Lets race again…

Sommerwetter beim zu Gast auf dem Linsenkessel des MSV Linsengericht e.V.

Oder doch kein Sommer? ☀️🌦️🌧️🤨

Die letzte Welle der Sprungkombination, des „6ser“, ich rolle rüber, zum Glück kippt der Buggy nicht und die Landung war so passend, dass ich noch Schwung habe. Mit Stotter-Gas geht es in die enge 180° Kehre, im letzten Drittel der Kehre bricht mir das Heck aus…

…mit ein wenig Gas kann ich mich über die Vorderachse grade ziehen, bin jetzt aber weit an den Außenrand der Kehre gedriftet. Leider gibt es dafür keine Sonderpunkte und ich schaffe es den Buggy grade so auf der anfolgenden Graden, beim dem Beschleunigen auf dieser der Graden zu halten, rechter Vorder- und Hinterreifen fahren über die Grasnarbe der Streckenbegrenzung.
Glück gehabt! 😅

Leider war der Wettergott nicht mit uns, aber trotzdem gab es die kurzen Augenblicke in denen man den Rennsport live miterleben konnte.

Einleitung

Zur leichteren Orientierung ist der Rennbericht in Abschnitte unterteilt, diese können direkt ausgewählt werden.
Ein – wie immer – (zu)langer Rennbericht, vielleicht “lesenswert”, vielleicht nicht, schau ob Dir etwas gefällt von den Menschen die mit Spielzeugautos im Kreis fahren bzw. den Männern mit Ihren fliegenden Kisten.
Informativ ist auch der Blogbeitrag Informationen im RC Modellbau, bleib „online“ und informiert, denn

„Rennen ist Leben, der Rest ist Warten!“

Inhalt

Back to the roots

Zurück zu den Wurzeln bei MSV Linsengericht e.V.. Nun werden sich ggf. der ein oder andere wiederkehrende Leser fragen, warum ich beim MSV Linsengericht von Wurzeln oder überhaupt von „Back to the roots“ schreibe, Nun…

Der erste Kontakt zum OR8 RC-Rennsport bzw. Competition Nischenbereich des RC-Modellbaus hatte ich im Real Life bei einem RC-Rennen in Linsengericht. Ich hatte mit Roman über Facebook Kontakt aufgenommen und die üblichen 1001 Fragen, die wohl jeder „Anfänger“ hat. Und ich konnte mir das RC-Rennen an sich nicht vorstellen. Ich hatte zwar Videos auf YouTube verschlungen, aber das man da als „normaler Mensch“ einfach so teilnehmen könne, das glaubte ich nicht. Nirgends im Internet war auch eine ausführliche Info-Homepage oder eine Zusammenfassung „Wie nehme ich an einem OR8 Rennen teil!“ 🤔🤨🤔 zu finden.

Dann ging es relativ schnell, eine Anreise von knapp 1 ½ Stunden, vorher noch mal beim Supermarkt eine Flasche Wasser für die Rückfahrt erworben, dann ging es zum Verein. OK, komisch, an einem geteerten Feldweg standen press Kfz an Kfz und man hörte Nitromotoren. Ich war damals geflasht, weil man einfach so über den Platz, zur Strecke oder ins Fahrerlager gehen konnte. Niemanden der einen fest hielt oder fragte „Was machst Du hier?“. Nachdem ich mir das Treiben an der Strecke ansah, schaute ich wo Roman im Fahrerlager zu finden sei und ließ mir alles Erklären. Auch hier noch einmal ein „Danke“ an Roman, dass er sich damals trotz RC-Renn Event Zeit genommen hatte.

Ich hätte nie erwartet, dass es eine solche gegenseitige Hilfsbereitschaft und Offenheit gibt, dass sich alle als eine große Familie empfinden. Interessant fand ich, alle die Vorurteile die ich vorher von freien RC-Fahrern gehört hatte, trafen nicht zu. Keine Gartenzwerg-Fetischisten und Jägerzaunautokraten, keine deutlich erkennbare Materialschlacht und irgendwie ein wildes treiben. Für mich als Frischling war es der Blick in einen Bienenstock im Hochsommer.

