Nasser “Warm Up” 2019…

Es grünt so grün wenn in Bischofsheim der Regen fällt.

Nervös schweift mein Blick über den Bildschirm. Ich beobachte die Gradzahlen der Temperaturanzeige die die nächsten Tage auf uns zukommen werden, und bin erstaunt über die hohe Regengefahr. Dann muss ich schmunzeln, denn es ist so wie vor jedem Rennen, Tage vorher überprüft man in der von einem favorisierten Wetterapp das Wetter.

Regen

Während der Anreise über die A3 arbeiten meine Scheibenwisch auf Hochtouren, Regen prasselt auf meine Windschutzscheibe und Mann ist besorgt ob heute überhaupt noch ein Rennen bzw. Vorläufe stattfinden. Der eigentliche Start war für 8 Uhr vorgesehen doch er wird von der Rennleitung erst auf 11 Uhr und dann auf ca. 13 Uhr verschoben, die Strecke ist einfach zu aufgeweicht. Den ersten freien Trainingslauf nehmen viele Fahrer nicht war einige, vereinzelnde nehmen trotzdem die Bürde auf sich und werden von allen anderen Fahren beobachtet, denn das Interesse ist natürlich groß festzustellen, wie aufgeweicht die Strecke ist. Es kommt zu einen Training und dann direkt einem Vorlauf, danach setzt erneut Regen ein und am Freitag wird es zu keiner weiteren Fahrt auf der Strecke kommen. Auch in der Nacht kommen noch einmal zwei Regenschauer über Bischofsheim und es ist doch im Allgemeinen gesehen sehr nass. Am Samstag trifft die Rennleitung die Entscheidung möglichst schnell Vorläufe abzufahren um somit wenigstens die Chance zu haben, ein Rennen stattfinden zu lassen. Aber auch am Samstag wirft uns der Regen um Stunden zurück bzw. klaut er uns diese Stunden dabei den starken Regenfällen an einem Fahren auf der Strecke nicht zu denken ist. Abends kommt dann noch einmal die Sonne raus so dass wenigstens das Grillen und das gemeinschaftliche Zusammensetzen im Sonnenschein möglich sind. Währenddessen ist für Sonntag ab 14 Uhr Regen vorhergesagt, doch haben wir Glück der Regen bleibt uns fern vereinzelte Tropfen finden noch einmal den Weg zum Boden aber es ist weiß Gott nicht so nass wie die Tage davor und der Regen ist nun endgültig Geschichte.

Man kennt sich…

Ja, man kennt sich eben. Das ist so bei überregionalen Rennen die außerhalb eines Sportkreises stattfinden. Innerhalb eines Sportkreises ist es schon ein familiäres Verhältnis zwischen den Fahrern. Bei solchen Veranstaltungen wie z.B. dem internationalen WarmUp oder den MesseCup Leipzig treffen meist immer die Fahrer die überregional tätig sind aufeinander und es sind oft immer ungefähr die gleichen 60 Fahrer. Aus diesem Grund kennt man sich und da ich sowohl im HessenCup, als auch im NRW-Cup aber auch auf dem MesseCup Leipzig starte, kenne ich im Fahrerlager vom Sehen viele und im Gespräch persönlich einige und es ist ein lustiges „Begrüßen“ in den ersten Stunden des Freitag morgens.

„Schön Wetter Fahrer“

Das könnte man denken, „Schön Wetter Fahrer“ das sind sie alle die Wettkampffahrer. Nein, in Wirklichkeit weiß jeder der Fahrer das ein Fahren bei hohem Nässegehalt der Strecke für das Auto für den Motor und insbesondere für alle Lager nicht nur schädlich sondern einfach Material fordernd ist. Das bedeutet wenn das Auto einmal richtig nass ist, kriecht die Nässe in jedes Lager und jedes Lager wird dieses mit Rost oder mit einstellen seiner Gleitfähigkeit zurückzahlen. Aus diesem Grund kalkuliert jeder Fahrer sehr genau ob er im Regen fährt oder ob ihm die erreichten Fahrleistungen ausreichen um bei einem gegeben Falls stattfindenden Rennen einen guten Startplatz zu haben.

