Again Racing on Sunday
HK Cup in sonnigem Frühlingswetter

Als ich am Samstag von dem Parkplatz vom Sonneneck fahre um wieder Richtung der Sekundarschule Nordeifel in Kleinhau zu fahren, in deren Turnhalle wir dann später schon mal Training fahren werden, fällt mir auf, dass es doch noch recht hell ist.

Zu meiner eigenen Verwunderung stimmt es, ist ja auch der letzte Lauf des HK Caps, und eigentlich ist das Wetter schon so gut, dass man auch Outdoor hätte fahren können, aber es ist der letzte Cup in dieser Elo Klasse und nächste Woche gibt es dann noch einmal den dritten Teil von „Triple Days Langenfeld“ und dann vielleicht noch vereinzelte Elo Rennen.
Damit ist die Wintersaison 2019 / 2020 eigentlich schon wieder zu Ende, ich seufzte als ich auf die Umgehungsstraße nach rechts abbiege und langsam das Gaspedal meines PKWs durch drücke .

Der beste Tuning Motor

Schnell habe ich meinen Platz in der Dusche angelaufen, mein Schrauber Tisch aufgebaut, die Akkus eingeschraubt und die nächsten Akkus zum Laden an das Ladegerät gestöpselt und bewege mich nach unten zu Strecke. Ein prüfender Blick von oben zeig mir den groben Verlauf und ich versuche zu identifizieren an welchen Stellen es zu gefährlichem Crash kommen kann.

Der erste Akku ist gefahren und die Strecke liegt mir eigentlich ganz gut, ich habe auf jeden Fall keine größeren Probleme. Beim herunterklettern vom Fahrerstand begrüßen mich die Jungs aus Bischofsheim. Händeschütteln ist aufgrund der Corona Gefahr verpönt, Armin steht bereits auf dem Fahrerstand und dreht seine Runden, man hört es, da er laut argumentiert, wie schwer er die Strecke zu fahren findet. Aus dem Augenwinkel sehe ich noch hier über die Zählschleife fährt und links auf die lange Gerade einbiegt und sich jetzt darauf vorbereitet mit Vollspeed die Gerade entlang zu stürmen. Ich drehe mich weg und auf einmal hört man einen Knall und den Ausruf „Was war das denn jetzt!“

Ein weiterer Fahrer aus dem Fahrerfeld ruft: „Armin, dein Motor ist draußen!“.
Bitte was?!?  Ich schaue selbst und sehe wie Armin noch zügig über die Strecke zu seinem Buggy geht und tatsächlich. Er hatte auf der Geraden die Seiten Bande getroffen, dadurch stieg der Buggy auf prallte gegen eine Querleiste des Fensters, anscheinend war dieser Aufprall so stark, dass der Motor aus dem Buggy katapultiert wurde und vor dem Buggy auf der Graden zum Stehen kam.
Wie es immer so ist, wer den Schaden hat muss für den Spott nicht sorgen, und so war es natürlich ein beliebtes Thema an diesem Wochenende das manche Fahrer Motoren verbauen, die anscheinend schneller als der eigentliche Buggy sind.

SDX4 Evo

Meine Spyder SDX4 Evo war in diesem Rennen zuverlässig. Die Setupeinstellungen die ich nach meinem ersten Trainingslauf durchführte gingen schnell und hatten zuverlässig die Wirkung die ich erwartet hatte. Leider stellten sich in den Qualifizierungsläufen die Reifen als Abgefahren heraus. Angenehm war, dass der Spyder SDX4 Evo sich nicht durch das langgezogene Rüttelbrett “aufschaukelte” und ich zügig im Innfield vorankam, dabei aber einen guten Kompromiss zur Kurvenstabilität aufzeigte.
So konnte ich an diesem Wochenende mit meinem Layout auf einen agilen, kurvenfreudigen und mit stabilen Sprungverhalten ausgestattetem Buggy zurückgreifen.

Wie klein die Welt ist

Ich sitze gebeugt über meinen Buggy und schraube noch etwas am Setup rum, dann begutachte ich die Reifen. Da höre ich aus dem Nebenzimmer eine mir bekannte Stimme. Markus „Specko“ Lehr ist auch beim HK Cup anwesend. Das wundert mich denn normalerweise prüfe ich die Nennlisten ab, um zu sehen wer von den Fahrern mir bekannt ist und mit wem man bestimmt ein gutes Schwätzchen halten kann. Nach einigen Minuten komme ich aus der Dusche raus und begrüßt ihn. Da er bekannt dafür ist, dass er auf den Hessencup Rennen oft Kuchen mitbringt, wird das natürlich gleich eingefordert.

