Hürtgen… What!?!
Hürtgenwald again… lets go fast…

Wie kleine Insekten flitzen die Buggys auf der langen Graden am für das Infield zuständigen Helfer vorbei. Während der Zeitnehmer und Rennleiter die lange Grade heruntersieht, und die Buggys in der Entfernung entschwinden sieht.

Dabei kommt es immer wieder zu faszinierenden Zweikämpfen im engen und schwierigen Infield. Grade die 180° Kehre mit Lenoium Boden nach einer sehr lang gezogenen vorhergehenden 180° Kurve ist einfach oft der Punkt, bei dem sich die jeweiligen Verfolger aneinander vorbei mogeln.

Inhalt

24. Feb 2022

Ich kann nur schreiben, dass ich seit dem 24. Februar 2022 eine in Teilen auftretende Schreibblockade habe. 😔

Mir ist bewusst, dass „Beside the Race“ politisch neutral ist und bleiben soll.

Jeder darf sagen, dass es schon immer und eigentlich fast an jedem Tag auf der Welt einen militärischen Konflikt gab, in dem mit Waffengewalt anstatt mit Worten gesprochen wurden. 

Aber es ist – aus meiner ganz privaten Sicht – eine Zeitenwende, wenn ein brüderlicher Nachbarstaat in einem konventionellen Angriffskrieg von einer Atommacht niedergerungen werden soll. Es ist eine Zeitenwende, wenn wir in die Zeit des kalten Krieges mit Stellvertreter-Kriegen zurückgeworfen werden. In einer Zeit, wo wir als Menschen langsam realisieren, dass es globale Probleme und Herausforderungen für unsere Zukunft gibt. In einer Zeit, in dem seit mehr als 75 Jahren in Deutschland – zu unserem Glück – kein Krieg mehr stattgefunden hat und es Generationen gibt, die lediglich aus Erzählungen Kriegsschrecken kennen.

Mein Mitgefühl ist bei dem freien und demokratischen Volk der Ukraine die der Welt vor Augen führen, was eine freiheitliche Demokratie an Mut, Kraft und Opferbereitschaft aufbringen kann.
☮ 🕊 😢 🇺🇦 😢 🕊 ☮

6 ½

Ich komme fast pünktlich in der Halle an und schaffe es recht schnell meinen Schrauber Platz auf zu bauen. Von oben sah die Strecke sehr “zusammengedrückt” aus und hatte einige interessant wirkende Sprünge.

Nun ging es daran, den Buggy einmal grob zu überprüfen und dann schnell mit leicht abgefahrenen Reifen eine bis zwei Trainings Akkus zu fahren.

Schnell merkte man, dass die Strecke ein recht enges Infield hatte. Alle die Fahrer, die auf maximale Motorauslastung Ihr Setup aufgebaut hatten, kamen nun in das Problem, dass der Motor des jeweiligen Buggys schnell an die Hitzegrenze des „zumutbaren“ für die Hardware schrammte.

Am Ende geht das Layout ganz gut von der Hand und dank der Opferbereitschaft der Familie Hürtgen, lohnt sich der Trainingsabend und fast als einer der letzten verlasse ich die Halle. 6 ½ Akkus habe ich auf der Uhr und man merkt nun auch die Müdigkeit. Aber final bin ich positiv überrascht, dann ich fahre laut Zeitansage ganz gute Rundenzeiten.

