Bernd Schmidt, der Mann in Latzhose, Hessencup Leiter und Motoren Guru um mit seiner Hilfe den Motor „lauffähig“ einzustellen. Gemeinsame Erkenntnis: „Der hat wenig Kompression und Zickt rum!“, also das was ich erwartet hatte, aber für einen Finallauf und einen Vorlauf wird es wohl noch reichen. Aber auch das ist eben Rennevent, es gibt im Grunde immer „Wissensträger“ und sie helfen gern, man muss eben nur den Mut und die Courage haben zu fragen.

Fazit

Trotz Motorzicken und widrigen Streckenverhältnissen konnte ich mich in den Qualifikationsläufen behaupten. Das ist auch der Zuverlässigkeit des Serpent Cobra SRX8 Buggys zu verdanken, der sich auch auf diese Streckenverhältnisse einstellen ließ und mit Verlässlichkeit und Präzession überzeugte.
Für mich ein etwas nasser und nicht zufriedenstellender Saisonabschluss des Hessencups, aber fürs Wetter kann niemand was. So konnte ich auch gleich meine “Regenreifen” Waschschalen ausprobieren, also ein Metallgitter in einer Schale mit Wasser, um die Reifen schneller, als mit bloßen Händen, sauber zu bekommen. Natürlich hätten sich alle über spannende Finalläufe und einen runden Abschluss gefreut, aber Dank der Erfahrung des Teams Rennleitung / Zeitnehmer und der Mitglieder des ESV Bischofsheim e.V. waren trotz der langen Regenphasen zwei Qualifikationsläufen und ein Jugendlauf möglich.

Die Nacht

Es ist ja bereits Anfang Oktober und das merkt man auch, der Jugendlauf findet bereits in Dämmerungslicht statt. Danach geht es an die Grundreinigung des Buggys. Wir philosophieren noch, ob man nicht vielleicht doch jetzt den Regenmotor demontieren sollte und wie wir Essen und Trinken organisieren.

Es freut mich, dass die Rennfahrer Familie Spielberger und ich ein gut eingespieltes Team sind. Während Bernd Spielberger die Buggys von Felix „in Schuss“ bringt, ich mein Pavillon aufräume und die wichtigen Sachen im Pavillon so verstaue, dass nichts „überschwemmt“ werden kann, diskutieren wir, was und wie wir essen wollen.

Letztendlich ist es dann eine örtlich ansässige Pizzeria, wobei das Lotsen des Pizza Lieferanten dann noch einmal ein wahres Abenteuer war.

Dann geht es noch durch das Fahrerlager und es wird noch ein Lambrusco getrunken.

Eher zur inneren Bestätigung schauen wir noch einmal auf das Regen-Radar und die Wetter App. Es hieß, um 14 Uhr am Sonntag oder später würde der Regen kommen, aber alle von uns gesichteten Apps hatten sich aktualisiert. Es sollte bereits in der Nacht stark zu regnen beginnen.

Wir entschlossen uns, bereits alles was möglich ist, in die Pkws zu packen. Sollte es dann am Sonntag doch gutes Wetter sein, würden wir es einfach wieder auspacken.

Was’n da los

Wer den Blog kennt, der weiß, dass ein normaler Rennbericht so ca. wenige Tage bis maximal zwei Wochen Zeit in Anspruch nimmt. Dieser Rennbericht und der – noch – folgende fallen da aus dem Rahmen und das ist primär meiner „Real Life“ Alltagsauslastung geschuldet. Trotz dieser Auslastung bleibt das Gefühl „Rennen ist Leben, der Rest ist Warten!“ und auch die Verbundenheit zur Familie des Fahrerlagers.
Ja „Familie“ trifft es, denn wenn ich mich an die ersten RC Rennen erinnern kann, kannte ich niemanden. Über die Zeit haben sich Freundschaften entwickelt und man freut sich, sich wieder zu sehen, an jedem Rennevent, an jedem Tag, jede Stunde im Fahrerlager. Weil es so ist und weil man dieses Gefühl eben nur schwer in Worte und in Text erfassen kann.