Specko, wo ist denn die Kuchenschachtel?!?“

Ein Grinsen ziert sein Gesicht und wir unterhalten uns im Anschluss über die Hessencup Internetseite, die Rangliste dir ab 2020 führen wird. Dann unterhalten wir uns noch kurz zu den HK Cup, und warum er hier ist.
Wie klein die Welt ist denke ich mir, es ist eben ein einfacher Effekt, hat man einmal ein paar Rennen besucht, so laufen einem immer wieder gleiche Personen über den Weg, es entwickelt sich immer eine Hilfsbereitschaft und man ist nie unter vollkommen „Fremden“ oder unbekannten Fahrern. Ein schöner Nebeneffekt einer Nischensportart, also dem RC Rennsport.

Ein seltenes Bild

Der 5te Akku ist durch, ich merke langsam, dass die Augen brennen und auch meine Reaktionsfähigkeit etwas nachgelassen hat. Es ist ja auch schon spät, aber einen habe ich noch und den werde ich jetzt auch noch fahren.

Ich steige vom Fahrerstand herunter und hebe mein Buggy auf und als ich dann den Blick über die mitfahrenden Fahrer schweifen lasse, staune ich. Da steht Klaus Hürtgen selber auf dem Fahrerstand und dreht auf der Strecke einige Runden, eigentlich ein seltenes Bild, da er als Hauptorganisator, Rennleiter und Zeitnehmer in einer Person schon genug zu tun hat.

Aber es sei ihm gegönnt, denn er hat sonst wirklich viel Stress und warum soll er nicht selber einige Runden in Trainingsabend das Gummi auf den Teppich bringen.

Alter, wo ist mein Buggy

Trainingszeit, man versucht natürlich so viele Runden wie möglich zu fahren. Erneuter Wechsel des Akkus konzentrieren Rot auf Rot, Schwarz auf Schwarz, festschrauben des Akkus und ab geht’s .

Beide Lüfter kontrolliert, Karo drauf und langsam runter zu Strecke gehen. Der Bereich direkt vor dem Fahrerstand ist so etwas wie eine Boxengasse, dort stelle ich mein Buggy ab, warte nun auf einen freien Platz auf dem Fahrerstand. Nach zwei Minuten ist etwas auf dem Fahrerstand frei geworden ich klettere also gemütlich auf den Fahrer stand und will nun die Teppichspinne auf die Strecke lenken.

Nun schaue ich nach unten und… Moment mal, wo ist mein Buggy hin, der stand doch eben gerade noch da. Mir läuft es kurz heiß den Rücken runter, bin ich etwa beim Hochklettern auf den Fahrerstand an meinem Gashebel gekommen? Mein Blick schweift über die Strecke, aber der Buggy ist nicht da. Mein Blick schweift weiter nach rechts und dort sehe ich einen breit grinsenden Klaus der mit Sascha dasteht. 😂 Nach dem sie mir zu Zwinkern und den Buggy breit grinsend wieder in die Boxengasse zurückstellen.

Das war natürlich kein gescheiterter Diebstahl, sondern einen Witz unter Fahrern und er ist Ihnen sogar gut gelungen. Das meine ich mit „familiären Verhältnis“, man kennt sich, man respektiert sich und man weiß das hier jeder nur seinen Spaß haben will.

Alter onroad Fahrer

Doppelsprung, gezogene Linkskurve, erneuter Sprung, noch mal Linkskurve um 180°, dann über das langgezogene Waschbrett und über die langgezogene 225 Grad Kurve nach Rechts jetzt sind die Ziel Schleife…

Oh wer ist denn das, den Buggy hinter mir kenne ich doch, der versucht zu überholen 😏

Egal links gezogene Kurve, Zeitschleife, Vollgas auf die Gerade. Hier kann mich mein Verfolger sowieso nicht überholen, ich konzentriere mich jetzt auf die Linkskurve am Ende der Geraden und versuche sie langgezogen zu nehmen damit ich nicht zu viel Geschwindigkeit verliere.