Auf der Heimfahrt war mein Entschluss klar, beim nächsten möglichen RC-Rennevent wollte ich teilnehmen, ganz nach dem olympischen Gedanken, „Dabei sein ist alles!“. Natürlich schmiss ich zu Hause Google an, aber so eine richtige „Feel Good“ Homepage wo einem die 1001 ragen die man eben hatte beantwortet wurde, fand ich nicht. Die ganzen Einstiegshilfen die hier vorgestellt werden, kannte ich zu dem Zeitpunkt auch nicht.

Die Grundidee und der Initiale Gedanke zu „Besidetherace“ war geboren…

Streckenverlauf

Im „Linsenkessel“ gibt es keine klassische „Start-Ziel“ Grade, da diese bereits das im Infield liegende „S“ darstellt. Also beginnen wir am „Ende“ der Start- Ziel Aufstellung, der Graden nach der 180° Kehre der Zeitschleife. Diese Garde geht dann in eine lang gezogene links weisende S-Kurve, die direkt in eine lang gezogene erneut mit S-Schikane versehene Grade übergeht. In dieser Graden gibt es zwei Erhebungen, so dass der Fahrer zu der nachfolgenden S-Fahrweise gezwungen wird, oder eben „Springt“.

Diese lang gezogene Gerade mit S-Schikane endet in einer engen 180° Kehre über rechts, diese geht direkt in eine Sprungkombination über, die vom Fahrerfeld „6ser“ genannt wurde. Diese Sprungkombination ist ein wenig die „Achillesferse“ des Linsenkessels. Im Regelfall fährt man die ersten beiden Wellen zügig, springt diese aber nicht, dann die dritten oder vierte in 1/3 oder 2 / 2 Kombination springen und landet in der Senke vor der letzten Welle. Die sechste Welle der Sprungkombination endet gleich – bereits bei der Abfahrt – in eine erneute enge 180° Kehre über links.

Diese Kehre leitet eine der drei – auf der Strecke vorhandenen – Geraden ein, sie zieht sich grade und ohne Hindernisse bis zu einer langen und offenen 180° Kehre über Links hin, diese Kehre liegt leicht erhöht. So endet die Grade in einer leichten Stufe – Sprung – der zu Beginn der Kurve liegt.

Hier hatte der MSV Linsengericht – aus der Erfahrung der Vergangenheit – Werbebanner angebracht, denn in der Vergangenheit gab es schon „Absprünge“ in das Gestrüpp hinter der 180° Kehre und in den dort fließenden Bach.

Die 180° Kehre über Links zieht sich lange hin und hat eine angemessene Breite. In dem inneren Kurvenrand sind „Motorcross Offroad-Fahnen“ – Bahnmarkierung – installiert. Die Kehre endet in einer erneuten Stufe, die die zweite Gerade einleitet. Es ist eine der längsten Geraden der Strecke die sich anfügt.

Sie wird abgeschlossen mit einer Bodenwelle die eine 60° Kurve nach Links einleitet, diese erfolgt auf der Rückseite der Bodenwelle. Ein kleines grades Stück von ca. 1,5 m dann folgt eine breite 180° Kehre über Rechts. Diese 180° Kehre verändert sich in der Regel an einem Rennwochenende, da es Lehmuntergrund ist und unweigerlich hier mal mehr und mal weniger „Löcher“ entstehen.

Erneut eine kurze Grade von 1-2 m und eine enge 180° Kehre über Links, die hier Teppich als Untergrund hat. Diese Kehre leitet eine 2er Sprungkombinatorik ein. Die 2er Sprungkombination kann in der Regel gesprungen werden, aber man benötigt doch etwas „Speed“. Der Gesamte Sprung hatte der MSV Linsengericht erneuert und er hat Teppich als Untergrund. Nach dem Sprung folgt eine 45° Kurve nach rechts, die dann direkt in eine 180° Kehre über Links übergeht, auf Pflasterstein.

Im Scheitelpunkt der 180° Kehre liegt die Zeitschleife, die dann in eine der drei Geraden auf geht, der „Start & Ziel“ Geraden, was diese Runde abschließt.

