Let’s race again…
Zu Besuch beim MSV Linsengericht…
Mit Vollgas auf die Gegengerade, den rechten Rand des Sprungs fixieren, kurzer Bremsimpuls und der Buggy fliegt im perfekten Bogen ins Infield. Der Schwung brennt in den Reifen, ich nehme den Speed komplett mit in die nächste Kurve und drifte haarscharf am Curb über den Lehm. Zentimeterarbeit am Streckenrand, dann direkt wieder Vollgas die Sprungkombination hoch. Plötzlich das Drama direkt vor meiner Nase: Mein Vordermann landet unsauber, der Wagen hebelt aus und überschlägt sich brutal. Ein Bruchteil einer Sekunde entscheidet. Ich reiße das Lenkrad rum, schieße links vorbei und drifte mit schreiendem Motor in die Pflastersteinkurve……
„Du bist auf Fünf, das war Christof!“ krächzt es aus dem Boxenfunk. Aaalllter, schießt es mir durch den Kopf. Habe ich da gerade wirklich Christof Braungart-Zink überholt?!
Vier Runden lang kann ich die Position mit purem Überlebenskampf halten und spüre seinen Atem im Nacken. Dann schlägt die Realität zu: Christof fackelt nicht lange und schiebt sich wieder gnadenlos an mir vorbei. Im Finallauf rächen sich meine Fehler – zu viele kleine Unsauberkeiten, die auf diesem Niveau sofort wichtige Sekunden fressen. Aber genau das ist es eben: RC-Modellsport ist verdammt ehrlicher Motorsport im kleinen Maßstab.
Einleitung
Zur leichteren Orientierung ist der Rennbericht in Abschnitte unterteilt, diese können direkt ausgewählt werden.
Ein – wie immer – (zu)langer Rennbericht, vielleicht “lesenswert”, vielleicht nicht, schau ob Dir etwas gefällt von den Menschen die mit Spielzeugautos im Kreis fahren bzw. den Männern mit Ihren fliegenden Kisten.
Informativ ist auch der Blogbeitrag Informationen im RC Modellbau, bleib „online“ und informiert, denn
„Rennen ist Leben, der Rest ist Warten!“
😏 Wer auf der Strecke pennt, fliegt raus – wer im Netz patzt, verliert die Leser. Ich weiß, der aktuelle Rennbericht lädt ggf. bei einigen von euch zäher als ein überfetteter Nitro-Motor. Der Grund: Ich habe das Teil mit fetten 360° Panorama-Fotos vollgepackt. Die Bilder werden aber erst beim Anklicken aktiv! 😌
Inhalt:
Der Eifelring Mechernich ist Geschichte. Und das tut verdammt weh. 💥❌
Die Würfel sind gefallen, so gab es der Verein am 29. April 2026 hier bekannt. Nach dem Rennwochenende am 25. und 26. Juni schließt der Eifelring endgültig seine Tore. Damit verliert die RC Racer Crew nicht nur ihre Heimatstrecke, sondern der Sportkreis West verliert eine der wenigen verbliebenen 1:8 Offroad-Strecken, auf denen sowohl Elektro- als auch Verbrennerbuggys noch zugelassen waren. Nur um das am Rande direkt klarzustellen: Es war nicht das letzte Rennen der gesamten NRW-Cup-Saison, aber es war das definitiv letzte Rennen auf diesem traditionsreichen Kurs.
Über die Gründe kann man lange philosophieren. Am Ende heißt es offiziell, dass der Besitzer der Sommerrodelbahn das Grundstück nicht weiterhin zur Verfügung stellt. Die Gemeinde wiederum konnte ohne zusätzliche, bürokratische Auflagen kein Ausweichgrundstück anbieten. Im Grunde ist es aber auch fast egal, wer hier welche Schuld trägt.
Das wirklich Tragische ist das nackte Ergebnis: Wieder stirbt eine Strecke. Wieder tritt unser RC-Offroad- und Competition-Hobby einen Schritt weiter aus dem öffentlichen Bewusstsein. Jedes Mal, wenn ein Verein seine Heimat verliert, bekommt die Gesellschaft ein weiteres Stück weniger von unserem Hobby und dem RC-Modellbau mit.
Es ist einfach die bittere Folge davon, dass unser Sport in der Öffentlichkeit nicht oder oft zu unspektakulär vertreten ist. Wir sehen es doch an allen Ecken und Enden. Es gibt kaum noch Spielwarengeschäfte und noch weniger echte RC-Modellbau-Fachgeschäfte. Selbst die Spielwarenabteilungen der mittleren und großen Kaufhäuser haben heute wenig bis keine echten RC-Modelle mehr im Sortiment.
Natürlich sind das nicht die expliziten Gründe, warum der Eifelring jetzt der Vergangenheit angehört. Aber es spielt eben alles ein wenig zusammen – und zwar konsequent zum Nachteil des RC-Modellbaus.
Genau aus diesem Grund ist mir diese Seite hier wichtiger als je zuvor. Diese Nachricht muss uns alle aufscheuchen und motivieren! Wir dürfen das Hobby nicht stillschweigend begraben, sondern müssen es durch Rennberichte, Bilder, Videos und Blogs in der Gesellschaft am Leben erhalten.
Darum mein Appell an dich: Wenn Du das mit deinem Gewissen vereinbaren kannst, teile diesen Beitrag. Nur so können wir interessierte Leser außerhalb unserer eigenen, kleinen RC-Bubble erreichen.
