Wochenende im Rennfieber…
Messecup Leipzig auf der Spielwarenmesse in gleichnamiger Stadt…
Es ist 23:30 Uhr… Sonntag und ich blicke auf ein erfolgreiches, absolut interessantes und für mich emotionales Wochenende zurück.
Messecup

Das einzige in Deutschland stattfindende Rennen mit Verbrenner-Modellen aus dem Offroad Bereich im Maßstab 1:8 auf einer großen Hobby & Spiele Messe, mehr müsste ich nicht schreiben denn das ist bereits Sinn und Zweckmäßigkeit genug.
Wer schon einmal auf diesem Messecup war und die Zuschauerreihen rund um das Absperrgitter erleben konnte, wenn sich dort Kinder, Erwachsene, junggebliebene Väter, Großeltern und einfach Zuschauer ans Gitter drücken um noch etwas sehen zu können…
…weiß man, dass dieser Messecup Leipzig einem Leuchtfeuer gleichkommt. Einem Leuchtfeuer, dass unser Hobby der allgemeinen Gesellschaft hautnah und live vor Augen führt. Kaum eine regionale Rennveranstaltung kann diese Zuschauerzahlen und diese Aufmerksamkeit erreichen.

Vorgeschichte

Ich war 2016 bereits da und wurde im Bereich OR8 dritter Vorletzterer. Im Finale war mir aufgrund eines falsch eingestellten Zahnspiels das Hauptantriebsrad auf dem Mittel Diff defekt gegangen inklusive der Kupplungsglocke. Die anderen de noch weiter unten n der Rangliste waren, waren lediglich mit noch weniger Runden und mit technischem Defekt ausgefallen.
Durch ein wenig Glück konnte ich in 2016 aber bei der Carrera Challenge Tour die Tagesbestzeit fahren.
Früh erfuhr ich, dass die Firma Carrera (Slotcar Racing) nicht auf der Messe in Leipzig vertreten sein würde. Da mir aber das Drumherum 2016 so viel Spaß gemacht hatte, war klar… 2017 bin ich dabei. Ich grübelte mit mir noch, ob ich mit der Cobra 811 oder der neuen Cobra SRX8 antreten sollte. Trotz des zu erwartenden Materialverschleißes entschied ich mich für die SRX8… nach dem Motto „YOLO“.
Eine verrückte Idee durchtrieb mich die Woche vor dem Messecup. Ich dachte mir, vielleicht kann man ein wenig den Flairs, ein wenig des Zusammenhalts und ein wenig des Familiengefühls mit der Kamera einzufangen. Ich entschied mich dazu, meine Aktion Cam mit zu nehmen und entschloss mich kurzfristig dazu, einige Leute mit Gesprächen zu nerven… einfach um dem „Wald-, Wiesen- und Parkplatzfahrer“ einmal mehr zu zeigen… „Die kochen auch nur mit Wasser und eine Rennteilnahme ist eigentlich leicht…!“

Vorbereitung

Es waren wieder einige Nachtschichten, ich befüllte alle Diffs neu und veränderte mein Setup noch einmal Grundsätzlich. Vielen Dank an Udo Eckes für die grundsätzlichen Setup Tipps. Dann baute ich mir noch einen Motorschutz und einen Dämpferbrückenschutz, denn ich wusste… auf dem Dach werde ich wahrscheinlich schon das eine oder andere Mal parken.

Anreise

Um 2:30 Uhr klingelte der Wecker und um 3 Uhr rollte der voll bepackte Golf vom Hof. Da ich 2016 ein ungewolltes Passfoto mit 120 km/h bekommen hatte, hatte ich mir dieses Mal die Blitzer.de App schön zusätzlich auf aktiv geschaltet. Ich kam ohne Stau und sogar ohne Berufsverkehr bis zum Messegelände durch.

Ankunft

Grünes Bändchen gab es schon bei der Zufahrt und dann traf ich Jürgen (John Igelgrube) schon früh im Fahrerlager… kurzes Umsetzen und Tisch aussuchen, das Fahrerlager war noch relativ leer. Aus dem letzten Jahr hatte ich mein mit genommenes Material noch einmal anpassen können. In Windeseile war der Schrauberplatz eingerichtet und … los ging es…
Isa passte mich gleich ab und teilte mir mit, dass meine konstruktive Kritik aus dem Vorjahr auf offene Ohren gestoßen sei, man aber letzten endlich nicht die verschiedenen Modelle bereitstellen konnte und es dann auch zu knapp war. Ja… nun… diese 4 min. Fahrzeug Show sollte ja grade nicht das Orga Team organisieren, denn die machen ja schon einen klasse Job mit wenig Leuten. Aber es sei wohl auch ein Grund gewesen, BJARNE HØLLUND als Moderator einzuladen.