Geklemmter Motor

„Du kommst mit einem frisch geklemmten Motor zum Rennen?“ Dann treffe mich vorwurfsvolle Blicke. Mir war in diesem Augenblick gar nicht klar, dass ein frisch geklemmter Motor erst einmal einige Tanks benötigt um wieder einwandfrei und verlässlich zu fahren und mir war ebenfalls nicht klar dass man eben genau diese Zeit mit 2 Tanks auf einem Rennen nicht wirklich hat. Eines habe ich auf jeden Fall aus dem WarmUp gelernt, besser ist es immer vorher mit dem Motor und dem Modell ein paar Testrunden auf einer Strecke zu fahren, vor dem ersten Rennen damit wenigstens dieser Parth halbwegs verlässlich funktioniert.

Motor Support

Philipp Schwabe hatte mitbekommen, dass sie Probleme mit meinem Motor hatte und kurzerhand war er motiviert und stellte mir einen NOSRAM Motor auf den Tisch und sagte er könne mir diesen für den Finallauf am morgigen Tag leihen. Ich bedankte mich und lehnte zuerst ab. Dann fragte mich Bernd Schmidt, warum ich diesen den ablehnen würde wenn mein Motor doch nicht liefe. Ich erklärte ihm die Logik, der Motor würde ja mindestens fünf Minuten laufen und dann müsste ich eben öfters Tanken oder mein Helfer öfters laufen. Gelächter bestätigt die Antwort und eine Begründung, dass diese Logik für ein Rennen weiß Gott nicht erstrebenswert ist. Ich zögerte, doch dann bitte ich Philipp Schwabe doch um den Nosram Motor und setzte mich an meinen fast aufgeräumten Tisch und fing an zu schrauben. Während des Schraubens philosophieren wir ob wir nun hier im Fahrerlager grillen wollten oder vorne an den Wohnmobilen, da ja ab und zu immer mal ein Regenschauer über diesen Platz und über Bischofsheim hinweg fegten. Markus Wende kam mit Peter Schmitt in das Pavillon und schauten sich den NOSRAM Motor an. Peter Schmitt erzählte dann von seinem LRP Motor, „dem Blauen“ und sagte dieser sei ja noch nie ausgegangen und sei einfach top. Nach einigen weiteren positiven Begründungen bietet er mir an den LRP doch morgen für den Finallauf zur Verfügung zu stellen. Zu dieser Zeit hatte ich den anderen Motor fast eingebaut und überlegte nun, mit fragenden Blicken was ich machen sollte, dabei wurde ich von ungefähr fünf Fahrern die alle schon ihr Material verstaut hatten beobachtet und kommentiert. Letztendlich hatte ich mich für den LRP entschieden und baute nun schnell noch diesen aus dem Truggy aus, den mir Peter Schmitt aus dem Bereich der Wohnwagen geholt hatte. Ich bedankte mich bei Philipp Schwab für seine Aufopferungsbereitschaft und gab ihm seinen Nosram Motor und den Sprit zurück.
Ich möchte mich auch noch hier einmal in aller Deutlichkeit für diesen genialen und wohl auch einzigartigen Motoren Support bedanken. Nun sage doch noch einer unter den RC Rennfahrern sei keine Hilfsbereitschaft vorhanden oder man würde sich gegenseitig nichts gönnen, so etwas hatte ich wirklich noch nicht auf einem Rennen in der Deutlichkeit zu spüren bekommen und freute mich natürlich über diese Hilfsbereitschaft der anderen Fahrer, vielen Dank.

Das Boot

Hier und da tropft es von Pavillondächer, zwischen den Pavillondächer entstehen kleine Wasserfälle und auf dem Boden bilden sich Pfützen. An dem Pavillon Seiten laufen kleine Rinnsale, die der Regen immer wieder neu vom Pavillondach mit Wasser speist. Ich gucke kurz um mich und lasse meinen Blick über das Fahrerlager und die verschiedenen Pavillons schweifen, hier und da schläft ein Fahrer, hier und dort schraubt ein Fahrer und wieder andere Tische sind verweist weil sich der Fahrer einen heißen Kaffee bei dem Verpflegungsbereich holt. Die einzelnen Lampen der unterschiedlichsten Bauart beleuchten die Schrauber Plätze und ich habe ein kleines bisschen das Gefühl als wenn ich in die Stahlröhre des Kinofilms „Das Boot“ schaue, wo vereinzelte Lampen die Arbeitsplätze der U-Bootfahrer beleuchten. Ganz so hoch ist die Wassersäule natürlich nicht, die auf uns lastet, aber der über Stunden andauernde und immer wiederkehrende Regen nagt an unseren Nerven.