Ein letzter Schwenk über den Platz -> Link


Späte Ankunft auf dem Linsenkessel…
Der Freitag war einfach verhext. Die ersten wertvollen Minuten verlor ich schon auf dem Weg vom Office nach Hause – die Deutsche Bahn verlangte mal wieder ihren Tribut. Also im Renntempo Sachen packen, die Karre beladen und ab auf die Autobahn. Ich kam überraschend gut durch, was man auf der A3 am Freitagnachmittag rund um Frankfurt am Main nun wirklich nicht von vielen behaupten kann.
Trotzdem: Der Sekundenzeiger wanderte unerbittlich nach vorn, und es war letztendlich doch schon 22:23 Uhr, als ich am Freitagabend in Linsengericht auf den Platz rollte. Zu meinem großen Glück hatte Michael „Zini“ Zschiedrich ein Herz für mich und Bernd Spielberger. So konnten wir uns noch ein paar recht angenehme Plätze im Fahrerlager sichern. Wobei das „Wir“ in diesem Zusammenhang eigentlich nicht stimmt – es war vielmehr Bernd Spielberger, der relativ früh vor Ort war und die ganze Reservierung koordiniert hat. Danke dir dafür!
Dabei fällt mir eine Trendwende auf, die sich im Fahrerlager in den letzten zwei bis drei Jahren still vollzogen hat. Früher da reisten gut zwei Drittel der Fahrer erst am Samstagmorgen an, und nur ein kleiner, harter Kern war bereits am Freitagnachmittag anwesend. Heute? Heute reisen die ersten Verrückten schon am Donnerstag an. Wenn du am Freitagabend ankommst, ist das Fahrerlager bereits überdeutlich gefüllt. Am Samstag schlägt dann nur noch das letzte Viertel an Masse auf, um das Feld komplett zu machen.
Nun, Glück hat, wer dieses zeitintensive Hobby mit seinem realen Leben und dem Job vereinbart bekommt. Und für alle anderen… tja, für die findet man im Fahrerlager immer Kompromisse und Lösungen. Denn genau das macht unsere RC-Familie aus: Wir stehen alle zusammen, rücken ein Stück näher und helfen uns gegenseitig, damit am Ende jeder seinen Schrauberplatz bekommt.
Da Silva is Back! 🏎️💨
„I’ll be back“ – nein, das hat Da Silva weder in seinem allerersten YouTube-Video nach der selbstauferlegten Pause gesagt, noch hat er sich damals mit diesen Worten verabschiedet. Trotzdem fühlte es sich damals für viele in der Community so an, als würde ein gigantischer Leuchtturm des RC-Modellbaus plötzlich ausgehen. Wenn in der Sparte des „RC-Bashens“ so ein Urgestein die Kamera ausschaltet, ist das für unser Hobby nie wirklich gut.
Gut informierte Kreise im Fahrerlager wussten natürlich längst: Der Junge ist nicht komplett von der Bildfläche verschwunden. Er hat weiterhin in der Kleinkram-Porsche-Serie seine Pneus auf die Piste gebracht und den RC-Sport keineswegs an den Nagel gehängt. Er hatte es in seinem Abschiedsvideo ja auch unmissverständlich klargestellt: Der YouTube-Kanal sollte lediglich pausiert werden.
Aber so läuft das nun mal ab und an mit unseren Freizeit-Projekten. Wenn das geliebte Hobby, das man eigentlich als Ausgleich startet, irgendwann zur reinen Qual und Last wird, muss man an die Boxengasse fahren. Man muss sich selbst verdammt kritisch hinterfragen: Ist das alles noch zweckmäßig? Gibt mir diese Tätigkeit überhaupt noch die Erfüllung, die ich mir erhofft habe? Genau diesen harten Prozess hat er damals durchlaufen und für sich die Reißleine – sprich die „Pausierung“ des Kanals – gezogen.
Doch das RC-Fieber lässt einen eben nie ganz los! Die Begegnung mit einem kleinen Jungen bei einem „Basher-Treffen“ hat bei ihm jetzt wohl wieder den nötigen Funken gezündet. Nach einer gefühlten Ewigkeit hat er wieder Vollgas gegeben und einen neuen YouTube-Beitrag hochgeladen.
In diesem Sinne: Ein fettes Welcome Back, Da Silva! Auch wenn du für uns eigentlich nie wirklich weg warst war. Die Reifen sind warm, die Strecke wartet! 🏁
Streckenverlauf
Im „Linsenkessel“ gibt es keine klassische „Start-Ziel“ Grade, da diese bereits das im Infield liegende „S“ darstellt. Also beginnen wir am „Ende“ der Start- Ziel Aufstellung, der Graden nach der 180° Kehre der Zeitschleife. Diese Garde geht dann in eine lang gezogene links weisende S-Kurve, die direkt in eine lang gezogene erneut mit S-Schikane versehene Grade übergeht. In dieser Graden gibt es zwei Erhebungen, so dass der Fahrer zu der nachfolgenden S-Fahrweise gezwungen wird, oder eben „Springt“.
Diese lang gezogene Gerade mit S-Schikane endet in einer engen 180° Kehre über rechts, diese geht direkt in eine Sprungkombination über, die vom Fahrerfeld „6ser“ genannt wurde. Diese Sprungkombination ist ein wenig die „Achillesferse“ des Linsenkessels. Im Regelfall fährt man die ersten beiden Wellen zügig, springt diese aber nicht, dann die dritten oder vierte in 1/3 oder 2 / 2 Kombination springen und landet in der Senke vor der letzten Welle. Die sechste Welle der Sprungkombination endet gleich – bereits bei der Abfahrt – in eine erneute enge 180° Kehre über links.
