Let’s Racing again…
…eine gemütliche Turnhalle in der Sekundarschule Nordeifel in Kleinhau und wieder einmal familäres RC Racing beim zweiten Lauf des HK-Cup in Hürtgenwald.
Lange Anreise und kurzes Training

56 Km Luftlinie, innerlich bin ich zufrieden und denke mir, „Na, dann bin ich ja schnell da!“. Der Blick auf den Routenplaner im Handy lässt mich kurz zusammenzucken. Es sind dann doch die 1 ¼ Stunden, die ich in müder Erinnerung hatte.
Ok, ich wähle die südliche Route über Bonn, Brühl nach Düren über viele, viele Bundesstraßen und kurz vor Hürtgenwald muss ich mit der Bundesstraße selber einmal in’s Tal hinabsteigen und wieder über Serpentinen auf den Kam des Tals auffahren.
Eine doch lange Anreise ist hinter mir, als ich meinen Platz im Duschraum zielstrebig ansteure. Aus dem letzten Jahr weiß ich, es ist trocken, warm und man hat doch relativ viel Platz. Auch wenn die Hälfte der Ablage eigentlich ein Waschbecken ist.
Nach 35 min ist der 2s Lipo den man in einem ORE4WD Buggy fährt voll und ich gehe zum Fahrerstand. Dan geht es los, erste, zweite dritte und vierte Runde. Ich lasse mich auf der Graden einmal mitziehen und schaffe es nicht mehr. „Bam“ und meine Teppichspinne knallt gegen die Bande. Glück gehabt, nichts passiert.
Zwei Runden späte bin ich erneut unkonzentriert, lasse mich zu lange mitziehen und vergesse irgendwie zu bremsen. Mit viel zu wenig Bremsverzögerung krache ich erneut in die Bande. Diesmal hat sich mein Querlenker verabschiedet. Es ist immer der rechte, aus dem Grund habe ich auch schon 3 Linke Querlenker ungenutzt als Ersatzteil.
Danach kommt erst einmal 35 min. technischer Dienst, die leider komplett von meiner Trainingszeit abgehen. Somit war es selbstverschuldet, lange Anreise und doch kurze Trainingszeit. Kurz vor Hallenschließung schaffe ich es noch, einen anderen Reifen Satz zu testen.

Morgens, ganz früh in Deutschland

Es ist 06:30 Uhr, als ich im Auto am Sonntag sitze. Ich schaue über die Straße, hier beweget sich keiner, alles ist noch in nächtlicher Schlafenstrunkenheit gebettet. Kurz grüble ich, was tut man sich nicht alles selber für dieses Hobby an, dann fahre ich los. Es ist wirklich weit und breit niemand auf den Straßen zu sehen. Als ich später durch Düren fahre, sieht man den einen oder anderen Discogänger nach über die Fußgängerampel wandern. Auf den letzten Metern in Richtung Schulturnhalle sehe ich die Morgenröte am Horizont und stelle fest, man ist schon ganz schön verrückt. Angekommen parken 3 Autos zum entladen beim Eingang, gleichgesinnte…

Das Ende der Graden

Zielschleife, offene Linkskurve, lange Grade und dann schließende erneute Linkskurve. Leider war grade bei der letzten Kurve ein Brett als Bande vorgesehen und über das ganze Wochenende hörte man ab und an immer einmal wieder ein RC Gefährt lautstark in diese Bandenbegrenzung fahren. Ja selbst am Sonntag in den Finalläufen kommt es bei dem einen oder anderen Zweikampf auf der Graden zu dem Effekt, dass die Ideallinie in der Linkskurve am Ende der Graden einfach zu schmal für zwei parallel fahrende Buggys ist.
Nicht jeder Buggy quittiert die Berührung mit der Bande nur durch eine Geräuschkulisse, der ein oder andere Querlenker und die ein oder andere Radaufhängung verabschiedeten sich an diesem Wochenende.