Das Strecken Layout

Die Start-Ziel Grade ist wie immer traditionell an der Fenster Seite der Turnhalle. Am Ende der Graden kommt eine lang gezogene und langsam schließende 180° Linkskurve. Am Ende der Kurve kommt es zu einer weiteren, eng gefassten 180° Kehre, die auf Lenoium Boden gefahren wird, es folgt eine kurze Zufahrt dann eine 75° Rechtskurve, ein kurzes und schmales „Waschbrett“, dann eine 90° Rechtskurve, eine S Schikane und eine 90° Rechtskurve mit einem kleinen Sprung der sofort in einer 180° Kehre übergeht, dieser wiederum geht in einen direkten Tabel über, es folgt eine 160° Kehre und eine lang gezogene 110° Linkskurve, dann folgt eine flache Sprungkombination, eine lang gezogene 90° Linkskurve – in der auch die Zeitschleife lag -, ein kurzer Tabel mit einer eng geschnittenen 90° Linkskurve, eine S Schikane, eine große 180° Kehre, kurze Grade dann eine 180° Kehre und dann ging es zum Eingang auf die Start-Ziel Grade.

Endlich auch einmal…

Wenn ich in Hürtgenwald bei den ORE Indoor Rennen teilnehme, dann habe ich es mir angewöhnt, in einer vor Ort liegenden Pension unter zu kommen. Bei den Spritpreisen und der Anreise von 1 ¼ Stunden rechnet es sich. Hier hatte ich damals 2019 den Tipp bekommen, dass sich die Pension „Haus Sonneneck“ in Simonskall hervorragend eignet.

In dieser gibt es neben dem Speisesaal eine kleine Sofa Ecke und in den letzten Übernachtungen bin ich immer in meinem Zimmer geblieben, zum einen, weil ich entweder zu müde war, niemanden der anderen Anwesenden kannte oder einfach auch mal froh war dann nachts meinen Kopf vor dem TV-Gerät berieseln zu lassen.

Aber dieses Mal hatte Markus “Specko” Lehr und ich uns fest vorgenommen, in dem „Wohnzimmer“ einzukehren. So saßen wir beide noch einige Minuten dort, tranken ein kühles Radler und sprachen über das Hobby, Markus erwarteter Nachwuchs, RC Technik, den Hessencup, das laufende RC Rennen und natürlich den berühmt berüchtigten „Fahrerlager Schnack“.

Ein schöner Abend und ein gemütliches Beisammen sein, auch wenn wir ganz egoistisch nur zu zweit waren, Danke Markus…

Umwege

In unserem Duschraum sitzt Michael Reimann. Michael fuhr in der Fun Gruppe mit, was mich neugierig machte, warum er überhaupt RC Rennen fahren würde.

Es machte mich einfach neugierig, was einen „gemeinen“ Wald-, Wiesen-, und Feldwegfahrer nun zu dem Aufwand zu einem RC Rennen bewegte. Durch einige naive Fragen tastet ich mich langsam an die Motivationsquelle heran, bis Sascha Hellemeister dann den „Konten platzen“ ließ. Er teilte Michael mit, dass er grade mit dem Autor von „Beside the Race“ sprechen würde und seine Geschichte dann auch garantiert auf der Homepage landen würde.  Nun, dann wollen wir der Vorhersage einmal nachkommen.

Letztendlich war die Geschichte aber nicht ungewöhnlich, denn Michael war Mitglied in einem Verein gewesen, in dem der 1:8 Bereich etwas stiefmütterlich behandelt wurde. Die Herleitung seiner Vorgeschichte könnte man wie folgt – sehr grob – in „Stichworte“ zusammenfassen: RC Car gekauft, hier und da mal was Gefahren, Verein mit Strecke gesucht, unzufrieden mit dem Verein gewesen, Verein gewechselt. Er wechselte zu dem Verein der „RC-RaceCrew“ und dem „Eifelring Mechernich“ (Link zur Vereinshomepage). Hier wiederum hatten Ihm dann die Mitglieder zur Teilnahme an einem RC Rennen in der ORE Klasse geraten, einfach um Erfahrungen in RC Rennablauf und im RC Rennfahren zu sammeln. An diesem Wochenende war es somit sein 2tes RC Rennen.