Diese Kehre leitet eine der drei – auf der Strecke vorhandenen – Geraden ein, sie zieht sich grade und ohne Hindernisse bis zu einer langen und offenen 180° Kehre über Links hin, diese Kehre liegt leicht erhöht. So endet die Grade in einer leichten Stufe – Sprung – der zu Beginn der Kurve liegt.
Hier hatte der MSV Linsengericht – aus der Erfahrung der Vergangenheit – eine Schutzwand angebracht, denn in der Vergangenheit gab es schon „Absprünge“ in das Gestrüpp hinter der 180° Kehre und in den dort fließenden Bach.
Die 180° Kehre über Links zieht sich lange hin und hat eine angemessene Breite. Die Kehre endet in einer erneuten Stufe, die die zweite Gerade einleitet. Es ist eine der längsten Geraden der Strecke die sich anfügt.
Sie wird abgeschlossen mit einer Bodenwelle die eine 60° Kurve nach Links einleitet, diese erfolgt auf der Rückseite der Bodenwelle. In dem Rand der Bodenwelle sind „Motorcross Offroad-Fahnen“ – Bahnmarkierung – installiert. Ein kleines grades Stück von ca. 1,5 m dann folgt eine breite 180° Kehre über Rechts. Diese 180° Kehre verändert sich in der Regel an einem Rennwochenende, da es Lehmuntergrund ist und unweigerlich hier mal mehr und mal weniger „Löcher“ entstehen.
Erneut eine kurze Grade von 1-2 m und eine enge 180° Kehre über Links, die hier Teppich als Untergrund hat. Diese Kehre leitet eine 2er Sprungkombinatorik ein. Die 2er Sprungkombination kann in der Regel gesprungen werden, aber man benötigt doch etwas „Speed“. Der Gesamte Sprung hatte der MSV Linsengericht erneuert und er hat Teppich als Untergrund. Nach dem Sprung folgt eine 45° Kurve nach rechts, die dann direkt in eine 180° Kehre über Links übergeht, auf Pflasterstein.
Im Scheitelpunkt der 180° Kehre liegt die Zeitschleife, die dann in eine der drei Geraden auf geht, der „Start & Ziel“ Geraden, was diese Runde abschließt.
Die 360°-Panoramen sehen stark aus, fressen in den meisten Browsern aber extrem viel Leistung. Damit eure Hardware nicht kapituliert, haben ich die Reißleine gezogen, die Bilder werden erst aktiv, wenn du mit der Maus drüber gehst.
Das schont die Performance und lädt erst, wenn ihr es wollt.



Du willst die perfekte Ideallinie aus jeder Perspektive studieren? Unter diesem Link gelangst du direkt zur 360° Video-Aufnahme der Strecke.
Samstagmorgen, das Fahrerlager erwacht
Die Nacht im Fahrerlager war kurz. Noch bevor die ersten Sonnenstrahlen den Linsenkessel richtig erwärmen und der erste Motor überhaupt einen Mucks von sich gibt, liegt dieser ganz besondere Soundtrack in der Luft: Das leise, metallische Klimpern von Zeltgestänge, das Klappern von Werkzeugkisten und das vertraute Summen von Akkuschraubern. Letztere surren, um lange Tellerkopfschrauben als bombenfesten Heringsersatz in den harten Boden zu jagen – ein Fahrerlager-Lifehack, den mittlerweile fast jeder nutzt.
Überall werden Pavillons nachjustiert, Tische aufgebaut und die Sätze OR8-Reifen sortiert. Was gibt es Besseres, als mit einem dampfenden Kaffee in der Hand durch diese Kulisse zu gehen, während um dich herum das Fahrerlager langsam zum Leben erwacht?
Dank Bernds cooler Aktion am Vorabend hatten wir einen genialen Schrauberplatz.
Die Stimmung in unserer RC-Familie ist einfach unschlagbar. Schnell noch dem Nachbarn mit einem passenden Glühkerzenstecker ausgeholfen, den eigenen Buggy ein letztes Mal auf die Setup-Platte gestellt – Sturz passt, Ausfederweg stimmt. Der Puls steigt, die Boxencrew steht bereit.
Der Florian als Streckensprecher reißt das Mikrofon an sich und die Boxen dröhnen: „Erster Trainingslauf, Gruppe 1 bitte bereitmachen zum Vorstart!“ Jetzt zählt es. Ab auf den Fahrerstand, tief durchatmen, den Gashahn voll durchziehen und ab ins Vergnügen!
Vogelperspektive und 360° Panoramen
Bilder sagen mehr als tausend Worte, aber diese Perspektive haut euch garantiert aus den Rennschuhen! Hier ist eine Ansammlung an Drohnenaufnahmen und interaktiven 360°-Panoramen direkt von der Strecke / dem Fahrerlager. Bei den Panoramen könnt ihr euch ganz geschmeidig mit der Maus durchs Sichtfeld klicken und den Sichtwinkel selbst bestimmen. Und für das maximale Feeling: Klickt einfach auf die Schaltfläche „VR“, setzt – wenn vorhanden – die VR-Brille auf und taucht komplett in die 360°-Rundumsicht ab – mittendrin statt nur am Streckenrand!
Die 360°-Panoramen sehen stark aus, fressen in den meisten Browsern aber extrem viel Leistung. Damit eure Hardware nicht kapituliert, haben ich die Reißleine gezogen, die Bilder werden erst aktiv, wenn du mit der Maus drüber gehst.