Serpent Spyder Evo auf Teppich

Der Vorbehalt gegenüber der Serpent Spyder SDX4 Evo ist, dass sie für Lehmstrecken optimiert ist. Das macht Sie auf Teppich etwas schwieriger zu händeln, da die Vorspur auf der Hinterachse vielen Setup Tricks und Anpassungen erfordern.
Zum Glück der Serpent SDX4 Spyder Teppichfahrer Fraktion gibt es John Probst (Link Facebook Profil), er hat Querlenkeraufhängungen selbst entwickelt, die „Inlays“ des Spyder SRX2 bei der SDX4 verwänden lässt. Internetauftritt mit Shop – Link
Fazit:
An alle SDX4 Fahrer die auf Teppich fahren müssen, kann man diese optionalen Teile nur empfehlen, es macht die Lehmspinne zur Teppichprofi!
( Eintrag in der Facebook Gruppe zur Serpent SRX4 Evo: Link )

Strategisch genutzter Hashtags 

In diesem Absatz möchte ich kurz auf die Aktion von „Save the RC Racing“ (#savethercracing) eingehen und werde es wohl auch noch in den nächsten 2-3 Rennberichten tun. Björn Reisinger hatte hier die Idee, dass jeder in seinen Rennberichten, News, Storys oder online gestellten Informationen die Hashtags #hobby & #freizeit nutzt.  

Ziel ist es, dass wenn jemand – der nicht RC Rennsport / RC Hobby – nach dem oben genannten Hashtag sucht, eben auch den RC Rennsport und RC Hobby als „Freizeit“ bzw. „Hobby“ Beschäftigung angezeigt bekommt. Das ist ja auf jeden Fall sinnvoll, denn wenn jemand der RC Rennsport nicht kennt, niemals eine RCD Rennsport „Wissensblase“ betritt, wie sollen dann diese Wissensblasen und Interessensgruppen größer werden?

Erste Vorlauf

Im ersten Vorlauf wird noch nach Startnummern gestartet und nach einigen Kurven und teilweise Runden überholen mich die schnelleren Fahrer. Aber wie Robert Gillig zu mir einmal sagte, bei jedem RC Rennen finden sich Fahrer auf dem eigenen Niveau. So ist es auch hier, denn einige Fahrer sind für mich in greifbarer Nähe und nach einigen Runden kann ich angreifen. Man konzentriert sich, kommt ran, versucht irgendwo Geschwindigkeit raus zu holen um zu Überholen. Verdammt, ein Fehler und ich falle wieder zurück, dann halt beim nächsten Mal.

Der erste Finallauf

Ich warte, mein Buggy steht schon fahrbereit in der „Boxengasse“, jetzt nur einen guten Platz auf dem Fahrerstand bekommen. Warum ist es so wichtig? Nun ich weiß, jede Sekunde die ich mich mehr einfahren kann, bringt mich mehr in den Fluss und das Fahrergebnis ist dann einfach besser.
Die Fahrer gehen vom Fahrerstand und ich starte meinen Buggy. Kurve, Sprung, 275° Kurve, Zielschleife und Grade… im Innfield merke ich, wie ich weniger Leistung als sonst auf den Teppich bringe. Ich befürchte das das Hauptzahnrad wegen eines falschen Zahnspiels defekt ist und halte nach der ersten Runde erneut direkt vor dem Fahrerstand. Ich gebe etwas Gas und der Buggy fährt wie immer mit Kraft los… komisch, da ist doch etwas faul.
Ich steige vom Fahrerstand, lasse meine Serpent Spyder Evo vor meine Füße rollen und hebe Ihn an… was war da los…
Die Dämpferplatte des Dämpfers hinten Links hatte sich gelöst und durch den zu großen Ausfederweg hatte sich der Antriebsknochen aus dem Mitnehmer gelöst. Das Erklärte auch, dass er zwar beim Anfahren kraft hatte, aber dann beim Fahren doch viel weniger Kraft aufbrachte. Innerlich fluche ich, denn ich weiß, diesen Defekt hatte ich beim Technik Check zuvor einfach nicht gesehen oder er war noch nicht aktiv eingetreten. Schlimmer aber ist, ich werde somit den ersten Finallauf bei diesem zweiten HK-Cup Rennen nicht antreten. Dieses wiederrum bedeutete, dass ich im Finallauf zwei und drei keinen technischen Patzer haben darf.
Was soll’s, das ist Rennsport und jetzt war wieder einmal Schrauben und technischer Dienst angesagt, Modellbau und nicht Modellfahren war die Hobbybezeichnung.