Somit besteht abschließend keine Gefahr das die Begeisterung von „Beside the Race“ ausgetrocknet oder verödet ist. Nein, weiß Gott, dass ist sie nicht.

Keep Racing!

In’s Wasser gefallen

Bereits in der Nacht gegen 1 Uhr hatte es leicht begonnen zu regnen. Laut Wetter App sollte es dann ab 7 Uhr für einige Stunden Regnen. Irgendwann in der Nacht pilgerte jeder von uns gesättigt und in Erwartung was der Morgen bringen würde in das Schlafgemach.

Und es war dann leider so, wie es die Wettervorhersage angezeigt hatte. Am Sonntagmorgen regnete es Bindfäden und es stand sehr schnell viel Wasser auf der Bahn. Die Rennleitung wartete noch eine gewisse Zeitphase ab, aber es war dann relativ schnell am Morgen klar, dass es keine Finalläufe geben würde.

Im strömenden Regen musste ich nun Tetris im Einräumen meines Pkws spielen und mein Schlafzelt abbauen. Mir war hier nur wichtig, nicht in „Abreisepanik“ zu verfallen, denn der Sonntag war ja so oder so durch, denn die Finalläufe konnte man nur noch mit einem RC-Boot bestreiten, aber eben nicht mit einem Buggy auf 4 Rädern.

Abreise und Schnack

Dann ging es doch schnell. In Teilen saßen vereinzelt noch hier und da welche unter den Pavillons, wieder andere hatten erst gar nicht mehr aufgebaut und andere waren dann auch schon weg. Siegerehrung in der Grillhütte des ESV-Bischofsheim e.V.

Dann noch hier und da verquatscht, aber das gehört dazu und wenn man dann schweigend und ohne Worte den Platz verlassen würde, wäre es für mich auch kein Renn Event.

Meine Klimaanlage brauchte einige Meter, um die im VW Golf mit eingebrachter Feuchtigkeit von den Scheiben zu bekommen, aber es ging dann wenigstens ohne Stau zurück nach Hause. Nachmittags lachte dann noch – wie zum Hohn – die Sonne vom Himmel.

Die Würfel sind gefallen

„rien ne va plus“ wie man es beim Roulette sagt. Im Frühsommer hätte niemand gedacht, dass sich die Platzentscheidung unter den Top Plätzen der verschiedenen Klassen im Hessencup in zwei gewerteten Qualifikationsläufen entscheidet.  Das ist nicht schön, aber es ist eben Rennsport und das Wetter hat niemand im Griff.

Hatte ich so auch noch nicht, dass am Ende einer Saison die ersten Plätze doch so knapp umkämpft sind und es sich dann in zweimal fünf Minuten „Rennzirkus“ entscheidet.  Es zeigt auch, dass im Motorsport alles eben nur zu einem gewissen Teil „planbar“ ist. Oft ist Rennleiter „Schicksal“ und „Wetter“ dann doch das Zünglein an der Waage.

Natürlich gleich hier meinen herzlichen Glückwunsch an alle Podiums Plätze des Rennens am 01.- 02. Oktober 2022 beim ESV-Bischofsheim e.V. und der diesjährigen – mit acht Rennen – beachtlich umfassenden Hessencup Saison 2022.

Hier die Ranglisten des Hessencups 2022, vielen Dank an Zan Buljan für die Erstellung und Bereitstellung in Facebook: Link (Link auch ohne Facebook einsehbar)

Interesse

Die Leser die ein wenig mit gelesen haben und Interesse nach mehr verspürt haben und sich fragen:
„Könnte ich da nicht auch teilnehmen?“

Ja DU kannst!
😃

RC Rennen, dass kannst Du ganz einfach auch!