Oft ist es so, dass Vereinsmitglieder zwar im Verein aktiv sind, aber aus ganz unterschiedlichen Gründen kein Interesse an RC Rennveranstaltungen haben. Natürlich ist daran Nichts auszusetzen, denn jeder Verein braucht auch Mitglieder, die eben für den Verein da sind. Michael zeigte aber auch, dass es wirklich interessant sein kann – für den jeweiligen RC Fahrer -, sich einmal der Herausforderung eines RC Rennens zu stellen.

Es sind oft die gleichen Erlebnisse und positiven Erkenntnisse, der Erfahrungsaustausch, die unterschiedlichsten Tipps und das Gefühl mit anderen „in sportlichem Wettkampf“ auf einer Strecke zu fahren, die die jeweiligen „Neulinge“ – so wie auch mich damals – positiv überwältigen.

Ich glaube auf jeden Fall, das Michael an dem Wochenende einen guten und weiterführenden Eindruck eines RC Rennens mitbekommen hat, inklusive dem chaotischen „Fahrerlager Schnack“ im Duschraum mit den anwesenden verrückten Typen.

Zeiten ändern sich

Irgendwann an dem Wochenende komme ich mit Klaus ins Gespräch. Wir unterhalten uns und er gibt zu bedenken, dass sich die Zeiten geändert haben. Früher konnte er seine „Kunden“ am Gesicht oder der Stimme erkennen. Seitdem aber das Internetgeschäft zugenommen hat, ist dieses nicht mehr so einfach, beschrieb Klaus Hürtgen. Eine seiner größeren Befürchtungen war es, beim HK-Cup unwissentlich einer seiner „premium“ Kunden zu begegnen, ohne Ihn zu erkennen.

Dieses sei früher undenkbar gewesen und heute könnte es ohne Weiteres dazu kommen. Es sei das veränderte Geschäftsumfeld im RC Hobby Bereich, da sich vieles aus dem Telefonat / Geschäftslokal hin ins Internet verlagert hätte und das Internet auch für einen Shop Betreiber in gewisser Weise den Kunden doch recht anonym belasse.

Interessant, denn daran hatte ich als Kunde nie gedacht. Nur weil ich mehr oder weniger Material beim HK-Modellbau Shop einkaufen würde, würde ich nicht einmal im Traum daran denken eine Sonderbehandlung zu bekommen. Aber auf der anderen Seite kann ich den Gedankengang von Klaus Hürtgen nachvollziehen.

Aber wir alle wissen, dass sich die Zeiten in dem RC Modellbau Bereich geändert haben, wie man auch hier lesen kann, bei der Insolvenz Erklärung von Graubner.

Statler und Waldorf

Ja, irgendwie kommt man sich hier beim HK-Cup im Waschraum so vor, als würde man in der ersten Reihe der „The Moppet Show“ sitzen und stetig Statler und Waldorf beim Schrauben und „Fahrerlager Schnack“ zusehen bzw. zuzuhören. Nein, ich meine das nicht „beleidigend“, sondern es ist für mich der beste Vergleich um das Feeling des Fahrerlagers zu erfassen bzw. verständlich fest zu halten, dass Sascha Hellemeister und Andree Arzenheimer versprühen. Da beide Serpent Fahrer sind, ist es natürlich auch immer ein interessanter und wertvoller Erfahrungsaustausch, vielen Dank dafür an die Beiden.

OK, für die jüngeren Leser des Rennberichts sollte ich den Begriff „Statler und Waldorf“ mit mehr Background Informationen anfüttern. Mit den beiden Namen verbindet die Mehrheit des TV-Publikums aus den 70er – 80er Jahren zwei Komik Puppen aus einer Kinder TV Puppenshow die im Form einer großen Hollywood Bühnen Show aufgemacht wurde. Die beiden saßen als Dauergäste in einer Loge und haben abfällige Bemerkungen über die Bühnenshow und die Protagonisten auf der Bühne gemacht. Weitere Informationen zu „Statler und Waldorf“ ( Link ) und weitere Informationen zu „The Muppet Show“ ( Link ).