Freies Training

Freies Training lief an, Jürgen in Grupp 2, ich in 6 und Jörg in Truggy und Elo Buggy. Der alt bekannte Rhythmus fing an… Fahren, Setup anpassen, reinigen Reparatur und Helfer…
Am Freitag lief ich dann noch ein wenig nervös und zögerlich mit der Aktion Kam rum. Aber irgendwann dachte ich mir „so what…!“ Wenn es einen andere Fahrer nervt, egal… ich mache das ja, um später mit dem Video anderen Modellbau Interessierten dieses Hobby näher zu bringen. Das war aber auch eher um mich selber zu beruhigen, denn auf Ablehnung im Fahrerlager bin ich nirgends und nie gestoßen.
Nach 2 freien Trainings werden die Gruppen noch einmal angepasst und man fährt in einer gleich starken Trainingsgruppe.
Jörg hatte mit seinem Elo dann noch einige Probleme.. Antriebsstrang locker und Regler zu heiß… Er war in dieser Phase mehr Modellbauer als Fahrer.

Es wird spät

Fahrerbesprechung, letzte Setup Änderungen und Bjarne bringt noch ein… Vorlauf am Freitagabend nicht, aber ein freies Training. Dann geht es auch schon los…
Beim Einpacken sah ich noch, das Markus Reise anreiste, den kannte ich durch das YouTub Video „Start the Race 1,2,3!“ kannte, kurz hin da und Ihm sagen, dass ich das Video total toll fand. Er war etwas verdutzt, aber dann doch positiv berührt.
Abfahrt zur Tankstelle… ich glaube mit dem letzten Tropfen im Tank, da ich auch noch eine Abfahrt falsch nehme. Um 22:30 Uhr, nach dem Besuch eines abgelegenen Postbank Geldautomaten erreiche ich den Campingplatz und werde via Handy vom Campingwart in dunkler Nacht gelotst, wo ich mein Zelt aufbauen könnte.
Um 23:40 Uhr liege ich nach einem kleinen Abendessen und der Sichtung der ersten Videos im Schlafsack… es ist aber trotz des Datums relativ warm.

Samstag

5:30 Uhr Klingelt der Wecker… ich bin doch verwundet, denn im Gegensatz zu letztem Jahr wird das Sanitärhäuschen zu so früher Stunde doch von einigen Campern besucht.
An der Messehalle gab es etwas Tumult, anscheinend hatte die Security nicht die nötigen Infos und blockte die Fahrer am Tor ab. Nach einigen Gesprächen ließ man uns dann doch gewähren und wir standen im Vorraum der Halle. Die Halle war noch einmal mit eine dicken Kette gesichert. Ich dachte mir: “Immerhin, da holt keiner was raus, ist ja sicherer als mein eigenes Auto!“ Nach nun weiteren 4 min. kam ein leicht gestresster Hallenwart an und schloss aus…
Nun füllte sich das Fahrerlager und die ersten Vorläufe fingen an. Etwas beschämt stellte ich vom Fahrerstand fest, dass mein linkes Hinterrad einen eigenen Willen erhalten hatte und davon rollte. Zum Glück direkt vorn an der Zeitschleife… runter vom Fahrerstand, kurzer Blick… Radmutter gesichert…und Oh Shit… ich hatte keine Radmutter angezogen… Schrauberfehler. Ich legte die SRX8 der technischen Abnahme vor, hatte jegliches Zeitgefühl verloren. Als ich mich umdrehte stand Jörg mit einem Radmutterschlüssel da und sagte. „Du hast doch noch 3 min…!“ Ja dann… fest drehen und ab dafür.
Die anderen 3 Vorläufe konnte ich gut fahren, und ein wenig meine Rundenzeit verbessern. Ich musste mich aber stark konzentrieren, versuchte noch einmal andere Federn und ein wenig die Anpassung der Bremse.
Jürgen hatte an diesem Tag wirklich Pech. Bei einem Vorlauf Kupplungsglocke in Einzelteile gesprengt, dann beim nächsten reist der Spritschlauch und dann ging er irgendwie aus. Das tat mir leid, war es doch für uns alle der Saisonabschluss.
Nun musste ich mir auch ein wenig ins Gewissen reden… mach ich nun ein Video oder nicht… ich mache es und mit wem fange ich an… na ja… Norbert Rasch stand recht „allein“ an seinem DMC Messestand. Also hin da und schnell erklärt was ich wollte. Alles kein Thema und Klappe die Erste ging in die Kiste. Nach einer schnellen Sichtung des Video kam ich zu dem Schluss, dass müssen wir noch mal machen, aus 1,5 m Entfernung konnte man nichts mehr hören. Aber auch dafür hatte Norbert Verständnis.
Für mich war jetzt das Eis gebrochen und da ich ein wenig Vorbelastet bin bzgl. Moderieren und so… jetzt ging es nur noch darum, die nächsten Interview Opfer zu identifizieren und an zu sprechen.
Vielen Dank an Norbert Rasch, Michale Krüger und Ralf Bauer, Isabelle Becker, BJARNE HØLLUND und das „Zentrum der Macht“ 😉 Marcus Krause, Steven Nortdorf und Andreas Liebermann… für sehr interessante und aufschlussreiche Gespräche. Das Video wird bestimmt ganz schlecht… – jetzt kann ich noch tiefstapeln, wenn es dann wiedererwarten doch halbwegs wird, ist es OK – .
Dann gab es ja noch eine Fahrerbesprechung und eine Tombula. Nachdem das alles durch war und auch die letzten Gespräche im Kasten, Jörg und Jürgen waren schon weg, überprüfte ich mein Setup und stellte alles auf den Finallauf ein. Ich war mit meiner Rundenzeit weiterhin 2-3 Sekunden hinter dem Fahrerfeld. OK… egal… dabei sein ist alles…