Mein Verfolger schert aus und zieht im Kurven-Scheitelpunkt innen an mir vorbei. Ich bin etwas beeindruckt und überrascht, denn das hatte ich nicht erwartet, dass scheint ja ein verrückter Fahrer zu sein. Bei erneuter Sichtung des Buggys sehe ich auch die Farben genauer, da muss es aber schon noch eine verbale Quittung für Markus “Specko” Lehr geben.

“Specko du alter Glattbahner, da hast du aber mal wieder tief in die Trickkiste gegriffen!?!”

“Na wenn du so langsam in der Kurve bist!!!”

Eigener Verlauf

Vorabendtraining

Dadurch das ich ja schon langsam trainiert war, wo ich meinen Schrauberplatz aufbaue und wie, konnte ich recht viele Akkus fahren. Das hilft dann auch immer, sich eben genau auf die Strecke einzufahren und mit drei Akkus im Wechsel konnte ich immer zwei Fahren und einen Laden.

Ich hatte Glück das mein Setup vom 4ten HK Cup Lauf hier auf das Streckenlayout gut passte und ich auch – obwohl auch ich 3x die Bande am Ende der Graden hörbar berührte – keinen defekt am Trainingsabend hatte.

Am Morgen konnte ich dann mit den neu verwendeten reifen 2 Trainings Akkus in den Teppich brennen.

1ster Qualifikationslauf

Sonntagmorgen, die Fahrerbesprechung liegt hinter uns und der erste Qualifikationslauf liegt an.

Dann ging es los und vom Start her war ich eigentlich recht gut dabei, natürlich gibt es einige Fahrer die besser sind. Irgendwie hatte ich so ab der Hälfte der Zeit ein leicht schwammiges Gefühl auf der Hinterachse, was mich auch zu einigen Fahrfehlern verleitete. Trotzdem hatte ich am Ende 15 Runden und viel damit auf der Rangliste ins untere Drittel.

Als Ergebnis des Qualifikationslaufes ist, wollte ich mir mehr Grip auf die Hinterachse bringen und versuchte verschiedene Sturzeinstellung auf der Hinterachse.

2ter Qualifikationslauf

Obwohl ich den Sturz auf der Vorder- und Hinterachse sowie die Fahrzeughöhe insgesamt noch einmal überarbeitet hatte, hatte ich nun immer noch eine schwammiges Heck, dass mir eindeutig zu früh ausbrach, im Gegensatz zu den Fahreigenschaften aus dem Training, die ich am Vorabend erlebt hatte.

Das hatte mich bis zur Mitte des Vorlauf ist stark beschäftigt und brachte mir einige Fahrfehler ein, dann ab der Mitte kann mich langsam in den Fluss und konnte auch mit dem schwimmenden Hack etwas arbeiten sodass ich doch dann noch 15 Runden schaffte, allgemein war ich aber nicht zufrieden damit denn ich hatte mir mehr erhofft.

3ter Qualifikationslaufe

Ich hatte zwischen den Qualifikationsläufe noch einmal den Sturz und die Fahrzeughöhe überarbeitet noch mal die Reifen verglichen und war mir eigentlich sicher, dass ich es hier eine Wirkung geben sollte. Zu meiner Enttäuschung war diese Wirkung kaum spürbar und so hatte ich bis Mitte des Qualifikationslaufes noch einige Probleme, konnte mich aber doch noch etwas besser an mein Fahrgefühl gewöhnen und schaffte somit letztendlich noch eine gute Rundenzahl.

Nach dem letzten Qualifizierungslauf, und nachdem ich meinen Akku wieder ausgebaut hatte damit er schnell geladen wird, ich keine Defekte an meinem Buggy verzeichnen konnte schlenderte ich zur Rangliste.

Ich war doch etwas positiv überrascht, denn ich hatte mit meinem fahrerischen Leistungen doch noch den letzten Platz im B-Finale erreicht, was mich somit wenigstens aber doch im Mittelfeld halten würde, und was ich mir für dieses Wochenende bei dem starken Fahrerfeld gar nicht erhofft hatte.

Finale

Im B-Finale startete ich vom letzten Platz in der Startaufstellung. Trotzdem war ich total befreit, denn ich wusste, eigentlich muss ich nur durchfahren tiefer sinken in der Rangliste kann ich nicht, aber ich konnte immerhin noch einen Fahrer überholen und damit aufsteigen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich gegebenenfalls doch einen Fahrer überholen könnte, war immerhin gegeben.