Hier die Serpent Fahrer vom Wochenende:

Eigener Verlauf

Ankunft & Training (Samstag)

Ich komme pünktlich an und schaffe es an dem Abend 6 ½ Akkus in den Teppich zu brennen. Somit habe ich ausreichend Zeit in Ruhe das Setup zu prüfen und mich auf das enge Layout der Strecke einzufahren. Am Ende in den letzten 2 Akkus bin ich über meine relativ – im Verhältnis gesehenen – guten Rundenzeiten positiv überrascht.

Bevor ich zu müde und unkonzentriert werde, breche ich das Training ab und räume in Ruhe mein Schrauberplatz auf. Andree „Atze“ Arzenheimer und Sascha Hellemeister sind bereits auf dem Heimweg und ich bin einer der letzten die im Duschraum das Licht ausschalten.

Sonntag

Ankunft

Nach einem gemeinschaftlichen Frühstück und dem räumen des Zimmers, komme ich pünktlich zur morgendlichen Hallenöffnung an der Schul-Turnhalle an. Einen ½ Akku fahre ich noch, einfach um morgendliches Fingergefühl für den Sender zu gewinnen.

Dann geht es bereits mit der Fahrerbesprechung los und Klaus Hürtgen betont, dass er bei Start Chaos als Rennleiter Neustarten würde und auch das er deutlich unfaires Verhalten sanktionieren würde. Er spricht bei der Fahrer Besprechung noch einmal allen Teilnehmern ins Gewissen.

Dann geht es auch schon los…

Qualifikationsläufe

Erster Vorlauf

Ich komme gut rein, das enge Layout lässt das Training am Vorabend spüren. Ich habe keinen einzigen Helfereinsatz, merke aber auch das meine Rundenzeit langsamer ist als das Fahrerfeld. Ich verliere auch einige Sekunden, da ich die 180° Linkskurve nach der Graden nicht unter Volllast fahre.

Letztendlich bin ich aber zufrieden, da sich kein Crash, kein defekt und kein „auf dem Dach“ parken eingeschlichen hat.

Zweiter Vorlauf

In den Vorlauf komme ich gut rein. Ich versuche in diesem Lauf durch sauberes Fahren und eine enge Ideallinie bei dem einen oder anderen Streckenabschnitt eine Sekunde heraus zu holen. In meiner dritten Runde passiert es dann, das erhöhte Risiko rächt sich. Nach dem Waschbrett in der 90° Rechtskurve ist ein hoher Curp verbaut. Ich nehme den Curp zu eng und mein Buggy wird auf den Rücken geworfen. Es entsteht kein Crash durch einen anderen „in mich reinfahrenden“ Buggy, aber bis der Helfer in mitten des Infields ist, vergeht einige Zeit.

OK, innerlich ist mir grade bewusst geworden, dass der Qualifikationslauf von den Zeiten eher mein schlechterer wird. Ich entschließe mich an manchen markanten Streckenabschnitten einige unterschiedliche Linien zu fahren, um den Unterschied zu erfahren. Ich hatte bei den anderen Fahrern hier und da unterschiedliche Herangehensweisen an die unterschiedlichen Hindernisse beobachten können und probierte diese nun noch einmal aus.

Dritter Vorlauf

Der Dritte Vorlauf steht an, ich versuche sauber und konzentriert zu fahren. Ich komme gut rein und schaffe es gleich zu Beginn in den Fluss zu kommen. In den ersten Runden kann ich spürbar die Geschwindigkeit des Fahrerfeldes mithalten und bleibe dran. Allgemein habe ich nach einigen Runden ein gutes Gefühl und habe meinen Rhythmus gefunden. Die ersten Überrunder laufen auf und ich schaffe es – trotz des engen Infields – Platz zu machen, ohne aus dem inneren Rhythmus geworfen zu werden.

Im 2ten Drittel der Rennzeit merke ich, wie ich einen Konzentrationsabfall habe und einige Fehler mache, schaffe es dann aber mich wieder zu fangen.