Gedächtnis wie ein Sieb

Normalerweise ist eine Versicherung das man Nichts zu Hause vergisst, dass man das Kfz immer gleich bepackt. Andere nutzen einen Hänger oder einen Wohnwagen die immer gleich beladen sind. Und bei meinem VW Golf IV ist es eben so, dass ich immer alles an bestimmte Plätze im Kfz verstaue. Es hat auch etwas von Tetris, da die Ladekapazität eines Kfz eben „endlich“ ist.
Am Freitagabend hatte ich lediglich den Pavillon mit Familie Spielberger voraufgebaut, Bodenplane, Tisch und Stuhl. Am Morgen fing ich dann an mein Schrauber-Tisch und die Ablage zu bestücken.
Stromquelle, Beleuchtung und Ladegerät wurden verkabelt…

Plötzlich traf es mich wie ein Schlag in die Magengrube. Es fehlte ein kleiner schwarzer Koffer und auch nach der 3ten Kontrolle des Fahrzeuges war er nicht auffindbar. 😰WTF 😱 Das war tragisch, denn es war der Sender der Fernbedienung. Ohne Sender kein RC-Rennsport Event, das war so einleuchtend wie schmerzhaft. Ich durchsuchte noch einmal das Kfz und dann wartete ich bis Familie Spielberger wach wurde.

Ich ging alle Möglichkeiten durch, wenn ich gleich losfahren würde, dann könnte ich ggf. noch das letzte Training mitfahren, vielleicht auch erst den zweiten Qualifikationslauf. „Bringen“ fiel aus, denn da war ja niemand zu Hause der sich 1 ¾ Stunden ins Auto setzen würde bzw. könnte. Dann machte Bernd Spielberger einen Vorschlag, den ich selber für wenig Erfolgsversprechend hielt. Er meinte ich solle Zini fragen, der Vater und gleichzeitig Schrauber von Tom Zschiedrich, der selber bei den Rennen nicht mit fuhr. Vielleicht könnte er einen Sender den er nicht nutzt ausleihen. Ich ging gesenkten Hauptes zu dem Bereich des Fahrerlagers in dem die Familie mit Wohnwagen und Pavillon steht, der Spott und der Hohn waren mir sicher, aber es könnte die Chance sein, das Rennen doch noch zu bestreiten. 😌

Michael und seine Frau Kerstin frühstücken noch und als ich meine Frage vorsichtig formuliere, kommt es zu einer von mir nicht erwarteten Reaktion. Verständnis und Hilfsbereitschaft, schnell wird via Handy Tom angerufen und Ihm mitgeteilt, dass er den Sender von Michael von “zu Hause“ mitbringen soll. 25 Minuten später kommt Michael “Zini” an meinen Schraubertisch und wir binden Sender und Empfänger.

Spott, Schadenfreude, Unverständnis und Hohn… kam so nicht auf! Genau das ist es aber, was den RC-Modellbau Rennsport dann auch wiederrum ausmacht. Wir sind alle eine große Familie und gleich verrückt. Wir fahren alle mit RC-Modellen im Kreis, auf dem Fahrerstand Konkurrenten aber im Fahrerlager Seite an Seite. Ich würde fast sagen, nirgends sonst im Sport gibt es dann doch so viel und umfassende Hilfsbereitschaft.

Natürlich ist Michael „Zini“ Zschiedrich nicht der RC-Modellbau Verleih des MSV Linsengericht e.V. und er betreibt im Nebenberuf auch kein Modellbaushop. Natürlich kennen wir uns seit einigen Jahren und haben schon die ein oder andere Augenblicke am Zaun der ein oder anderen Strecke gestanden und uns über die Fahrerkünste der anderen unterhalten.

Diese Geschichte sollte keinen dazu motivieren, vollkommen unvorbereitet ohne Sender zu einem RC-Rennen zu fahren und im Grundsatz zu erwarten, dass jemand anderes einem einen Sender überlässt. Es ist eben wie in einer richtigen Familie, ein geben und nehmen. Man Hilft sich gegenseitig soweit man kann, aber man sollte diese Hilfsbereitschaft nicht ausnutzen. 