Es ist eben ein Unterschied

Es ist doch verwunderlich, nicht nur das ein RC Buggy auf den Fahrer und auf die Strecke eingestellt sein muss, um erfolgreich über den Parcours und auf die ersten Plätze des Rennens gefahren zu werden, auch der Motor mit seinen spezifischen Eigenarten muss auf die Fahreigenschaften des Fahrers eingestellt sein, da er sonst seine Verlässlichkeit verliert. So geschah es dann natürlich auch bei mir, da ich nicht so aggressiv am Gas fahre, dass der doch sonst sehr sehr zuverlässige LRP Motor in den Finalläufen kurzzeitig seinen Dienst verweigerte. Der Motor ist so vom Fahrgefühl her wirklich top und man kann dort keine Kritik üben, ein Top Motor, geschaffen für RC Offroad Rennen.

Kompromisse

Rennleitung und Vereinsvorsitzende suchen nach Kompromissen in dem doch sehr regnerischen Wochenende noch mit den gegebenen Möglichkeiten ein RC Rennen stattfinden zu lassen. Das geht natürlich nicht ohne Kompromisse so werden Zeitpläne und vorhergesehene Trainingsläufe sowie Vorläufe gestrichen oder verschoben. Zum Schluss und rückblickend sind viele der Entscheidung richtig gewesen und so ist am Sonntag wirklich noch ein wunderbares und auch wieder einmal einzigartiges RC Rennen in die Bücher eingegangen. Dieses war nur möglich, da Rennleitung, Vereinsleitung und auch Fahrer Kompromisse eingegangen sind und so ist es eben im Rennsport, ohne Kompromisse geht es nicht.

Ein Aufruf der Rennleitung

Die Sonne scheint auf das Pavillondach, alle freuen sich nun auf das bevorstehende Rennen und alle sind etwas angespannt. Da krächzt ist durch die Lautsprecher, und man hört die Rennleitung die mit ernster Stimme spricht, doch einen leicht unterdrücktem Lachen an. Das ist nichts Außergewöhnliches, denn ab und zu werden Sachen bei der Rennleitung und beim Zeitnehmer abgegeben, die andere Fahrer an der Strecke an der Box oder auf dem Weg vom Pavillon zur Box gefunden haben, dann wird dieser Pfund über die Lautsprecher dem Fahrerlager mitgeteilt. Doch am Sonntagmorgen muss die Rennleitung eine besondere Anfrage ans Fahrerlager stellen, man möge doch wenn es gefunden ist ein Zahnimplantat der Rennleitung übergeben. Warum und weshalb man ein Zahnimplantat in der Nacht verlieren kann, möchte ich nicht weiter kommentieren. Aber Bernd Schmidt der mir gegenüber sitzt, kommentiert es mit den Worten „Da muss ich nun 35 Jahre RC Buggy fahren um eine solche Durchsage erleben zu können!“. Mit dieser Durchsage war auf jeden Fall das Fahrerlager gut belustigt, wenn auch für den einen Fahrer der dieses Zahnimplantat nun wirklich vermisst, es mir sehr Leid tut.

Gripp Nass / Trocken

Der Unterschied ist schon deutlich spürbar, ob die Strecke nass feucht oder aufgeweicht ist. Auch die verschiedenen Beläge der Strecke, also Kunstrasen und Lehm verhalten sich doch ein wenig unterschiedlich. Während im Trockenen ein durchwegs guter bis sehr guter Grip vorhanden ist, ist es in der Nässe einfahren auf einem sehr rutschigen Untergrund. Zusätzlich setzen sich die Reifen nach einigen Runden mit Lehm zu und machen somit das Flugverhalten aber auch das Einlenkverhalten bzw. das Ansprechen auf Lenkung und Bremse beim Buggy zu einem wahren Abenteuer. Trotzdem versucht jeder Fahrer seine Bestzeit in der ihm zur Verfügung stehenden Vorlaufzeit heraus zu fahren.