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Eigener Verlauf
Training
Erster Trainingslauf
Auf der staubtrockenen Piste ging es in der Klasse OR 8 Hobby heiß her, und mittendrin brannte ich eine fahrerische Achterbahnfahrt in den Lehm, die mich am Ende auf einen soliden dritten Platz mit 9 Runden in 6:22.971 Minuten spülte. Da meine erste Runde nach dem Start logischerweise nicht voll als reguläre Rennrunde zählt, zeigt der Blick auf mein Zeitenblatt ab Runde zwei die ganze unbarmherzige Härte unseres Sports. Ich hatte auf den staubigen Passagen sichtlich zu kämpfen: In den Runden drei und sechs folgten heftige Rückschläge mit Zeiten von weit über einer Minute, bei denen ich durch Abflüge und das Warten auf den Streckenposten massig Sekunden liegengelassen habe. Insgesamt waren es 3x Helfer Einsätze, definitiv zu viele für die Strecke und eine gute Platzierung. Mental habe ich mich zum Rennende hin aber wieder zurückgebissen und mit einer späten, bärenstarken 33.117 und einer anschließenden 33.241 bewiesen, wie viel brutaler Speed eigentlich in mir und meinem Buggy steckt. Mein Fazit aus dem Fahrerlager fällt daher zwiegespalten aus: Meine offizielle Bestzeit von 33.177 Sekunden zeigt unmissverständlich, dass ich das Zeug für das Podium habe. Wenn ich es in den nächsten Vorläufen schaffe, die dicken Patzer abzustellen und meine Mediumzeit von 44.374 Sekunden näher an meine wahre Pace zu bringen, ist im Finale alles möglich!
Zweiter Trainingslauf
Nachdem der Staub sich auf der trockenen Piste langsam gelegt hatte, spuckte der Zeitnahme-Monitor für den zweiten Heat der Klasse OR 8 Hobby die nackte Wahrheit aus: Ich habe mich auf einen starken dritten Platz mit insgesamt 10 Runden in 6:16.645 Minuten vorgekämpft! Blendet man die obligatorische Startrunde aus, lief mein Buggy ab Runde zwei wie ein Uhrwerk im Angriffsmodus, wobei ich mich nach einer soliden 34.803 kontinuierlich gesteigert habe. Bis zur Mitte des Heats hielt ich die Zeiten konstant im mittleren 34er- und 35er-Bereich, bevor ich im Endspurt noch einmal alles aus dem Triebwerk herausgekitzelt habe. In Runde neun passierte es dann: Der Grip passte perfekt, die Ideallinie saß, und ich hämmerte meine absolute Bestzeit von 31.877 Sekunden in den Boden, gefolgt von einer sauberen 33.220 zum krönenden Abschluss. Mein Fazit für diesen Durchgang fällt absolut positiv aus, denn mit dieser gesteigerten Konstanz habe ich meine Mediumzeit drastisch auf 35.847 Sekunden gedrückt. Leider hatte ich weiterhin mit der richtigen Taktung in der 6ser Sprung Kombination zu kämpfen. Der brutale Speed ist jetzt voll abrufbar, und wenn ich diesen Rhythmus halte, brennt im Finale definitiv die Hütte!
Dritter Trainingslauf
Der dritte Heat in der Klasse OR 8 Hobby stand an, und weil die Strecke vor unserem Training leider frisch gewässert worden war, glich die Piste anfangs einer rutschigen Seifenoper, auf der ich im Kampf um den Grip alles in die Waagschale werfen musste, was mich am Ende auf den vierten Platz mit erneut 10 Runden in 6:16.669 Minuten brachte. Wenn man die unberechenbare Startrunde ausklammert, kam ich mit den feuchten Bedingungen ab Runde zwei und einer soliden 33.858 überraschend gut zurecht, doch der tückische Boden forderte schnell Tribut: Vor allem in den Runden drei und sieben fand ich einfach nicht die richtige Sprung-Frequenz in der fiesen 6er-Sprungkombination, wodurch das Auto unsauber landete, mein Heck wegrutschte und die Uhr durch diese Patzer auf bittere 37.690 und sogar 42.644 Sekunden kletterte. Dass der Kampfgeist im Fahrerlager aber ungebrochen bleibt, konnte ich im packenden Endspurt beweisen, als ich den Rhythmus auf den restlichen Passagen perfekt traf: In Runde acht passte endlich alles, ich hämmerte eine absolute Bestzeit von 30.978 Sekunden in den Lehm – womit ich zum ersten Mal die magische 31-Sekunden-Marke knackte – und ließ direkt eine starke 31.623 folgen. Mein Fazit fällt trotz der verlorenen Position extrem optimistisch aus, denn diese Fabelzeit zeigt schwarz auf weiß, dass der Grundspeed für ganz vorne absolut da ist. Wenn ich die 6er-Kombination im Finale fehlerfrei treffe und die Strecke trocken bleibt, fahre ich mit dieser brutalen Pace voll um das Podium mit!