Training am Morgen

Am Sonntag wird die Halle um 8 Uhr geöffnet und um 9 Uhr starten die ersten Vorläufe. Das bedeutet, man hat noch einige Minuten Zeit, Trainingsrunden in den Teppich zu fräsen. Mal die, mal die anderen reifen ausprobieren. Das Setup ist stimmig und es geht dann lediglich noch, um ein wenig den Fluss in seine eigene Fahrweise zu bekommen.
Es ist auch nicht ganz so viel los und man kann dann wirklich noch einmal ein paar Runden zum Training fahren. Das wirkt sich dann auch direkt positiv auf die späteren Vorläufe aus. Natürlich nutzen das nicht alle Fahrer, einige legen da mehr Priorität auf ein gutes Frühstück im Hotel oder eine gelassene Anreise. Wieder andere haben noch Probleme überhaupt ein fahr fertiges RC Car an den Start zu bringen. Aber das alles betrifft mich nicht, während ich versuche einen gewissen „Drive“ in meine Runden zu bekommen.

Voll und doch nicht voll

Es gibt sehr viele Rennen in den Wintermonaten in den verschiedensten Örtlichkeiten. Große Sporthalle, Schulaula, Vereinsheime, Mehrzweckhallen und vieles, vieles mehr. Leider gibt es nicht wirklich einen Zentrales Forum oder einen zentralen Kalender in dem alle sportbetreibenden Vereine die Termine und die Ausschreibungen eintragen. Oft sind es vereinzelte Facebook Wissensblasen oder das stetige Kontrollieren der verschiedenen „Nenn-Portale“ nach offenen Nennphasen und zu guter Letzt eine gesunde Vernetzung mit anderen Fahrern die einem Hinweise auf RC Rennen in den entsprechenden Klassen geben.
Das ist für Einsteiger ein wildes durcheinander und für „Cup“ verwöhnte Fahrer wie ich einer bin ein Horror. Ich bin bei vier RC Rennen auf der Warteliste und teilweise sind die Startplätze voll, bevor die eigentliche Ausschreibung online zur Verfügung steht.
Grundsätzlich ist es ein gutes Zeichen, es zeigt den vereinen das Sie Ihre Veranstaltungen – in der Regel – mit voller Auslastung und genügend Umsatz zum auffangen der Kosten durchführen können. Für Fahrer die etwas zu spät nennen wollen, ist es ein Horror auf den Wartelisten zu landen.
Auch im HK-Cup lande ich zu erst auf der Warteliste und werde nach einigen Tagen zu den Starterplätzen hinzugefügt.
Der Effekt auf manchen RC Rennen ist dann leider, dass die RC Rennen doch nicht voll sind, da viele RC Fahrer sich gemeldet haben, Startgeld bezahlt haben und dann nicht erscheinen. Schlimm ist, dass manche dann nicht dem Verein absagen. Das ist nicht schlimm für den Verein, denn er hat ja das Startgeld in der Regel bekommen, es ist schlimm für die Fahrer die auf der Warteliste dann stehen und keine Chance der Teilnahme haben.
Schade, denn so kommt es zu vollen Rennen, die dann doch nicht voll sind.

Eigener Verlauf

Das will ich diesem mal etwas „kurz“ halten. Lange Anreise am Freitag, die aber doch ohne Stau, Sturm oder Schneeverwehung vollstatten ging. Dann ein kurzes Training am Samstagabend, aber dem eigenen Übermut geschuldet.
Das Training am Sonntagmorgen bringt dann noch einmal ein wenig „Drive“ in’s Gemüht. Bei den Vorläufen kämpfe ich um die Platzierung, schaffe es auch an einige Fahrer ran zu kommen und den einen oder anderen Kopf an Kopf Fighte zu bestreiten.
Den ersten Finallauf muss ich aufgrund der Technik liegen lassen und kann erst im Finallauf zwei und drei performen. Da geht es ganz gut, ich schaffe es beim Start ganz gut weg zu kommen und durch wenige Fehler im eigentlichen Verlauf bin ich bei beiden nicht der letztplatzierte.
Das Zusammenspiel von Vorbereitung und Glück, aber auch ein wenig antrainiertes Können bringen mich dann doch weg vom Ende der Tabelle, das fühlt sich doch mal richtig gut an.
Stolz wie Oskar fahre ich überglücklich nach Hause, es hat Spaß gemacht!