1ter Finallauf

Im Stadtgetümmel schaffte ich es drei Fahrer hinter mich zu bringen und verteidigte diesen Platz auch ein bis zwei Runden. Zwei Fahrer macht dann aber doch so viel Druck, dass sie irgendwann an mir vorbei zogen, die Startnummer 3 hatte dann aber doch Probleme an mir dran zu bleiben, er machte einige Flüchtigkeitsfehler und in der drittvorletzten Runde einen zeitaufwendigeren Fehler, der mir dann Abstand und den vorletzten Platz in diesem ersten Finallauf sicherte.

2ter Finallauf

Der Start lief für mich glücklich ab, ich konnte die Startnummer 3 hinter mich bringen und einen weiteren Fahrer. Einige Runden konnte ich den Druck der Verfolger standhalten, dann zog ein Fahrer an mir vorbei, währenddessen ich am Ende des Finallauf in einem wilden Getümmel aus verschiedensten Fahrern wieder einen anderen Fahrer hinter mich bringen konnte und somit zwischen mich und die Startnummer 3.

Am Ende hatte ich dann das Glück doch wieder Vorvorletzter zu sein mit zwei Fahrern hinter mir.

3ter Finallauf

Ich stehe auf dem Fahrerstand und irgendwie liegt die Spannung wie knisternde Alufolie in der Luft. Man kann das nur schwer beschreiben, man rechnet sich seine Platzierung hoch und runter, man weiß ungefähr welcher Fahrer gleich stark ist, und man weiß, dass man am Anfang eigentlich einige Plätze gut machen muss, damit man dann im Fahren nicht zu weit nach hinten fällt.

Jetzt galt es, alle diese Gedanken wegzuwischen und sich nur auf das Fahren zu konzentrieren, auf jede Kurve, auf jede Gerade, auf jedes Hindernis, immer konzentriert den Buggy richtig fahren, damit man keine Fehler macht und keine Zeit, keine Sekunde an seine Verfolger verliert.

Das Startsignal ertönt, und ich komme als Letzter weg bzw. kann ich meinen Platz vom letzten Startplatz der Startaufstellung nicht verbessern und fahre den Fahrerfeld Stoßstange an Stoßstange hinterher, wenn man das im RC-Modellbau Bereich überhaupt so nennen kann.

Jetzt hieß es, sich nicht zu sehr vom Pulk des Fahrerfeldes abhängen zu lassen und sich dann als Überrundungsopfer zu präsentieren. Nach dem ersten vier Runden machten dann einige Fahrer vor mir Fehler, sodass ich diese überholen konnte und mir einen Platz im Mittelfeld sichern konnte.

Ein mir von der Farbgebung bekannter Buggy, den ich in den letzten zwei Finalläufe immer als gleich stark empfunden hatte, bringe ich durch eine gute Fahrweise hinter mich, aber der macht jetzt natürlich Druck. Nervös höre ich die Zeitangabe, wie viel wir noch zu fahren haben, eine Minute noch und kein Fehler machen, jedes Hindernis jede Kurve sicher anfahren.

Doch mein Verfolger macht ebenfalls keine Fehler, verkürzt den Abstand und macht spürbar Druck und ich merke wie anstrengend es ist, jetzt die Konzentration zu halten. Innfield, Rechtskurve, dann Sprung und hier habe ich zu viel Gas gegeben so dass es mich auf den Rücken legt. Obwohl der Helfer schnell ist zieht der mich verfolgende Buggy an mir vorbei. Ich hänge mich an seine Heckflügel, aber es ist natürlich vorbei, die letzten 30 Sekunden laufen und ich hole ihn nicht mehr ein.

Vor meinem geistigen Auge sehe ich eine Szene aus den 60er Jahren, als wenn es in einem 1:1 Rennsport in den alten Formel1 Monoposto wäre, dann würde ich mit meinem Rennboliden im Graben liegen und mein Verfolger mit winkender Hand an mir vorbeiziehen, das sehe ich so vor meinem geistigen Auge, als ich zu meinem Helferplatz gehe.

Trotz Dieses Platzverlust in den letzten 25 Sekunden, bin ich aber doch stolz, ich war bei allen drei Finalläufe nicht Letzter, und wenn ich mich erinnern, letztes Jahr hatte ich Probleme im C Finale vom letzten Platz wegzukommen. Somit für das B-Finale und für meine Verhältnisse eine wirkliche Leistungssteigerung zum letzten Jahr.