Qualifikationsläufe
Erster Qualifikationslauf
Im ersten Qualifikationslauf der Klasse OR 8 Hobby im Modus Einzelstart wurde es richtig ernst, doch für mich endete der Fight mit einem bitteren Rückschlag: Nach nur 7 gewerteten Runden und einer Fahrzeit von 3:53.709 Minuten rollte mein Buggy vorzeitig aus, was mich auf den achten Platz zurückwarf. Dabei fing alles extrem vielversprechend auf Platz vier an, bevor ich in Runde zwei mit einer bärenstarken 31.123 sogar auf den virtuellen dritten Rang vorstieß. In Runde sechs fand ich auf der knochentrockenen Piste absoluten Traum-Grip, brannte meine Lauf-Bestzeit von 31.030 Sekunden in den Lehm und hielt den dritten Platz auch nach der siebten Runde mit einer 31.996 fest im Visier. Doch das Drama lauerte in Runde acht, als kurz vor der kniffligen 6er-Sprungkombination die Kupplung komplett ausfiel und ein hektischer Nachstartversuch aus der Box aufgrund des mechanischen Defekts erfolglos blieb. Mein Fazit fällt trotz des K.o. extrem kämpferisch aus, denn meine bärenstarke Mediumzeit von 33.387 Sekunden beweist schwarz auf weiß, dass meine Konstanz absolut meisterschaftstauglich ist. Wenn wir den Defektteufel bis zum nächsten Durchgang aus dem Antriebsstrang vertreiben, fahre ich mit diesem brutalen Speed im Finale ganz sicher wieder ganz vorne um die Podestplätze mit!
Zweiter Qualifikationslauf
Rächte sich nun meine Affinität für die Drohnenaufnahmen in den Fahrerpausen? Betrübt trug ich meinen Buggy vom Parc Fermé in meinen Fahrer-Pavillon und machte mich sofort an die Fehleranalyse. Recht schnell war klar: Die Kugellager waren es nicht, aber als ich die Kupplungsglocke demontierte, lag die Wahrheit auf dem Tisch. Eine Kupplungsbacke war defekt und griff sofort, was unweigerlich den Motor absterben ließ. Zum Glück ging die Reparatur zügig sowie einfach vonstatten. Der Defekt ist behoben, der Kopf wieder frei, jetzt gilt der volle Fokus den anstehenden 2ten Q-Lauf!
Nach dem Kupplungs-Drama im ersten Durchgang melde ich mich im nächsten Qualifikationslauf der Klasse OR 8 Hobby bärenstark zurück und feiere mit 10 Runden in 5:30.635 Minuten einen phänomenalen zweiten Platz im Gesamtklassement! Direkt nach dem Einzelstart setzte ich ein dickes Ausrufezeichen, als ich in der allerersten gewerteten Runde eine brutale 30.971 Sekunden in den trockenen Lehm hämmerte und mich sofort auf den ersten Platz meiner Qualifikationsgruppe schob. Zwar musste ich die Spitzenposition danach an den bärenstarken Christof Braungart-Zink abtreten, hielt den Druck auf Rang zwei liegend aber über den gesamten Lauf hinweg konstant hoch und spulte Rundenzeiten im tiefen 31er- und 32er-Bereich wie ein Schweizer Uhrwerk ab. Selbst als ich in Runde neun durch einen kleinen Patzer auf eine 40.170 absackte, ließ ich mich im Fahrerlager nicht aus der Ruhe bringen und fing den Buggy in der finalen zehnten Runde direkt wieder mit einer sauberen 34.035 ein, um den bärenstarken zweiten Platz abzusichern. Mein Fazit fällt nach dieser fahrerischen Erlösung absolut grandios aus, denn mit einer extrem starken Mediumzeit von 33.063 Sekunden habe ich bewiesen, dass der Speed nach dem Defekt sofort wieder voll da war. Wenn wir diesen Flow und die Konstanz jetzt direkt mit in die Finalläufe nehmen, ist der Kampf um den obersten Podestplatz komplett eröffnet!
Dritter Qualifikationslauf
Früh am Sonntagmorgen stand der nächste Qualifikationslauf der Klasse OR 8 Hobby auf dem Programm, und nach dem gründlichen technischen Dienst am Fahrzeug in der Nacht lieferte ich mir einen packenden Fight, der mich mit 10 Runden in 5:30.428 Minuten auf den vierten Gesamtplatz spülte. Direkt nach dem Einzelstart kam ich super aus den Blöcken und setzte mich in der ersten gewerteten Runde mit einer schnellen 30.972 sofort auf den zweiten Platz meiner Qualifikationsgruppe fest. Zwar musste ich die Position danach an Nico Hild abtreten, biss mich aber auf Rang drei fest und spulte bis zur Halbzeit extrem konstante Rundenzeiten im 32er-Bereich ab. In Runde PT5 passte der Grip perfekt, der frisch gewartete Buggy lief wie ein Uhrwerk und ich hämmerte meine absolute Lauf-Bestzeit von 30.473 Sekunden in den Lehm, womit ich den Druck auf die Spitze auf Platz drei liegend hochhielt. Erst in der allerletzten Runde passierte ein kleiner Patzer, der mich eine 36.374 kostete, was am Endergebnis auf der trockenen Piste aber nichts mehr änderte. Mein Fazit fällt durchweg positiv aus, denn meine bärenstarke Mediumzeit von 33.042 Sekunden beweist schwarz auf weiß, dass das Auto nach der nächtlichen Schrauberschicht wieder absolut konkurrenzfähig läuft. Der Grundspeed ist voll da, und wenn ich die kleinen Fehler im Finale komplett abstelle, greife ich beim Kampf um das Podium voll an!
Finale
1/4 A Finale
Nachdem der Staub von Qualifikationslauf 3 sich gerade erst gelegt hatte, stand die Gruppeneinteilung der Finalläufe schon online – absolut kein Vergleich mehr zu früher, als man gefühlt 20 bis 35 Minuten wie auf Kohlen an der Infotafel lauerte, bis der Zettel endlich hing. Die moderne Zeitnahme-Software spuckte den Onlinereport nur Minuten nach dem letzten OR8-Hobby-Fahrer aus, und das erfahrene Team um Marcus Krause und Florian Schimm arbeitete einmal mehr verlässlich wie ein Schweizer Uhrwerk.