Ab in’s Zelt

Im Zelt angekommen flitzte ich zur Entspannung noch einmal unter die Dusche. Mein Körper hatte den Schlafentzug mit etwas Kopfdruck quittiert. Beinah wäre ich beim Sichten der Videos eingepennt, aber im fast Halbschlaf stellte ich noch den Wecker ein.

Finaltag

Im Nieselregen baute ich mein Zelt ab, lieber Petrus, musste das sein?
Mir tat es leid, das Jürgen erneut aufgrund einer defekten Kupplung nach wenigen Runden ausgefallen ist, dass hatte er nicht verdient.
Pünktlich stand ich an meinem Schraubetisch… das 16tel Finale A… Vom Gefühl her brauchte ich etwas zu lange um einen Runden Rhythmus zu finden, daran muss ich noch arbeiten. In den 15 min. Rennen leerte sich der Fahrerstand… 3 oder 4 Ausfälle waren zu verzeichnen. Somit lag ich – zu meiner Überraschung –auf Platz 5. Als der Nummer zwei dann noch der Motor aus ging und die Starterbox im Fahrerlager geholt wurde, wäre fast der 4te Platz in Aussicht gewesen. Aber dafür war ich die 13 min. zuvor zu langsam gewesen. Na, die nächsten 30 min. hatte ich trotzdem ein Grinsen im Gesicht, denn scherzhaft meinte ich noch zu meiner Boxencrew vor dem Rennen: „Wenn ich hier aufsteigen will, dann muss es ja 6 Ausfälle geben!“
Langsam packte ich meinen Schrauberplatz zusammen und versuchte noch einige gute Aufnahmen hin zu bekommen. Dann schnappte ich mir noch Sebastian Winterstein und Markus und Ilias Reise und somit weitere Interviews. Auch hier noch einmal vielen Dank für die netten Gespräche.

Heimreise

Nach 5 Stunden bin ich zu Hause, dieses Mal ohne Stau – nicht wie 2016 -. Nun noch Auto auspacken und Bett.

Beside the Race

Wenn der „Danke“ Beitrag zu dem Messecup 2016 die Geburtsstunde von „Beside the Race“ ist, so ist der Besuch und das Filmen von Interviews auf dem Messecup Leipzig 2017 das „Laufen lernen“. Beim Messecup 2017 hatte ich erstmalig eine Action Cam dabei und filmte einige Abschnitte. Ich musste später schmerzhaft erfahren, dass Soundqualität und Filmqualität eines China Klons nicht an die Qualität von gutem Equipment kommt… aber dazu dann später mehr.