Nicht bremsen, lass dich rollen

Kurz nach dem Effekt, dass Specko mich im Scheitelpunkt der Kurve innen flux überholt hat, erklärt er mir, dass wenn man durch die Kurve rollt man eine bessere Kontrolle über das Fahrzeug hat. Ich versuche es in der nächsten Runde, merke aber, dass ich doch lieber das Anbremsen und dann mit Gas durch die Kurve Ziehen, bevorzuge.

Ich habe noch ein paar Minuten auf dem Akku und drehe weiter meine Runden aber mit einem Auge beobachte ich natürlich sekundär Specko’s Buggy und mit welcher Geschwindigkeit er durch diese Kurve geht. Als ich in einem anderen Bereich des Innfields bin, höre ich auf einmal einen Knall und den Ausruf:
„Ei was ist denn da los!“

Bei dem Versuch, den ich nicht beobachten konnte, war der Grenzbereich des durch die Kurve rollen überschritten gewesen, so dass die unerbittliche Bande der Strecke dem Versuch mit Höchstgeschwindigkeit durch die Linkskurve zu kommen ein zerstörerisches Ende bereitete.

Die Berührung der Außenbande hatte den rechten Querlenker zerstört.

Serpent Fahrer

Es kommt gar nicht so oft vor, dass man als Serpentfahrer ein Gruppenbild machen kann. Im HK Cup geht das aber, denn hier ist doch die Marke Serpent vertreten mit mehr als nur einem Fahrer. Ja, mir ist natürlich klar, dass ich nicht so viele Platzkarten und Pokal wie Andree und Sascha hinter meinen Buggy stellen kann, aber das kann ja alles noch kommen, an der Technik würde es nicht scheitern.

v.l.n.r. Bernd Falkenhain, Andree Arzenheimer und Sascha Hellenmeister

RC Rennfahrer Garn

Während der letzten beiden Finalläufe ist im Fahrerlager schon viel los. Einige bauen bereits ihre Schraubertische ab pendeln zu ihren Autos, verstauen ihr RC Material in den realen PKWs, während in der Halle die Finalläufe gefahren werden, auf den Fahrer Ständen Spannung in der Luft liegt und die Zuschauer sich die verschiedenen spannenden Zweikämpfe ansehen.

Nach dem letzten Finallauf fängt wieder, wie jedes Mal bei den Elektro 1:10 Indoor Klassen, die Metamorphose der Rennstrecke zurück zur Turnhalle an. Alle packen an, der Teppich wird zusammengerollt, die Hindernisse werden weggeräumt und hier und da wird das ein oder andere Gespräch geführt.

In eine der Umkleidekabinen hatte sich eine kleine Gruppe zusammengefunden, und betrachtete den X-Ray 1:8 Verbrenner Buggy. Nachdem wieder so einige Rennfahrer Geschichten kommuniziert wurden, der Buggy betrachtet wurde kam, der beste Spruch von Andree:

„Schmeiß mal an das Teil!“
„Ja aber ohne Starterbox geht das ja gar nicht!“
„Naja, früher haben wir das mit Fahrradreifen angeschmissen, da kannst du es ja hier mal auf der Kabeltrommel versuchen!“

Die Anwesenden müssen alle lachen, der Witz zwar gelungen, denn jedem war klar, ohne Starterbox lässt sich ein Wettkampf Buggy nun einmal nicht einfach so starten, und der Witz, dass das früher mit Fahrradreifen gemacht zu haben, der passte.

Corona kündigt sich an

Es waren bereits durch die Medien gegangen, dass auch in NRW, insbesondere in Heinsberg mehrere Corona Fälle aufgetreten waren. Allgemein waren auch bei dieser Veranstaltung schon vermehrt Desinfektion Mittel auf den Toiletten, und Händeschütteln wurde allgemein vermieden.
Zum damaligen Zeitpunkt war natürlich niemandem bewusst, dass es wohl einer der letzten RC Rennveranstaltung im Indoor Bereich war, die vor, oder zu Beginn der Corona Pandemie noch stattgefunden hatte.
Es ist aber immer so wie es im Leben ist, solange man den Luxus hat solch ein solches Hobby zu leisten und dieses zu pflegen, ist ein der Verlust des selbigen noch nicht so bewusst. Verliert man aber die Möglichkeit dieses Hobby auszuüben, sich mit den anderen Fahrern zu messen und auch den sozialen Kontakt im Fahrerfeld zu pflegen, wird es einem schmerzlich bewusst, dass man es doch sehr vermisst.