Für mich hieß das Resultat: Ab ins 1/4 A-Finale, wo mit Jungs wie Steffen Kunz und Erik Keller echte Brocken auf mich warteten! Weil Kim Sitensky, der mir schon seit dem dritten Training in der Box den Rücken freihielt, auch für das Finale als Boxenhelfer bereitstand, hieß die Devise ab jetzt: Sonnebrille auf, Headseat Micro runter und bedingungslos kämpfen.
Beim Durchgehen der Einführungsrunden merkte ich allerdings schnell, dass mein Platz auf dem Fahrerstand diesmal etwas weiter rechts lag – ein ungewohnter Winkel, der mir prompt bei zwei Sprungkombinationen spürbar die Sicht und das Gefühl raubte. Doch fürs Grübeln blieb keine Sekunde mehr, als das Kommando aus den Lautsprechern dröhnte:
„Alle Fahrer in die Box!“
„Fahrer in die Startaufstellungen…“
„5… 4… 3… 2… 1… Start!“
– jetzt gab es kein Zurück mehr, also vollen Schub rein und ab dafür in den brutalen Infight!

Die Motoren dröhnen los, doch für mich begann das Rennen direkt mit einem herben Dämpfer. Nach einem unsauberen Massenstart fand ich mich zunächst auf Rang sechs wieder, bevor ein dicker Patzer in Runde vier mit einer bitteren 46.116 Sekunden mein Auto sogar ans absolute Ende des Feldes auf Platz acht zurückwarf. Aber Aufgeben ist in unserer Rennsport-Familie keine Option: Mit Wut im Bauch biss ich mich Kurve für Kurve zurück, stabilisierte meine Zeiten im tiefen 31er-Bereich und schob mich bis zur Rennmitte wieder an die Stoßstange der Spitzengruppe heran. In der 15. Runde stand der strategisch entscheidende Tankstopp an, den meine Boxencrew absolut weltmeisterlich und ohne Abwürger durchzog, sodass ich wie eine Rakete zurück auf die Piste schoss, um in Runde 16 meine absolute Renn-Bestzeit von 30.213 Sekunden in den knochentrockenen Lehm zu brennen. Dieser brutale Stint spülte mich kurz darauf sogar auf einen phänomenalen fünften Platz vor, ehe ich mich nach einem harten Schlagabtausch mit Christof Braungart-Zink und einem nervenaufreibenden Stoßstange-an-Stoßstange-Duell über 4 Runden bis zur allerletzten Millisekunde auf dem sechsten Rang ins Ziel rettete.
Mein Fazit für diesen heißen Tanz fällt absolut versöhnlich aus, denn trotz des frühen Fehlers zeigt meine konstante Mediumzeit von 34.150 Sekunden das enorme Potenzial unseres Pakets. Die nächtliche Schrauberschicht beim technischen Dienst hat sich voll ausgezahlt, und mit diesem brennenden Speed im Heck freue ich mich schon jetzt auf das nächste Rennwochenende!
Fazit
Der Linsenkessel-Fluch ist gebrochen! Wer den Sport liebt, der weiß: Du kannst das Setup noch so perfekt austüfteln, am Ende entscheidet das Gefühl am Gasfinger.
Gehofft hatte ich zwar auf das Halbfinale, aber mit einer guten Platzierung im Viertelfinale kann ich absolut zufrieden sein. Der Kupplungsdefekt ist verkraftbar, viel wichtiger ist, dass kein Crash mit massivem Materialschaden die Heimreise vermiest hat. Die Setupanpassungen griffen super, nur die Taktung in der „6ser“ Sprungkombination habe ich bis zum Schluss nicht sauber finden können. Das hat zusammen mit etwas Unkonzentriertheit die entscheidenden Sekunden gekostet. Der Knoten ist einfach nicht zu einhundert Prozent geplatzt und gefühlt fehlte mir die Speed, die eigentlich drin gewesen wäre. Aber wie heißt es so schön: „Hätte, hätte, Fahrradkette!“ Abseits der Rennleitung war das Wochenende mit dem Wiedersehen von Familie Zschiedrich und der Pavillon-Gemeinschaft mit der Rennfahrer-Familie Spielberger wieder ein absoluter Genuss. Zudem blieb es nach drei Jahren Dauerkrise mal trocken.
Ein Rennevent, das sich voll gelohnt hat, ein paar coole Drohnenaufnahmen ausgeworfen hat und – ganz ehrlich – einfach verdammt viel Spaß gemacht hat!
Ein Ständchen am Fahrerstand: Marcus Krause macht keine Welle – wir aber schon! 🎧🏁
Wer seit nunmehr dreieinhalb Jahren konstant die Rennleitung beim HessenCup schmeißt, der hat Nerven aus Stahl und kennt seine Pappenheimer im Fahrerfeld ganz genau. Die Rede ist von Marcus Krause – dem Mann, der nicht nur am Mikrofon oben auf dem Fahrerstand die Fäden zieht, sondern als offizieller OR8-Referent des DMC auch im Präsidium dafür sorgt, dass der Laden läuft.