Streiche „Motorsport“ – Setze „Spielen im Matsch“

Regen prasselt auf die Pavillon Dächer und so wie kleine Rinnsale die Pavillon Wände herunter tröpfeln, tröpfelt die Zeit dahin. Einer der erfahrenen RC Fahrer steht auf guckt in die Runde und sagt „Ich kann das gar keinem sagen, was ich hier mache! Nein wirklich, ich sage keinem dass ich sportlich mit kleinen Modellautos im Kreise fahre. Sonst kann man ja noch sagen, es hat was von Motorsport, aber wir, wir spielen hier im Schlamm, kann man das jemandem sagen?!?“
Der gleiche Fahrer der so überzeugend dass RC-Hobby nicht nach außen tragen will, was er sehr ironisch meinte, wird am Sonntag in zwei final Läufen zeigen, dass sehr wohl gut fahren kann und dieses Hobby seit Jahren betreibt. Das merkt man auch daran, dass er genau seinen Fehler und das daraus resultierende nicht mehr Aufsteigen am Ende seines Finallaufs genau benennen kann.

Richtige Entscheidung

Eigentlich ist für 14 Uhr Regen vorhergesagt, aber wir haben Glück die Sonne brennt vom Himmel. Die Strecke und der Lehm Bereich der zu Beginn des Rennwochenende einer Knetgummi weichen Masse ähnelte ist nun steinhart. Die Motoren kreischen auf, währenddessen der Buggy über die lange Gerade befördert wird. Es war die richtige Entscheidung der Rennleitung das Rennen so zu fahren wie es denn nun endlich gefahren wurde. Man stelle sich vor es wären alle am Samstag gefahren und hätten am Sonntag bei diesem Sonnenschein frustriert zu Hause gesessen, unfassbar wäre dieses Leiden gewesen. So war es doch ganz schön auch wenn es nass war und sehr abwechslungsreich, war es ein Rennwochenende was wieder einige Erfahrung brachte, einige spannende Zweikämpfe und einen Finallauf der wieder einmal seinesgleichen sucht.

Lohn der Arbeit

Einer der Fahrer die einen jüngeren Fahrer Supporten schaut mich immer an, als würde er mich kennen. Ich bin mir da gar nicht sicher, kenne ich ihn, fährt er im NRW-Cup oder ist er mir sonst irgendwo einmal über den Weg gelaufen? Ich grinse zurück obwohl ich nicht weiß, ob ich ihn kenne. Er ist es auch der mit seinem Sohn die ersten Runden auf der aufgeweichten Strecke fahren wird und sein Buggy innerhalb von fünf Minuten von einem schönen Buggy in einem braunen Lehmklumpen verwandelt. Später im Laufe des Wochenendes treffen wir uns und erzählt mir dass er es ist, der mich im Independence Forum mit privat Nachrichten zum RC Rennfahren angefragt hatte. Auch der Thread „Rennen ist einfach… trau Dich“ hat ihn dazu bewegt, mit seinem Sohn Leon Zöhrer im letzten Jahr am NRW Cup teilzunehmen und aus seinen Erzählungen kann er auf ein erfolgreiches Jahr zurück schauen und mit voller Hoffnung erwartet man die neue Rennsaison. Es ist als wenn man die Weintrauben von der Weinrebe abschneidet und voller Stolz auf diese prall gefüllten Trauben schaut, so ähnlich fühlt sich es an, wenn man im Real Life sieht dass jemand doch den Thread gelesen hat und sich wirklich zu dem Hobby RC Rennen bewegen hat lassen. Schön, so ist es doch eine Rechtfertigung für lange Rennberichte und lange Erklärungstexte und einige YouTube Videos.