Nach meinem Helferposten gehe ich zur Ergebnisliste und erwarte mich auf dem letzten Platz. Ich bin aber positiv überrascht, dass ich in dem Getümmel doch 2 hinter mich bringen konnte, ein sehr gutes Zeichen.

Finalläufe

Erster Finallauf

Nach der Mittagspause stehen die Finalläufe an. Ich Wechsel auf meine besten Reifen, teste diese aber nicht in der Mittagspause.

Die inoffizielle Einführungsrunde geht so „mittelmäßig” von der Hand, obwohl ich Nichts am Setup verändert habe. Start, Renngetümmel, aber was ist das. Die ersten drei Runden sind einfach schlecht. Viele Fehler, viele Zeitverlust und Helfereinsatz. Zeit, die ich nicht mehr aufholen kann. Erst ab der vierten / fünften Runde komme ich sehr langsam und gehemmt in einen inneren Rhythmus, fahre aber deutlich langsamer als das Fahrerfeld.

Erst die letzten zwei bis drei Runden sind halbwegs „OK“, aber der gesamte Finallauf ist schrecklich. Ich hätte mit den neuen Reifen in der Mittagspause noch ein wenig Testfahrten unternehmen sollen, aber das ist mein eigener Fehler, Hochmut kommt eben vor dem Fall.

Zweiter Finallauf

Die inoffizielle Einführungsrunde geht noch halbwegs gut von der Hand. Im Rennen dann gleich in den ersten Runden ein Crash, ein Fehler nach dem anderen. In Teilen einfach unsauber gefahren, in Teilen unkonzentriert und letztlich dann einfach für mich selber unerwartet schlecht. Es geht irgendwie nur sehr, sehr schwer von der Hand und ich komme nicht in meinen eigenen Rhythmus.

Einen leichten Hauch von Renn-Flow und innerer Rhythmus ergibt sich erst in den letzten zwei Runden. Aber allgemein war der Finallauf einfach zu schlecht, sollte es wirklich nur an den Reifen liegen?

Dritter Finallauf

Hier komme ich gut rein, habe aber irgendwie eine Konzentrationsschwäche zwischen 3ter und 8ter Runde und fahre in dem Abschnitt simpel zu unsauber und zu fehlerhaft. Erst in den Folgerunden komme ich langsam wieder in meinen Fluss, aber habe zu wenig Speed um irgendeinem anderen Fahrer aus dem Fahrerfeld ansatzweise am Heck kleben zu können.

Fazit

Abschließend und mit genügend Abstand gesehen, waren es hier einfach einige gravierenden Faktoren. Das Infield war wirklich eng und ließ nicht viel Platz um Kopf an Kopf Fights ausfahren zu können, ich hatte die Nacht nicht so gut geschlafen und hatte in den Finalläufen einen richtigen Müdigkeitsflash und daraus einige Konzentrationsschwächen gezeigt.

Obwohl ich im Training mit „low Gripp Pneus“ gute Zeiten fuhr, hatte ich arge Probleme den Buggy smoth durch den Pakur zu bekommen, bei „high Gripp Pneus“. Statt aber das einzig logische zu tun, die Reifen schnellstmöglich zu wechseln, hatte ich mich einfach darin verbissen, diese weiter im Finale zu fahren. Fatal war zusätzlich das nicht wahrgenommene Training mit den neuen fürs Finale aufgezogenen Pneus. Verrückt und eine Erfahrung ist, wie gravierend unterschieldich EOS Teppich sein kann.

Aber eben auch eine Erfahrung, bei solchen „Schwierigkeiten“ immer alles in Frage zu stellen.

Wettervielfalt

Es ist eigentlich verrückt, als ich zu Hause in mein Auto steige und meinen Blick über das Panorama von Siegburg schweifen lasse, freue ich mich über ein fast schon „frühlingshaftes“ und sonnendurchflutetes Wetter.