Am Samstag bei der Fahrerbesprechung gab es dann mal kurzfristig ein anderes Programm: Die Community stimmte ein Ständchen an. Denn genau wie Florian Schimm hatte auch Marcus das „Vergnügen“, seinen Geburtstag mitten im logistischen Hexenkessel eines HessenCup-Events zu verbringen.
Und wie es sich für ein echtes Urgestein gehört, machte Marcus genau: gar nichts. Kein großes Reinfeiern am Vorabend, keine Starallüren und absolut null Anstalten, sich als Geburtstagskind hofieren zu lassen. Der Fokus lag auf dem Rennen, Punkt.
Das zeigt mal wieder, wie unterschiedlich wir Menschen ticken. Für den einen ist der Geburtstag der wichtigste Meilenstein des Jahres, für den anderen ein ganz normaler Arbeitstag an der Piste und manch einer versucht den Tag am liebsten komplett unter den Teppich zu kehren.
Von dieser Stelle aus noch einmal: Alles Gute zum Geburtstag, Marcus! Wir hoffen, du hast den Tag auf deine ganz persönliche Art genossen und durchgezogen. Der HessenCup wäre ohne dich jedenfalls ein ganzes Stück unruhiger.
Die Schlange im Linsenkessel
Die Serpent Cobra SRX8 ist das Rennpferd des Herstellers Serpent im Maßstab 1:8 Offroad. Die aktuelle Version ist die Serpent Cobra SRX8 Gen4, hier ein Blogartikel dazu. Er löste die Serpent Cobra 811 im Mai 2016 ab und in den 2 Jahren danach wurde die Version 1 „GP“, um die Version „Evo“ und um die Version „Pro“ erweitert. Einige der Innovationen der Version Evo und Pro sind untereinander kompatibel, wieder andere nicht. Hier ein Forenbeitrag in dem ich versucht hatte die Unterschiede zwischen den Versionen zusammen zu fassen. (Link) Hier der Baubericht der Serpent Cobra SRX8, Link.
Die Cobra SRX8 kann mit ihrer Technik weiterhin sehr gut mithalten, reagiert feinfühlig auf Setup Anpassungen und ist so robust, dass er nicht gleich jede Bandenberührung und Positionskampf mit einem Defekt quittiert.
Auf der Strecke in Linsengericht konnte ich mit meinem über die Rennen leicht angepassten Grund-Setup aus dem RC-Rennen in Heiligenstadt starten. Mit leichten Anpassungen aus den letzten Trainings die ich vor Ort hatte, konnte ich mein Setup direkt auf die Strecke anpassen. Ich hatte die Höhe gesamt angepasst und an der Hinterachse dünnere Stabis verwendet. Die SRX8 kam sehr gut mit den verschiedenen Streckenabschnitten zurecht und ließ sich verlässlich fahren.
Hier der Link zum Thread zum Serpent OR8 Buggy Cobra SRX8 (Link), hier der Link zur SRX8 Promo Homepage und vielen Dank an 2Speed.de für die schnelle Lieferung der Ersatzteile.
Bei Fragen zu dem Buggy könnt Ihr mich aber auch gern persönlich ansprechen.

Der Rattenfänger von YouTube – Gefährdet die Klick-Show unseren Nachwuchs?

Während auf den echten Strecken des HessenCups noch ehrliche Leidenschaft gelebt wird, zieht parallel ein digitaler Rattenfänger durch YouTube und verzerrt unser Hobby bis zur Unkenntlichkeit. Es wächst die berechtigte Kritik, dass reichweitenstarke Influencer ihre oft minderjährigen Zuschauer mit reinen Clickbait- und Zerstörungsshows um die Chance auf eine echte, nachhaltige Faszination bringen. Doch welchen fatalen Effekt löst der Content von Johnny Hand bei den Kids eigentlich aus, und warum sind hier vor allem die Eltern in ihrer Medienkompetenz gefordert? Wer wissen will, warum das vermeintlich harmlose Geballer vor der Kamera unserem Sport echten Schaden zufügt, liest die vertiefenden Hintergründe im kompletten Blogbeitrag „Der Rattenfänger von YouTube“.
Nach dem Rennen ist vor dem Rennen – Der Moment, wenn die Stille einkehrt
Die letzte Tasche ist im Kofferraum verstaut, die Reißverschlüsse sind zugezogen und das traditionelle Golf IV Tetris ist erfolgreich beendet. Jeder Zentimeter des Laderaums wurde optimal ausgenutzt, um Reifen, Werkzeug und Starterbox unterzubringen. Ich atme erst einmal tief durch, wische mir den Schweiß von der Stirn und werfe noch einen letzten Blick auf den vollgepackten Innenraum. Nach dem Packen schnappe mir erst mal ein alkoholfreies, ehrlicherweise lauwarmes Bier.
Mit der Flasche in der Hand schlendere ich langsam zurück zu dem nun völlig verwaisten Platz, an dem noch vor wenigen Minuten mein Pavillon stand. Ich schnappe mir meinen Campingstuhl, klappe ihn direkt am Streckenzaun auf und genieße einfach nur das OR8 Hobby-Finale.

Während ich so im Stuhl lümmele, den Blick über das Infield schweifen lasse und ab und zu beobachte, wie der eine oder andere Fahrer die verschiedenen Hindernisse und Sprünge nimmt, driften meine Gedanken unweigerlich ab. Ich muss an meine eigenen Anfänge im OR8 RC-Sport denken. Wie war das damals, als alles anfing? Genau hier schließt sich der Kreis, denn mein allererster Real-Life-Besuch bei einem echten Rennen im Linsenkessel des MSV Linsengericht e.V. hat damals den Grundstein für die ganze Leidenschaft gelegt. Damals stand ich noch mit 1001 Fragen im Kopf am Zaun; heute bin ich fester Teil dieser verrückten Racing-Familie.