Platzierungen

OR8
1 Steven Schöniger
2 Aaron Rönick – Mugen
3 Sebastian Winterstein – Mugen
4 Philipp Lütgert – Kyosho
5 Tom Sommer – Mugen
6 Yanic Grieger – Agama A215SV
7 Maik Radsch – HB D817
8 Florian Müller – Mugen
9 Johannes Klett – Mugen
10 Steven Sattler – Losi
11 Ronny Schiffner – Agama A215SV
12 Nico Caspari

ORT
1 Johannes Klett
2 Damiano Muscella
3 Ronny Schiffner
4 Steven Sattler
5 Leony Schwinkowski
6 Frank Grieger
7 Niklas Bannach
8 Lennart Wissel
9 Lucas Krappmann
10 Stev Krause – HB D817T
11 Max Heydenreich – Asso
12 Stefan Dürkop – Losi

ORE8
1 Philipp Lütgert – Kyosho
2 Nicolaas Burleigh – Kyosho
3 Maik Radsch – HB E817
4 Florian Müller – Mugen
5 Benjamin Marks – Asso RC8B3.1
6 Florian Kaczmarek – Asso RC8B3.1
7 Moritz Krüger – Mugen
8 Rene König – Mugen
9 Tim Donk
10 Illias Reise – Agama A215E
11 Jonas Rickmann – Agama A215E

Glückwunsch!

MesseCup Leipzig

Das MCL Team ist wirklich eine nette, zuvorkommende und erfahrene Truppe. Es steht Kaffee, Snacks zu normalen RC Regional Cup Preisen – nicht zu Messepreisen – zur Verfügung. Auf Orgafragen wird mit Ruhe und Umsichtigkeit reagiert und ja, es werden sogar Lautsprecherboxen verschoben – Insider – . Seit nun 2 Jahren ist die Reifenregelung klar und eindeutig.
Der Moderator Bjarne Høllund ist einfach eine wahre Wucht. Er interviewt und befragt die Fahrer vor dem Lauf für die zahlreichen Zuschauer an der Strecke und Erklärt gewisse Eigenarten des RC Rennsports, eine einfach einzigartige Bereicherung im MCL.
Der Schritt hin zum Life Stream und zur zusätzlichen Moderation ist angemessen und sollte in den kommenden Jahren ausgebaut werden. Denn die Akzeptanz unseres Hobby’s in der Gesellschaft wird weniger und grade Verbrenner und Offroadstrecken haben es nicht leicht, in diesen Zeiten sollten alle eng zusammen stehen.
Es gibt einen wahnsinnigen und immensen Punkt den der MCL einfach hat:
Es ist das einzige OR8 Indoor Rennen auf einer Messe in Deutschland das es noch gibt, es hat damit mehr Publikumsverkehr wie der besten organisierteste Regionale Cup und die DM; und hat somit einen unschätzbaren Wert für das Hobby RC Rennsport. Es ist somit der einzige Punkt, wo sich unser heißgeliebtes Hobby in Szene setzen kann. Auch wenn wahrscheinlich kein Zuschauer direkt zu Norbert Rasch an den Stand des DMC geht und Mitglied werden will. Wir können nur schätzen, wie viele von diesen Besuchern morgen, nächsten Monat oder nächstes Jahr, der ein oder andere YouTube Zuschauer den Mut bzw. die Motivation aufbringt, in dieses Hobby ein zu steigt.
Es ist die einmalige Chance für einen „gemeinen“ Rookie Fahrer gegen DM Teilnehmer messen kann oder bei einer Tasse Kaffee oder einer Rennpause mit den Fahrern und Hobby Vertretern in’s Gespräch zu kommen.
Als kleines Trüffelstück gibt es den freien Eintritt und das Ambiente dazu.

Danke

Danke für die helfenden Hände im Hintergrund. Für die Personen die auch gern Fahren würden, es aber nicht tun weil sie in anderen Tätigkeiten gebunden sind. Helfer die man nicht sieht, ohne die es ein solches Event aber nicht geben würde. Großer Dank geht somit an alle die aktiven Mitgestalter des Rennwochenendes, Moderator, Orga Team, Presse, den Zeitnehmer und die Rennleitung. Jeder freiwillige Helfer ist wichtig, denn ohne diese geht es nicht.

Links

Homepage MCL
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News Bericht:
MikaNews

Beside the Race
Beside the Race auf dem Messecup Leipzig

Link zur Playlist: Link

Interesse

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