Doch die Anreise dauert eine Stunde und 15 Minuten und neben der Zeitspanne ist hier ein doch deutlicher Zustand zu spüren, die Winterdämmerung. Je weiter ich in Richtung Düren und Eifel vordringe, desto mehr nehmen die Phasen der Dämmerung zu. Unterstützt wird dieses Gefühl noch durch einen Herbststurm mit Nieselregen. Es ist dunkler Abend, als ich bei meiner in Simonskall liegenden bevorzugten Pension „Haus Sonneneck“ eintreffe und als ich im Anschluss auf den Schulhof zum Entladen Rolle, ist es finsterer Nacht.

Verwundert über den Wechsel von Frühlingswetter, Dämmerung und Nacht schaue ich ungläubig auf meine Uhr, es ist kurz nach 19 Uhr. Na ja, es ist eben auch noch Winter – laut Kalender -, was erwarte ich also. 🤨

Eingefordert

Interessant war an diesem RC Event, das Klaus als Rennleiter – und direkt als Veranstaltungs-Verantwortlicher –, letztlich als „man in the middle“ ein vernünftiges und faires Verhalten einforderte.

Bereits bei der Fahrerbesprechung hatte er deutlich darauf hingewiesen, dass er unfaire Fahrweise, ein Startchaos das mit der „Brechstange“ gefahren würde oder eben simples Abkürzen deutlich sanktionieren würde und zur Not auch einmal Neustarten lassen würde.

Für die Leser – die mehr als nur diesen Rennbericht gelesen haben -, die sich nun wundern, möchte ich es erläutern. Ich schreibe doch immer von Fairness, Hilfsbereitschaft und sportlichem Verhalten, wieso dann eine solche „Aufforderung“?

Nun, machen wir uns hier Nichts vor, der ein oder andere Fahrer ist grade beim Start und in den ersten 2-3 Kurven bereit, den ein oder anderen Platz eben „mit der Brechstange“ zu gewinnen. Das ist nun kein „nur beim HK Cup“ auftretendes Phänomen, das ist bei vielen RC Rennen so. Jeder weiß zwar, dass das Rennen über mehrere Minuten und mehrere Runden geht, aber dieser Effekt, man könne das Rennen in der ersten Runde gewinnen, zieht sich durch.

Ein weiterer Effekt ist, dass die so genannten Fahrer, die ein Überholmanöver so fahren, das der zu überholende fast mit Garantie von der Bahn fliegt, oft bei einem RC Rennen die möglichen Grenzen austesten. Wird also Nichts gesagt und ist das Fahrerlager „leidensfähig“, wird eben mit der Brechstange das Rennen gefahren.

Am Ende macht weder ein überdimensioniertes Start Chaos oder das Fahren mit der Brechstange den Beteiligten Spaß. Es sind eben solche RC Rennen, wo man dann leicht gefrustet den Heimweg antritt, wenn solche Punkte bzw. Situationen überhandnehmen. Klar muss man sagen, dass es oft in einem sportlich überaus fairen Rahmen stattfindet und die Hilfsbereitschaft und Fairness deutlich überwiegen.

Gezeigt hat auch dieses RC Rennwochenende, das insgesamt 1x neu gestartet wurde und ab und an „Stopp and Go“ Strafen im Training und in den Qualifizierungsläufen ausgesprochen wurden.