Hier noch einmal ein ganz fettes DANKE an Michael „Zini“ Zschiedrich und die RC-Rennfahrer Familie Zschiedrich. Vielen Dank für Euer Vertrauen und die sagenhafte Hilfsbereitschaft! 👍🫠👌

Eigener Verlauf

Freitag

Die Abreise verzögert sich etwas und ich komme erst sehr spät auf die Bahn. Als ich um 22:30 Uhr auf die Wiese bei der Strecke vom MSV Linsengericht e.V. fahre, ist es bereits dunkle Nacht. Familie Spielberger in Person von Bernd, Felix und Paul begrüßen mich.

Noch etwas aufgedreht und in voller Vorfreude bauen wir gemeinsam den Pavillon auf. Wir trinken noch ein Begrüßung-Bier und dann schlendre ich noch zur kleinen Fahrergemeinschaft vom RCR Peterberg e.V. hinüber. Hier ist eine kleine Zelt Burg aus drei ineinander verschachtelten Pavillons entstanden und es wird bereits gefeiert. Mein Zelt baue ich gegenüber der Strecke unter den Kirschbäumen auf.

Aufgrund der späten Anreise ist auch der Abend schnell vorbei, ich rolle mich in meinen Schlafsack ein.

Samstag

Ich räume mein Fahrzeug aus und richte meinen Schraubertisch ein. Es ist noch gespenstische Ruhe im Fahrerlager. Vereinzelt bewegen sich „frühaktive“ Fahrer in den Pavillons, der Großteil ist aber noch im Nachtmodus.

Ladegerät, Akkus, Starterbox, Buggy… irgendetwas fehlt da noch. Ich sitze an meinem Tisch, trinke eine heiße Tasse Tee und beiße genüsslich in mein Croissant. Da läuft es mir wie ein Blitzschlack durch die Knochen. Wo hatte ich denn meinen „Sender“?

Ich durchsuche den Pavillon, mein Kfz, ja ich gehe sogar noch einmal zu meinem Zelt. Die Tatsache verdichtet sich, ich hatte meinen Sender zu Hause vergessen. Tausend Fragen und Lösungen sausen durch meinen Kopf. Sie werden bedacht und wieder verworfen, denn egal was ich mache, ich wäre über Stunden weg und würde ggf. ganz knapp mit dem 2ten Vorlauf meine ersten Runden drehen können.

Da kommt von Bernd der Hinweis, ich solle doch mal „Michael ‚Zini‘ Zschiedrich“ fragen, da im Regelfall sein Sohn fährt und er den Mechaniker macht, er hat ja vielleicht noch einen Sanwa Sender in Reichweite und könnte Ihn verleihen. [Hier weiter lesen…]

Training

Erstes Training

Das erste Training geht los, in der Box stehen Felix und Bernd Spielberger. Es ist ein sonniger, aber kühler morgen. Optimale Luft für die Nitrotriebwerke. Zu unser aller bedauern, hatte es die morgentlicher Sonne nicht geschafft, die Strecke gut abzutrocknen.
Der rechte Bereich liegt komplett im Schatten und mein Motor ist entweder zu kalt oder zu Fett eingestellt, ich komme nicht über den Doppelsprung. Auch habe ich für mich noch nicht die Taktung für das Waschbrett gefunden, aber es ist ja auch erst der erste Trainingslauf.
Letztlich schaffe ich die 5te Position mit 5 Runden in 2:36 Minuten in und einer Mediumzeit von 33.631 Sekunden je Runde.

Zweites Training

Die Sonne ist nun ein Stück gewandert und leuchtet die Strecke etwas besser aus. Aber weiterhin gibt es sehr nasse und rutschige Bereiche, grade die 180° Kehre vor dem Waschbrett ist absolut rutschig und baut auch bei leichten Gasstößen nur geringen Gripp auf.
Ich rutsche einmal über die Bahnbegrenzung in den Gegenverkehr, zu meinem Glück ohne Crash. Dann nehme ich einmal einen Begrenzer beim Sprung am Ende der gegengrade mit, kann mich noch abfangen, aber es sind verlorene Sekunden.
Wenigstens ist der Motor von dem Leistungsbild nun griffiger und lässt sich besser händeln.
Dieses Mal ist es Position 6 mit 11 Runden in 07:16 Minuten und einer Mediumzeit von 38.334 Sekunden je Runde. Aber der Motor ist jetzt gut eingestellt.