Der Cup

Der HK-Cup hat auch 2019 einen sehr familiären Hauch, im positiven Sinn gemeint. Es sind immer Tagesveranstaltungen, der Verein stellt aber am Abend vor den Rennen die Halle und Strecke bereits zum Training zur Verfügung.
Die Fahrer kennen sich untereinander und das Fahrerlager ist sehr dicht gedrängt. Auch der supportende Verein MSV Huertgenwald e.V. und der Shop HK Modellbau ist deutlich zu spüren, im positiven Sinne. Lobend möchte ich hier auch die Klasse „Hobby Jugend“ hervorheben, denn der HK Cup zeigt so, wie man auch bei einem solchen Cup die Jugendlichen fördert. Diese Jugendförderung war auch an den Jugendlichen im Fahrerlager deutlich zu spüren.

Der Verein

Der MSV Huertgenwald e.V. ist ein bereits älterer und erfolgreicher Modellbauverein. Er verfügt über verschiedene Sparten und betreibt zusätzlich eine Outdoor Offroad strecke die auch im OR8 NRW Cup stetig unter den zu fahrenden Strecken zu finden ist. Auf dem 2ten Lauf des HK Cup ist der Verein durch ein „ausgewogenes“ und erfolgreiches Catering und Manpower Support in Erscheinung getreten und dafür machte der Verein und seine Fahrer ein guter Eindruck.

Danke

So ohne Weiteres ist eine solche Aktion nicht durchführbar. Es beginnt mit den Vorbereitungen, der Organisation im Hintergrund, der bereit gestellten Technik, den Gesprächen mit der Gemeinde und der Koordination im Verein selber. Es sind die 1001 Kleinigkeiten die im Hintergrund stattfinden und die den eigentlichen RC Rennfahrer nicht direkt interessieren.
Doch damit das so ist, bedarf es einiger helfender Hände, einigem organisatorischen Geschick und sicherlich auch Erfahrung einiger weniger. Hier steckt viel gegenseitige Hilfsbereitschaft, gegenseitiges Vertrauen aber auch Verbundenheit zum Verein und Verbundenheit zur Veranstaltung drin.
Viele Fahrer vergessen, dass ohne diese Arbeit und Tätigkeit eine solche Veranstaltung nur stark eingeschränkt oder gar nicht stattfinden würde.
Aus diesem Grund: Vielen Dank an jeden Einzelnen der, in welchem Ausmaße auch immer, im Hintergrund geholfen hat.

Links

Homepage des Vereins
MSV Hürtgenwald e.V.
Homepage des Cups:
Homepage des HK-Cup (Facebook)

Andere Rennberichte (Facebook):
Mick Burbach
Lena Hürtgen
Roul Nebelung
Klaus Hürtgen
Lennard Rademacher
Katja Brammertz

Ergebnisse

1:10 ORE4WD
Platz 1) Nikolas Schmitz
Platz 2) Roul Nebelung
Platz 3) Patrick Täger
B-Finale: Daniel Kreutz

1:10 ORE4WDST
Platz 1) Mick Burbach
Platz 2) Lena Hürtgen
Platz 3) Sascha Hellenmeister
B-Finale: Nino Wolff

1:10 ORE2WDST
Platz 1) Mick Burbach
Platz 2) Andreas Hüttepohl
Platz 3) Detlef Kammelter
B-Finale: Nino Wolff

1:10 ORE2WD
Platz 1) Jean-Baptiste Janssens
Platz 2) Markus Klein
Platz 3) Roul Nebelung
B-Finale: Leon Heidemann

Hobby und Hobby Jugend führe ich hier mal nicht auf, bitte Bilder betrachten.

Interesse

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