Das Ergebnis war eine deutlich spürbare Fairness und kaum ein Startchaos. Natürlich kann ein Rennleiter nicht überall und jeden Buggy mit gleich hoher Aufmerksamkeit beobachten, aber allein die deutliche Ansprache und das erleben des „Sanktionieren“ der Fehlleistungen hatte Ruhe, Ordnung und Fairness in das Rennen gebracht. Somit vielen Dank an den Mut von Klaus Hürtgen dieses so hart durch zu ziehen und ebenfalls vielen Dank an alle Beteiligten sich hier einzuordnen und Fairness und sportlichen spannenden Wettkampf vorherrschen zu lassen.
😄👌👍😄

Einsicht

Im Grund wäre ein erfolgreicheres RC Rennen sehr einfach gewesen. Hätte ich klaren Verstands, ohne Emotionen und simpel nach den Fakten entschieden. Nach meinem letzten Reifenwechsel auf „neuere“ Reifen bin ich mit dem massiv gestiegenem Gripp Verhalten nicht mehr zurechtgekommen. OK, logisch hätte ich nach dem ersten Griff in den Sack Flöhe einfach auf meine alten Reifen zurück switchen können und hätte das Problem des „Upps, das ist zu viel Gripp“ Fahrens mit Leichtigkeit behoben.

Aber in meinem Kopf hatte sich die Grundregel festgefressen, dass man im Finale viel Gripp benötigt. Ich wollte simpel nicht wahrhaben, dass bei diesem Strecken Layout und diesem Teppich, weniger eben mehr gewesen wäre. Insbesondere wo ich am Abend zuvor gute und konstante Rundenzeiten fahren konnte, ganz ohne Helfer auf der Strecke.

So habe ich also, ganz unbewusst, meine Finalläufe aufgrund eigener Arroganz und „Uneinsichtigkeit“ in eine schlechte Ausgangssituation gestellt. Dieses hatte ich dann eben auch durch die ganzen drei Finalläufe hindurch deutlich gespürt, eben aber falsche Schlüsse daraus gezogen.

Manchmal ist eine Lösung simpel und so simpel, dass man diese in der Eigenen Betrachtung der Möglichkeiten nicht wahrnehmen will.

Teppich Spinnen Fan

Auch bei diesem RC Rennen hatte der Serpent Spyder SRX4 Gen 3 wieder verlässliche und gute Dienste geleistet. Lediglich die falsche Reifenwahl hatten meine Erfolgsaussichten und mein Setup Feeling einfach durchkreuzt. Die Hardware hatte auch bei diesem RC Rennen wieder einige „Crashs“ weggesteckt und konnte mit verlässlicher Performance punkten. Interessant war hier eben auch, dass der SRX4 Gen3 mit der Kombination aus „engem Infield“, „Waschbrett“ und „tiefer Chassis Höhe“ gut zurechtkam.

Hier eine gute Zusammenfassung der Neuheiten von www.xelaris.ch, die in dem SRX4 Gen 3 Einzug hielten. Vielen Dank an 2Speed.de für die schnelle Lieferung der Ersatzteile.

Anbei „Aufbau“ Tipps in einem PDF das Thorsten „Frosch“ Schmitz erstellt hat ( und in kleinen Teilen von mir erweitert wurde ), Link

Anderst als geplant

Ich hatte eigentlich für den März noch zwei RC Rennen geplant. Zum einen das HK-Cup Finale und den 5ten Lauf der Cup-Serie und auch den letzten Teil des AMC Langefeld „Longfield Six Days“ Round 6.

Aber das Schicksal wollte es so, das mit Ende Februar mein reales Kfz die Gefolgschaft verweigerte und die Reparatur des Gefährts sich doch hinzog. Somit konnte ich den letzten Lauf des HK-Cups 2022 am 06. März nicht antreten und aufgrund einer Termin Überschneidung werde ich auch die sechste Runde des „„Longfield Six Days“ nicht antreten können.

So muss man wieder ins „Warten“ übergehen und auf den nächsten anstehenden Renntermin hoffen. Natürlich hatte ich mir den Abschluss meiner „Winter ORE“ Saison anders vorgestellt, aber ggf. steht noch ein oder zwei Sommer Termine an, ich bin da für alles offen.

Hier schon einmal die geplanten Termine HK-Cup 2022/2023.
(Siehe Bild)

Interesse

Die Leser die ein wenig mit gelesen haben und Interesse nach mehr verspürt haben und sich fragen:
„Könnte ich da nicht auch teilnehmen?“

Ja DU kannst!
😃

RC Rennen, dass kannst Du ganz einfach auch!