Die Unverzichtbaren

Es sind die, die auf keinem Foto erscheinen, die die man nicht in der Boxengasse stehen sieht oder lachend über ihrem RC-Modell am Schrauben sind. Man sieht sie nicht weder in den Foto Leinwänden auf Messen, noch auf dem Foto Erinnerungen auf Facebook oder in wilden Filmen wo in Zeitlupe gezeigt wird wie der Buggy über die Strecke fegt. Trotzdass diese Person in den Medien eher nicht zu sehen sind, sind sie für einen Rennen so unerlässlich, wie die Luft zum Atmen. Rennleitung, Moderator und Zeitnehmer ist an einem Wochenende mit mehr als 200 Startern ein schwieriger Job. Trotzdem verlangt das Fahrerlager aber auch die Besucher und alle Teilnehmer des Rennens einen reibungslosen Ablauf, kein Fehler darf die Rennleitung oder der Zeitnehmer machen denn dieses wird sofort quittiert. Aber wir müssen uns daran erinnern, dass auch diese Leute dieses Hobby freiwillig machen und das auch diese Leute nicht in Massen vorhanden sind, sondern sich aufopfern so wie Sie es gerade können. Darum ein ganz klares und deutlich geschriebenes Dankeschön, denn ohne solche Leute gibt es diesen RC Rennsport nicht. Somit Danke an Marcus Krause, Arno Schwöbel und Florian Schimm.

Warum Up

Ich habe alles ausgepackt und suche trotzdem eine Taschen, kopfschüttelnd und grübeln gehe ich zu meinem Auto zurück ein prüfender Blick trifft alle möglichen Ecken und Kanten in meinem Stauraum, aber die von mir erwartete Kiste ist nicht auffindbar. Es wird mir sofort klar, ich habe sämtliche Kameras und auch Ladegeräte fürs Handy zu Hause vergessen. Das ist sehr ärgerlich, denn normalerweise kann man beim internationalen WarmUp immer ein paar gute Aufnahmen machen und vielleicht den einen oder anderen Fahrer zum interviewt bewegen. Nun ja dann mache ich eben mit dem Handy ein paar kleine Aufnahmen und werde dieses Wochenende keine Interviews machen für „Beside the Race“ ich hoffe trotzdem dass einige die YouTube Serie sehen. #besidetherace
Motor nicht richtig eingestellt, Kameratasche vergessen und selbst bei dem Campingbesteck musste ich bei der Abreise doch etwas länger suchen als geplant. Im Grunde genommen ist das WarmUp eigentlich dazu gedacht, die Finger wieder über den Fernsteuerungs-Hebel fliegen zu lassen und ein Gefühl dafür zu bekommen wie ein 1:8 Buggy RC Modell über eine Strecke zu fahren ist. Aber auch das bewirkt der WarmUp, noch einmal Revue passieren lassen wie und was ich zu Hause packen muss wo und wann man die Kontrolle einführen muss, damit man Nichts vergisst. Es zeigt sich, der WarumUp hat sich also auch in dieser Hinsicht bezahlbar gemacht, dann hätte ich das Material auf einem regulären Rennen vergessen oder wäre der Motor dann nicht fahrbar gewesen, hätte ich mich weiß Gott mehr geärgert.

Gedrückte Stimmung

Am Samstag ist die Stimmung und Teilen des Fahrerlagers etwas gedrückt. Die etwas gedrückte Stimmung ist meistens bei den Teilnehmern des eigentlich ausrichtenden Vereins. Es ist doch irgendwo der Kampf gegen einen nicht fairen Gegner, wenn die Strecke gerade halbwegs befahrbar ist und der nächste Regenschauer hernieder prasselt. Natürlich freuen sich Vereins Mitglieder die ein solch schönes Rennen ausrichten über die hohen Starterzahlen und über ein schönes Wochenende und dann ist es eben der Frust der übrig bleibt bei stundenlangem Regen.