Sind wir nicht alle…

…ein bisschen Bluna?
Die Mitbetreiberin der Pension musste schon etwas grinsen, als ich mit Ihr die Frühstückszeit aus machte. „So wie die anderen Herren!?“, „Ja, so wie die anderen Herren…!“

So kam es, dass wir zwar an getrennten Tischen, aber doch sehr alleine als RC Rennfahrer unser Frühstück einnahmen. Und natürlich gehört auch das dazu, für Außenstehende sind es einfach nur erwachsene Männer die komisches Zeug daher reden, über RC Modelle, Antrieb, Motoren Turns, ob man hier in dem Tal überhaupt Urlaub machen könne oder was einen sonst in die Eifel treiben würde, warum Motoren vor Buggys auf Graden liegen und vieles, vieles mehr. Man möchte es aber auch nicht missen, denn es gehört einfach dazu.

Der Verein

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Der MSV Huertgenwald e.V. ist ein bereits älterer und erfolgreicher Modellbauverein. Er verfügt über verschiedene Sparten und betreibt zusätzlich eine Outdoor Offroad strecke die auch im OR8 NRW Cup stetig unter den zu fahrenden Strecken zu finden ist. Auch beim 3ten Lauf des HK Cup ist der Verein durch ein „ausgewogenes“ und erfolgreiches Catering und Manpower Support in Erscheinung getreten.

Neckisches Fahrerlager Schnack

Natürlich ist kurz nach der Begrüßung auch Sascha Hellenmeister und Andree Arzenheimer mit von der Partie auf dem Fahrerstand. Es beginnt der typische Fahrerlager Schnack und das nette und neckische Ablenken auf dem Fahrerstand. Aber genau das macht es aus, dass man sich kennt, sich mit ein wenig Witzelei immer wieder vor Augen führt, dass alles eben ein Spaß und ein Hobby ist.

Wir sagen…

…zu wenig Danke.
Ja manche gehen davon aus, dass sogar der Verein uns als Fahrer danken müsste. Aber dabei vergessen wir doch zu schnell, dass dieser ganze RC Rennsport eine Interaktion zwischen Fahrern und Verein ist, denn ohne das eine geht das andere nicht. Aber wir vergessen die vielen, vielen stillen Helfer die es vor, nach und bei einem Rennen gibt. Sei es die Person die am Morgen den Kaffee einschenkt oder die Person die nach jedem Training und Rennen die neuen Zeiten und Ergebnislisten aushängt. Sei es die Person die in den Tagen vor dem Rennen die Verwaltung der Fahrer durchführt oder der Zeitnehmer der and am Tag die Zeitnahme sicherstellt. Es sind die Personen die auf keinem Siegerfoto auftauchen und ohne die es aber kein Siegerfoto geben würde.
Vielen Dank für Eure Unterstützung und Eure Hilfe und vielen Dank an Klaus Hürtgen der diese HK Cup auch in der Wintersaison 2019 / 2020 ermöglicht hat. 😃👍

Links

Homepage des Vereins
MSV Hürtgenwald e.V.
Homepage des Cups:
Homepage des HK-Cup (Facebook)

Andere Rennberichte (Facebook):
Lena Hürtgen
Markus “Specko” Lehr
Roul Nebelung
Nikolas Schmitz

Interesse

Hast Du Interesse an einem RC Rennen, willst Du mehr wissen?
RC Rennen, dass kannst Du ganz einfach auch! Schau Dir dazu diesen Blog an:
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Ergebnisse

1:10 ORE4WD
Platz 1) Roul Nebelung
Platz 2) Nikolas Schmitz
Platz 3) David Kottus
B-Finale: Thomas Masthof

1:10 ORE4WDST
Platz 1) Sascha Hellemeister
Platz 2) Markus “Specko” Lehr
Platz 3) Andree Arzenheimer
B-Finale: Nino Wolff
C-Finale: Mark Zarte

1:10 ORE2WDST
Platz 1) Detlef Kammelter
Platz 2) Andreas Hüttepohl
Platz 3) Lena Hürtgen
B-Finale: Nick Schmitz

1:10 ORE2WD
Platz 1) Thibault Jacqueloot
Platz 2) Nikolas Schmitz
Platz 3) Jean-Baptiste Janssens
B-Finale: Patrick Rebmann

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