Drittes Training

Aufgrund des Planes, alle drei Qualifikationslauf an dem Samstag stattfinden zu lassen, gab es nur 2 Trainingsläufe bei diesem Hessencup Lauf.

Qualifikationsläufe

Erster Qualifikationslauf

Die Sonne hat fast die ganze Strecke abgetrocknet, der Motor und das Setup stimmen, jetzt liegt es wieder einmal an dem Faktor, der den Sender in der Hand hält. Die Strecke ist eben nicht großräumig und es gibt viele Stellen wo einem ein „Buggy Getümmel“ viele Sekunden kosten kann.
Aber es ist der Wurm drin. Gleich zweimal verschätze ich mich im Waschbrett, dann übertreibe ich es in der großen äußeren 180° Kehre und gleich 2x lege ich mich nach dem Sprung vor der zeitschleife ab. Das sind alles Sekunden die am Ende fehlen.
Ich schaffe es auf Position 8 mit 8 Runden in 5:24 Minuten und einer Mediumzeit von 40.533 Sekunden pro Runde, da ist somit noch Potential nach oben.

Zweiter Qualifikationslauf

Die Sonne ist hinter einer dichten Wolkendecke verschwunden, es sieht und riecht nach Regen, aber er kommt nicht. Ich komme gut rein und kann die Vorbereitungszeit nutzen, um in meinen Flow zu kommen.
Dann geht es los und ich spule eine Runde nach der anderen ab. Kein Getümmel, keinen Crash und im Waschbrett kein Risiko. Bei der großen 180° Kehre nicht zu weit raustragen lassen und den Sprung am Ende der gegengrade nicht zu sehr schneiden. Im Infield eng und mit Schwung über den Doppelsprung. In der 6ten Runde komme ich in der lang gezogenen S-Schikane – wo sonst die Startaufstellung ist – in einen kleinen Crash, keinen Schaden, weiter.
Am Ende ist es die 4te Position mit 9 Runden in 5:09 Minuten bei einer Mediumzeit von 34.438 Sekunden je Runde, das liest sich doch ganz OK.

Dritter Qualifikationslauf

Der dritte Vorlauf startet um 17:29 Uhr und es ist schon dunkel. Aber man merkt auch, dass sich der Luftdruck verändert hat, der Motor läuft spürbar „fetter“ als erwartet. Ich komme gut rein, muss mich aber durch das Fahrerfeld kämpfen und mache dann noch zu viele Flüchtigkeitsfehler.
Das alles rächt sich und so bin ich am Ende mit 7 Runden in 5:04 Minuten und einer Mediumzeit von 43.464 Sekunden auf Position 8.

Samstagabend

Es wird gegrillt und wir verfallen in die Diskussion „Regen oder kein Regen“? Was kann und was sollte man bereits verpacken, wie wird die Nacht? Gefühlte 30 unterschiedliche Wetter Apps werden betrachtet und verglichen, kommt der Regen oder kommt er nicht?
Nach dem ein und dem anderen netten Gespräch und Hopfenmalz Getränk gehe ich in nächtlicher Stunde zu meinem Zelt. Wird es regen geben?

Sonntag

Ich bin im Halbschlaf, aber das rhythmische und sehr wohl bekannte trommeln der Regentropfen auf dem Zeltdach ist unverkennbar.
Etwas später geht mein Wecker und ich liege einige Minuten wach, es Regnet weiterhin sehr intensiv, aber wie wird es wirklich dann später aussehen?

Der Sonntagmorgen gibt dann eine traurige Gewissheit, denn auf der Strecke stehen Pfützen und der Lehmbereich der Strecke ist stark durchgeweicht. Die Rennleitung verschiebt die Starts der Finalläufe im ersten Schritt. Als dann aber nach ca. 45 min. erneuter Nieselregen einsetzt, wird der Rennabbruch ausgerufen und die Rangliste anhand der 3 Vorläufe bestimmt.