Eine Rennteilnahme ist so einfach, alles was Dich ggf. an der Teilnahme hindert sind Vorurteile, falsche Ängste und das bisschen fehlender Mut einmal etwas Neues zu probieren! Es ist viel leichter als man selber denkt, einmal Blut geleckt und man ist dem Rennzirkus verfallen.
Wer auch nur den Hauch eines Interesses verspürt, sollte einmal diesen Blogeintrag lesen, denn die eigene Teilnahme ist viel leichter als gedacht….

Schau Dir dazu diesen Blog an:
👉  “Rennteilnahme ist einfach!”  👈

Der Verein

Der MSV Huertgenwald e.V. ist ein bereits älterer und erfolgreicher Modellbauverein. Er verfügt über verschiedene Sparten und betreibt zusätzlich eine Outdoor Offroad strecke die auch im OR8 NRW Cup stetig unter den zu fahrenden Strecken zu finden ist. Auch beim 1ten Lauf des HK Cup ist der Verein durch ein „ausgewogenes“ und erfolgreiches Catering und Manpower Support in Erscheinung getreten.

Fehlt da nicht was…

Wir genießen die Organisation, die regelmäßigen und klaren Durchsagen der Zeitnehmer, die Zeitnahme, Bekanntgabe der Finallaufergebnisse, die Ansage der Rennleitung, den allgemeinen Service des Versorgungsbereiches und den gesamten Rahmen um eine solche Veranstaltung. Sei es der heiße Kaffee oder das belegte Brötchen oder der Kuchen am Nachmittag.
Wir freuen uns über eine vorbildliche Strecke und einen top vorbereiteten Halle. Wir betrachten es als selbstverständlich, wenn der Servicebereich uns mit einem freundlichen „Hallo, was darf es denn sein!“ die Wünsche von den Lippen abliest und wir nehmen es als selbstverständlich hin, wenn es einen reibungslosen Ablauf gibt und wir am Sonntagabend auf ein aufregendes und schönes RC Rennen zurück schauen können.
Das alles für das Startgeld, fehlt da nicht etwas?
Ja, ein außerordentlich stark gesprochenes und übergroß geschriebenes „Danke“ an die Helfer, Teilnehmer und Menschen die etwas zur Umsetzung beigetragen haben….

Links:

Hier noch einmal die Homepage des Vereins:
http://www.msv-huertgenwald.de/

Homepage des HK Cups:
https://www.facebook.com/HKCupRC
http://www.hk-modellbau.com/

Rennberichte:

Dirk Ritzerfeld -> Link
Lena Hürtgen -> Link
Frank Wakan -> Link

Jochen Laut-> Link
Raoul Nebelung -> Link
Marcus “Specko” Lehr -> Link

Mika News Artikel -> Link

Ergebnis:

ORE 4WD

  1. Nikolas Schmitz
  2. Raoul Nebelung
  3. Frank Wakan
    B Finale Christoph Baranowski

ORE Hobby

  1. Eric Sachse
  2. Thomas Bast
  3. Stefan Wahlen

ORE 4WDST

  1. Marcus Lehr
  2. Sascha Hellemeister
  3. Leon Zöhrer
    B Finale Dominik Klein

ORE 2WD

  1. Frank Wakan
  2. Raoul Nebelung
  3. Nikolas Schmitz
    B Finale Nico Scherer

ORE 2WDST

  1. Marcus Lehr
  2. Sascha Hellemeister
  3. Jochen Laut
    B Finale Manuel Hähnel

Hinweis des Verfassers:
Die Galeriefunktion von WordPress skaliert die Fotos ab und an unvorteilhaft. Aber mit den normalen Internet Browsern kannst Du “Öffnen im neuen Fenster“ auswählen und das Bild wird in Originalgröße und original skaliert angezeigt.

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