Eigener Lauf

Nachdem die ersten Trainings verschoben wurden haben wir genug Zeit den Motor wenigstens grob einzustellen. Ich muss für mich die Erfahrung machen dass man mit einem frisch geklemmten Motor nicht direkt zu einem Rennen fahren sollte und habe zum Glück Bernd Schmidt an meiner Seite, der den Motor einstellt. Trotz dieser Tatsache, geht in beiden Vorläufen und im Trainingslauf mein Motor aus. Da aber viele andere Fahrer auch mit technischen Problemen beschäftigt sind, bin ich nicht Letzter in der Rangliste und bewege mich auf den Platz 97. Die in der Nacht stattfindende Motor Leihgabe, der Support mit Motoren hilft mir natürlich und so kann ich am Sonntagvormittag auf einen sehr guten und zuverlässigen Motor zurückgreifen. Vor dem Finallauf stellen wir den Motor ein und im Grunde genommen ist der wirklich gut. Trotzdem habe ich einen Motor Aussteller, kann aber trotz diesem aufsteigen. Natürlich ist meine Boxencrew eine besondere, denn mit Bernd Schmidt und Ralf Schiestl habe ich gefühlte 80 Jahre Modellbausport Erfahrung in meiner Box stehen, das kann nur gut gehen. So schaffe ich es im 64 Finale aufzusteigen und im 32 Finale nicht Letzter zu werden und verteidige somit meinen Platz in der Rangliste und verbessere mich um einen auf 96, was mich selber doch sehr zufrieden stimmt. Um einige Gespräche bereichert und um einige Erfahrungen beglückt, unzufrieden mit meiner eigenen fahrerischen Leistung packe ich langsam meine Pavillon Sachen zusammen. Natürlich beobachtet man noch die anderen Finalläufe und ich kann auch noch zweimal bei Vanessa und Markus Wende als Boxencrew aktiv werden. Es ist immer wieder faszinierend zu sehen, wie erfahrene Fahrer mit Präzision und optischer Gelassenheit den Buggy in einem Finallauf über die Strecke bewegen. In den späteren Finalläufen sieht man dann wirkliche Top Fahrer, die um die Top 15 Plätze kämpfen.

Was man nicht vergessen darf

Irgendwann sitze ich im Auto und rolle langsam Richtung Autobahn und hier kommt mir wieder der Gedanke. Es ist nicht selbstverständlich dass ein Rennen in dieser Form überhaupt stattfinden kann. Nein hier müssen Stunden an Arbeit in die Vorbereitung der Strecke gesetzt werden und der stetige Essens und Getränke Bereich ist ebenfalls eine freiwillige Arbeit des Vereins. Das wieder Aufbereiten nach jedem Regen der Strecke und die allgemeine Organisation des Rennens Bedarf helfende Hände die in der 2ten und 3ten Reihe stehen, aber die man benötigt um ein solches Rennen stattfinden zu lassen. Nur wenn wir Fahrer, sowie Helfer und Helfer in der zweiten Reihe haben, können wir dieses Hobby so betreiben wie wir es als angenehm empfinden und nur mit aktiven Verein und aktiven Strecken können wir den Sport Leben. Vielen Dank

Der Verein

Der ESV Blau-Gold Bischofsheim 1958 e.V. ist im Grunde ein „Eisenbahnmodellbau Verein. Die Abteilung Automodellsport-Offroad wurde 2005 durch 15 Gründungsmitglieder und deren finanziellen Einlagen ins Leben gerufen.
Es gibt eine reine 1:10 Elo Offroad Teppich Strecke und eine 1:8 Offroad Strecke die sehr bekannt ist. Der Verein bietet Gastfahrertagemit und ohne Camping an und hat eigentlich ein „Rund um Glücklich“ Service. Er liegt im Nahbereich bei Bischofsheim und dort im Industriegebiet.

Links

ESV Blau-Gold Bischofsheim 1958 e.V. Abteilung Automodellsport Off-Road
Warm-Up 2019
Mika News Artikel

Facebook Fahrer Berichte

Nitro Squad
Joern Neumann
Vanessa Wende
Micha Wiedmeier
Carsten Keller
Moritz Krüger
Sebastian Winterstein
Marcel Krüger
Aron Münster
Kevin Schwarz
Erik Keller
Leon Zöhrer

Platzierungen

OR8:
1 Jörn Neumann – Sworkz
2 Carsten Keller – Mugen
3 Micha Widmaier- Sworkz

OR8E:
1 Jörn Neumann – Sworkz
2 Micha Widmaier – Sworkz
3 Carsten Keller – Mugen

ORT
1 Maximilian Cantarero
2 Frank Lemke
3 Max Heydenreich

Gesamtergebnis

Interesse

Interesse an einem RC Rennen?
Das kannst Du ganz einfach auch, lese dir doch dazu diesen Blog durch:
„Rennteilnahme ist einfach!“

Beteilige dich an der Unterhaltung

2 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

RSS
Follow by Email