Damit schaffe ich es auf Platz 33 von 40 Fahrern im Bereich OR8 Hobby, also Buggy 1:8 mit Verbrenner Motor. der dritte Vorlauf hätte einfach besser sein müssen.

Nach der Siegerehrung gab es dann ein wildes Wuseling und relativ schnell war die Wiese des Fahrerlagers leer gefegt.

Fazit

OK, leider war es wirklich schade und alle hoffen, dass die Saison 2025 nicht genau so „verregnet“ wird wie in 2024. Aber welches Fazit kann ich hier reinen Gewissens ziehen, denn in den Vorbereitungsläufen fährt man „regulär“ gegen die Uhr.
Na, es gab natürlich auch in den Qualifikationsläufen das eine und andere Kopf an Kopf Match mit anderen Mitstreitern.
Dann natürlich diese unbeschreibliche und absolut überwältigende Hilfsbereitschaft die mir durch die Person Michael ‚Zini‘ Zschiedrich widerfahren ist, in dem er mir seinen eigenen Sender geliehen hatte.
Aber auch die gemütlichen Minuten und Stunden mit Rennfamilie Spielberger und meine Stippvisite in der Pavillon Burg des Vereins RCR Peterberg e.V., alles das machen es doch zu einem angenehmen und schönen Rennwochenende. Ein Finallauf und ggf. ein möglicher Aufstieg wären cool gewesen, hatten aber aufgrund der Wetterlage nicht sein sollen.

Schlange im Kessel

Die Serpent Cobra SRX8 ist das Rennpferd des Herstellers Serpent im Maßstab 1:8 Offroad. Er löste die Serpent Cobra 811 im Mai 2016 ab und in den 2 Jahren danach wurde die Version 1 „GP“, um die Version „Evo“ und um die Version „Pro“ erweitert. Einige der Innovationen der Version Evo und Pro sind untereinander kompatibel, wieder andere nicht.  Hier ein Forenbeitrag in dem ich versucht hatte die Unterschiede zwischen den Versionen zusammen zu fassen. (Link) Hier der Baubericht der Serpent Cobra SRX8, Link.

Die Cobra SRX8 kann mit ihrer Technik weiterhin sehr gut mithalten, reagiert feinfühlig auf Setup Anpassungen und ist so robust, dass er nicht gleich jede Bandenberührung und Positionskampf mit einem Defekt quittiert.

Im Linsenkessel konnte ich mit mit meinem über die Rennen leicht angepassten Grund-Setup aus den ersten Rennen des Jahres 2025 starten. Mit leichten Anpassungen aus den letzten Trainings die ich vor Ort hatte, konnte ich mein Setup direkt auf die Strecke anpassen. Die SRX8 kam sehr gut mit den verschiedenen Streckenabschnitten zurecht und ließ sich verlässlich fahren.

Hier der Link zum Thread zum Serpent OR8 Buggy Cobra SRX8 (Link), hier der Link zur SRX8 Promo Homepage und vielen Dank an 2Speed.de für die schnelle Lieferung der Ersatzteile.

Bei Fragen zu dem Buggy könnt Ihr mich aber auch gern persönlich ansprechen.

Verrücktes Wetter

Das ist doch Wahnsinn! Die Sonne brennt, Staub zieht über das Fahrerlager und die Rennleitung redet etwas davon, dass man 3 Qualifikationsläufe durchziehen muss, weil morgen kein Frühsommer mehr ist? Das glaubt doch niemand und außerdem ist Mai und nicht April.
Nun, während ich in Facebook das erste Bild hoch lade und wirklich ein Gefühl von Frühsommer aufgekommen war, schob sich ca. zum 3ten Qualifikationslauf ein wahres Tiefdruckgebiet über den Landstrich. Man merkte es nicht nur an der drückenden und nach Regen schreiender Luft, man merkte es sogar am Gemisch der Motoren. Selten habe ich in meinem Leben einen so deutlich spürbaren Wetterumschwung erlebt und der in der Nacht über uns her rauschende Regen war dann nur das bittere Ende einer unausweichlichen Gleichung.