Eine Rennteilnahme ist so einfach, alles was Dich ggf. an der Teilnahme hindert sind Vorurteile, falsche Ängste und das bisschen fehlender Mut einmal etwas Neues zu probieren! Es ist viel leichter als man selber denkt, einmal Blut geleckt und man ist dem Rennzirkus verfallen.
Wer auch nur den Hauch eines Interesses verspürt, sollte einmal diesen Blogeintrag lesen, denn die eigene Teilnahme ist viel leichter als gedacht….

Schau Dir dazu diesen Blog an:
👉  “Rennteilnahme ist einfach!”  👈

Der Verein

Der ESV Blau-Gold Bischofsheim 1958 e.V. ist im Grunde ein „Eisenbahnmodellbau” Verein. Die Abteilung Automodellsport-Offroad wurde 2005 durch 15 Gründungsmitglieder und deren finanziellen Einlagen ins Leben gerufen.
Es gibt eine reine 1:10 Elo Offroad Teppich Strecke und eine 1:8 Offroad Strecke die sehr bekannt ist. Der Verein bietet Gastfahrertagemit und ohne Camping an und hat eigentlich ein „Rund um Glücklich“ Service. Er liegt im Nahbereich bei Bischofsheim und dort im Industriegebiet.



Es fehlt noch was…

Irgendwann sitze ich im Auto und rolle langsam Richtung Autobahn und hier kommt mir wieder der Gedanke. Es ist nicht selbstverständlich dass ein Rennen in dieser Form überhaupt stattfinden kann. Nein hier müssen Stunden an Arbeit in die Vorbereitung der Strecke gesetzt werden und der stetige Essens und Getränke Bereich ist ebenfalls eine freiwillige Arbeit des Vereins. Das wieder Aufbereiten nach jedem Regen der Strecke und die allgemeine Organisation des Rennens Bedarf helfende Hände die in der 2ten und 3ten Reihe stehen, aber die man benötigt um ein solches Rennen stattfinden zu lassen. Nur wenn wir Fahrer, sowie Helfer und Helfer in der zweiten Reihe haben, können wir dieses Hobby so betreiben wie wir es als angenehm empfinden und nur mit aktiven Verein und aktiven Strecken können wir den Sport Leben. Vielen Dank

Links:

Hier noch einmal die Homepage des Vereins:
ESV Blau-Gold Bischofsheim 1958 e.V. Abteilung Automodellsport Off-Road
RC Strecken Homepage -> Klick mich
Facebook Seite des Vereins -> Klick mich

Homepage des Hessen Cups:
http://www.hessencup.de/
Facebook Gruppe RC Hessencup -> Klick mich

Rennberichte:

Alex Knopp -> Link
Nadine Zemke-> Link
Felix Spielberger -> Link

Anke Müller -> Link
Jens Becker -> Link

Mika News Artikel “Der 8te Lauf des Hessencups…” -> Link

Ergebnis:

Hier geht es zu den digitalen Ergebnislisten des Rennens -> Klick mich

OR8 Expert

  1. Cantarero Maximilian
  2. Nikolas Schmitz
  3. Markus Müncheberg

OR8E

  1. Alexander Braches
  2. Julien Schmidt
  3. Vladislav Schiopu

OR8 Hobby

  1. Björn van Beest
  2. Stefan Leichner
  3. Stefan Matas

Jugendlauf

  1. Frane Buljan
  2. Felix Spielberger
  3. Colin Lübke

Hinweis des Verfassers:
Die Galeriefunktion von WordPress skaliert die Fotos ab und an unvorteilhaft. Aber mit den normalen Internet Browsern kannst Du “Öffnen im neuen Fenster“ auswählen und das Bild wird in Originalgröße und original skaliert angezeigt.

Beteilige dich an der Unterhaltung

3 Kommentare

  1. Mega Bericht und Klasse Hessencup Saison mit dir. Macht einfach riesig Spaß mit dir! Bis bald, Beste Grüße

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