Als das Finale schließlich abgewinkt wird und die Motoren verstummen, leite ich langsam meine Verabschiedungsrunde im Fahrerlager ein. Handshakes hier, ein kurzes „Bis zum nächsten Mal“ dort. Und dann rolle ich – für meine Verhältnisse – relativ früh in Richtung Heimat.
Ja, letztendlich gehören auch das letzte Elo-Finale, das packende Expert-Finale und natürlich die anschließende Siegerehrung fest zu einem runden Renn-Event dazu. Im Regelfall bleibe ich auch immer bis zum bitteren Ende, um die Kollegen auf dem Treppchen zu feiern. Aber heute geht es für mich einfach mal zeitig nach Hause. Der Asphalt ruft, und der Kopf ist voller neuer Rennerinnerungen.
Interesse
Die Leser die ein wenig mit gelesen haben und Interesse nach mehr verspürt haben und sich fragen:
„Könnte ich da nicht auch teilnehmen?“

Ja DU kannst!
👍😃👍
RC Rennen, dass kannst Du ganz einfach auch!
Eine Rennteilnahme ist so einfach, alles was Dich ggf. an der Teilnahme hindert sind Vorurteile, falsche Ängste und das bisschen fehlender Mut einmal etwas Neues zu probieren! Es ist viel leichter als man selber denkt, einmal Blut geleckt und man ist dem Rennzirkus verfallen.
Wer auch nur den Hauch eines Interesses verspürt, sollte einmal dieses Blogeintrag lesen, denn die eigene Teilnahme ist viel leichter als gedacht….
Schau Dir dazu diesen Blog an:
👉 „Rennteilnahme ist einfach!“ ☀️ 🏁
Der Verein
Der MSV-Linsengericht e.V. primär ein Verein der sich dem 1:8 Offroad fahren zugewandt hat. Der Verein wurde 1991 in Linsengericht / Geislitz von einer handvoll Modellsportbegeisterten gegründet. Ziel und Zweck des Modellsport Verein Linsengericht e.V. ist das Betreiben von funkferngesteuerten Automodellen.
Positiv kann man hier aber das schon fast familiäre Verhältnis und Stimmung im Verein anmerken. Das hat sicherlich auch jeder andere Verein im OR8 Bereich, aber hier ist es – so habe ich es persönlich erlebt – ausgeprägt.
Naturlich werden die anderen Sparten ORE und Onroad auch von den Mitgliedern bedient, aber beim Hessencup sehen wir eben primär die OR8 Begeisterten. Wer in der Gegend dem RC Hobby mit Buggys oder Truggy nachgeht, sollte sich einen Besuch des Vereinsgeländes fest einplanen.
Danke
Wir genießen die Organisation, die Tätigkeit des Rennleiters betrachten wir als Selbstverständlichkeit, die Zeitnahme, Bekanntgabe der Finallaufergebnisse, den allgemeinen Service des Versorgungsbereiches und den gesamten Rahmen um eine solche Veranstaltung. Sei es der heiße Kaffee um 6:45 Uhr oder das belegte Brötchen, das Schnitzel in der Mittagszeit oder der Kuchen am Nachmittag.
Wir freuen uns über eine vorbereitete Strecke und einen vorbereiteten Platz. Wir betrachten es als selbstverständlich, wenn der Servicebereich uns mit einem freundlichen „Hallo, was darf es denn sein!“ die Wünsche von den Lippen abliest.
Die organisatorische Mehrarbeit des Hygienekonzepts ist ein schlicht akzeptierter Fakt.
Das alles für das Startgeld, fehlt da nicht etwas?
Ja, ein außerordentlich stark gesprochenes und übergroß geschriebenes „Danke“ an die Helfer, Teilnehmer und Menschen die etwas zur Umsetzung beigetragen haben…
Links
Hier noch einmal die Homepage des Vereins:
MSV Linsengericht e.V.
RC Strecken Homepage -> Klick mich
Facebook Seite des Vereins -> Klick mich
Homepage des Hessen Cups:
http://www.hessencup.de/
Facebook Gruppe RC Hessencup -> Klick mich
Rennberichte
Beitrag auf der Vereinshomepage:
Facebook Artikel +
Foto Galerie von „FotoEchse“ -> Link
Ergebnisse
Hier geht es zu den digitalen Ergebnislisten des Rennens -> Klick mich
OR8 Expert
- Aron Waitz
- Thomas Tekaat
- Stefan Leichner
OR8E
- Aron Rönick
- Aron Waitz
- Thomas Tekaat
OR8 Hobby
- Moritz Hahlen
- Louis Metz
- Lukas Fiedel
Jugendlauf
- Lukas Fiedel
- Moritz Hahlen
- Silas Koplack
Bilder & Hinweise
Hinweis des Verfassers:
Die Galeriefunktion von WordPress skaliert die Fotos ab und an unvorteilhaft. Aber mit den normalen Internet Browsern kannst Du „Öffnen im neuen Fenster“ auswählen und das Bild wird in Originalgröße und original skaliert angezeigt.





























































































Ein schöner Bericht und tolle Drohnenaufnahmen….