Interesse

Die Leser die ein wenig mit gelesen haben und Interesse nach mehr verspürt haben und sich fragen:
„Könnte ich da nicht auch teilnehmen?“

Ja DU kannst!
👍😃👍

RC Rennen, dass kannst Du ganz einfach auch!

Eine Rennteilnahme ist so einfach, alles was Dich ggf. an der Teilnahme hindert sind Vorurteile, falsche Ängste und das bisschen fehlender Mut einmal etwas Neues zu probieren! Es ist viel leichter als man selber denkt, einmal Blut geleckt und man ist dem Rennzirkus verfallen.
Wer auch nur den Hauch eines Interesses verspürt, sollte einmal diesen Blogeintrag lesen, denn die eigene Teilnahme ist viel leichter als gedacht….

Schau Dir dazu diesen Blog an:
👉  „Rennteilnahme ist einfach!“  👈

Der Verein

Der MSV-Linsengericht e.V. primär ein Verein der sich dem 1:8 Offroad fahren zugewandt hat. Der Verein wurde 1991 in Linsengericht / Geislitz von einer handvoll Modellsportbegeisterten gegründet. Ziel und Zweck des Modellsport Verein Linsengericht e.V. ist das Betreiben von funkferngesteuerten Automodellen.
Positiv kann man hier aber das schon fast familiäre Verhältnis und Stimmung im Verein anmerken. Das hat sicherlich auch jeder andere Verein im OR8 Bereich, aber hier ist es – so habe ich es persönlich erlebt – ausgeprägt.
Naturlich werden die anderen Sparten ORE und Onroad auch von den Mitgliedern bedient, aber beim Hessencup sehen wir eben primär die OR8 Begeisterten. Wer in der Gegend dem RC Hobby mit Buggys oder Truggy nachgeht, sollte sich einen Besuch des Vereinsgeländes fest einplanen.

Wir sagen…

… zu wenig Danke. Ja manche gehen davon aus, dass sogar der Verein uns als Fahrer danken müsste. Aber dabei vergessen wir doch zu schnell, dass dieser ganze RC Rennsport eine Interaktion zwischen Fahrern und Verein ist, denn ohne das eine geht das andere auch nicht. Aber wir vergessen die vielen, vielen stillen Helfer die es vor, nach und bei einem Rennen gibt. Sei es die Person die am Morgen den Kaffee einschenkt oder die Person die nach jedem Training und Rennen die neuen Zeiten und Ergebnislisten aushängt. Sei es die Person die in den Tagen vor dem Rennen die Strecke und das Fahrerlager herrichtet oder der Zeitnehmer der and am Tag die Zeitnahme sicherstellt. Es sind die Personen die auf keinem Siegerfoto auftauchen und ohne die es aber kein Siegerfoto geben würde.
Vielen Dank für Eure Unterstützung und Eure Hilfe.

Links:

Hier noch einmal die Homepage des Vereins:
MSV Linsengericht e.V.
RC Strecken Homepage -> Klick mich
Facebook Seite des Vereins -> Klick mich

Homepage des Hessen Cups:
http://www.hessencup.de/
Facebook Gruppe RC Hessencup -> Klick mich

Rennberichte:

Felix Spielberger -> Link
Aaron Waitz -> Link

RCR Peterberg e.V. -> Link
Anke Müller -> Link

Videos:
Samstag -> Link

Beitrag auf der Vereinshomepage:
Link

Ergebnisse

Hier geht es zu den digitalen Ergebnislisten des Rennens -> Klick mich

OR8 Expert

  1. Aron Waitz
  2. Markus Müncheberg
  3. Maximilian Cordts

OR8E

  1. Aron Rönick
  2. Elias Jordan (Sitensky)
  3. Maximilian Cordts

OR8 Hobby

  1. Thomas Müller
  2. Elias Jordan (Sitensky)
  3. Christopher Lull

Jugendlauf

  1. Elias Jordan (Sitensky)
  2. Paul Spielberger
  3. Lukas Fiedel

Hinweis des Verfassers:
Die Galeriefunktion von WordPress skaliert die Fotos ab und an unvorteilhaft. Aber mit den normalen Internet Browsern kannst Du „Öffnen im neuen Fenster“ auswählen und das Bild wird in Originalgröße und original skaliert angezeigt.

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